Der Begriff WLAN steht für alle drahtlosen lokalen Netzwerke und wird in anderen Ländern auch unter dem Namen WiFi zusammengefasst. WLAN ist im digitalen und globalen Zeitalter unabdingbar, denn es ermöglicht eine entsprechende Mobilität bei der Datenverarbeitung und -übertragung. Was genau das WLAN ausmacht und wie es funktioniert, zeigen wir in diesem Beitrag.

Begriff

Die Abkürzung WLAN steht für Wireless Local Area Network. Übersetzt bedeutet das so viel wie drahtloses, lokales Netzwerk. Über WLAN können Geräte per Funkverbindung, also völlig kabellos, mit dem Internet verbunden werden. WLAN gilt grundsätzlich als Oberbegriff für alle drahtlosen und lokalen Datennetze. Allerdings sind zumeist insbesondere Funknetze gemeint, die auf dem Standard IEEE 802.11 basieren. IEEE steht für das Institute of Electrical and Electronics Engineers.

Funktionsweise

Als Grundvoraussetzungen für ein kabelloses Netzwerk gelten ein bereits vorhandener Breitbandanschluss (z.B. DSL oder VDSL) und ein WLAN-Router. Ist die WLAN-Funktion des Routers aktiv, funkt er permanent auf einer Frequenz zwischen 2400 und 5725 MHz. WLAN-fähige Endgeräte wie Smartphones oder Tablets erkennen das Funknetz und können verbunden werden. Ihr Smartphone verbindet sich nicht mit dem WLAN? Hier gibt es Tipps zur Problembehandlung.

Geschwindigkeiten

Der erste Standard für die kabellose Internetverbindung (IEEE 802.11) mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 2 MBit/s wurde im Jahr 1997 festgelegt. Damals war er im Vergleich zum Kabelnetz sehr innovativ. Er wurde stetig erweitert und verbessert, sodass mit dem Standard IEEE 802.11ac heutzutage beispielsweise Geschwindigkeiten von bis zu 1300 MBit/s möglich sind.

1&1 WLAN-Versprechen

Probleme beim Einrichten Ihres Internetanschlusses, beim Verbinden Ihres Smartphones, Fernsehers oder der Waschmaschine? Das WLAN-Signal kommt nicht überall an? Wir helfen Ihnen dabei, kontaktieren Sie uns gern.

WLAN-Standards

802.11b:

Der Standard “b” ist der Klassiker in der WLAN-Familie. Er funkt im Frequenzbereich von 2,4 GHz und die Reichweite kann bis zu 20 Meter betragen. Er ermöglicht theoretisch eine Datenübertragung von bis zu 11 MBit/s. Da in der Praxis meist nur um die 5 MBit/s erreicht werden, wurde er vom neueren WLAN-Standard “g” abgelöst.

802.11a:

Der WLAN-Standard 802.11a ist hat sich in Deutschland nie richtig durchgesetzt. Innerhalb Europas darf der Standard “a” nur für WLAN-Geräte genutzt werden, die in Gebäuden eingesetzt werden, da auch das Militär und die Flugsicherung diesen Standard nutzen. Die maximale Übertragungsgeschwindigkeit liegt bei 54 Mbit/s und er funkt im Frequenzbereich von 5 GHz. Die Reichweite beträgt 15 bis 25 Meter.

802.11g:

Der Standard “g” ist deutlich schneller als “b” und trotzdem voll abwärts kompatibel, da er auch im Frequenzbereich 2,4 GHz funkt. Die maximal Übertragungsgeschwindigkeit beträgt 54 MBit/s und die Reichweite umfasst 25 bis 50 Meter.

802.11n:

Der Standard 802.11n ist weit verbreitet und eine gute Wahl, denn die maximale Übertragungsgeschwindigkeit ist mit 300 MBit/s um einiges höher als beim Standard “g”. Möglich wird dies durch die sogenannte MIMO-Technik. Router, die diese Funktion bieten, verfügen über mehrere Antennen. Sie liefern ein besseres Empfangssignal, erhöhen die mögliche Distanz der Datenübertragung und den Datendurchsatz. Der “n”-Standard kann sowohl im 2,4-GHz- als auch dem 5-GHz-Frequenzbereich funken und ist somit abwärts kompatibel mit den Standards “b” und “g”.

802.11ac:

Der IEEE 802.11ac Standard für drahtlose Computer-Netzwerke ist eine Weiterentwicklung des “n”-Standards. Er wurde vor allem im Hinblick auf hohe Datenraten im 5-GHz-Band entwickelt und ermöglicht Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 867 Mbit/s. Dies wird durch verbesserte Signalmodulation und Kanalbandbreiten bis 160 MHz erreicht.

Tipp: Ein WLAN-Wiki mit den wichtigsten Begriffen und Funktionsweisen finden Sie auf androidpit.de. Hier gibt’s im 1&1 Blog mehr zur Geschichte des WLANs.

Reichweiten

Oftmals lässt sich der WLAN-Empfang bereits verbessern, indem man den Router am richtigen Platz aufstellt. Zum einen sollte er möglichst weit oben im Raum platziert werden, beispielsweise auf einem Schrank oder einem Regal. Außerdem sollte er frei stehen. Der Router steht am besten in einem zentral gelegenen Raum, da er über Rundstrahlantennen verfügt. Die Abstrahlung des WLAN-Signals kann man sich kugelförmig in alle Richtungen vorstellen, wobei sich der Router in der Mitte dieser Kugel befindet. Zwischen Router und anderen WLAN-Geräten sollten sich möglichst wenige Hindernisse befinden. Zu den größten Hindernissen für das WLAN-Signal zählen übrigens metallische und wasserhaltige Objekte wie Heizungskörper, Zimmerpflanzen oder Kühlschränke. Außerdem sollte der Router entfernt zu anderen Funksendern wie Mikrowelle, Babyfon oder Bluetooth-Geräten positioniert werden. Hier gibt’s weitere Tipps zum Thema “WLAN optimieren”.

Sicherheit

Das Signal des drahtlosen Netzwerks zu Hause sollte verschlüsselt werden, um zu verhindern, dass Fremde den Internetzugang nutzen und auf persönliche Daten zugreifen können. Daher ist es wichtig, dass Authentifizierung und Verschlüsselung des Netzwerks immer aktiv sind. Hier wird meist der aktuell sicherste Standard WPA2 (WiFi Protected Access 2) verwendent. Er gilt als die modernste Entwicklungsstufe CCMP (Counter Mode with Cipher Block Chaining Message Autheticication Code Protocol) und ermöglicht Geschwindigkeiten von über 150 MBit/s.  Ein weiterer Standard ist WPA, welcher die Verschlüsselungsmethode Temporal Key Integrity Protocol (TKIP) nutzt. Bei diesem Standard ist allerdings die Geschwindigkeit auf 54 MBit/s limitiert. Der Mixed Mode Standard WPA + WPA2 ermöglicht neben modernen Clients auch die Verbindung des Netzwerks mit älteren Geräten.

Tipps zur Nutzung von öffentlichen WLANs