Huawei Mate 20 Pro: Die zehn besten Tipps & Tricks

Das Huawei Mate 20 Pro bietet viele interessante Funktionen, die allerdings nicht immer auf dem ersten Blick ersichtlich sind. Daher haben wir für Sie die zehn besten Tipps und Tricks zum Huawei Mate 20 Pro zusammengefasst.

1. Gestensteuerung nutzen

Mit Android 9 hat Google seinem Betriebssystem eine Gestensteuerung verpasst, die auch beim Huawei Mate 20 Pro zum Einsatz kommt: Durch eine Wischbewegung von unten nach oben kommt der Nutzer zum Homescreen, wohingegen eine Wischbewegung von unten mit anschließendem Halten die Multitasking-Ansicht mit den zuletzt geöffneten Apps aufruft. Ein seitliches Wischen zur Bildschirmmitte kann genutzt werden, um in Menüs einen Schritt zurückzugehen. Die dritte Geste ist nicht standardmäßig von Google implementiert worden, weswegen Huawei diese hinzugefügt hat.

Darüber hinaus gibt es noch eine Geste zur Aktivierung des Google Assistant, diese muss jedoch vom Nutzer manuell aktiviert werden. Anschließend kann der Sprachassistent mit einer Wischbewegung aus einer der unteren Ecken nach oben gestartet werden. Die Gestensteuerung kann in den Einstellungen unter „System“ -> „Systemnavigation“ aktiviert werden. Alternativ ist weiterhin die gewohnte Steuerung mit „On Screen“-Tasten möglich, auch der „NaviDot“ ist noch verfügbar.

2. Dark Mode aktivieren

Huaweis eigene Android-Oberfläche EMUI ist stark an Apples iOS angelehnt und kommt auch deswegen mit vielen hellen Oberflächen daher. Da diese jedoch stärker den Akku entleeren, hat Huawei den „Dark Mode“ in EMUI integriert. Dieser stellt den weißen Hintergrund der System-Apps und Einstellungen auf Schwarz um.

Da das Huawei Mate 20 Pro einen OLED-Bildschirm besitzt, der beim Anzeigen von Schwarz die entsprechenden Pixel ausschaltet, kann das Smartphone so Energie einsparen. Aktiviert wird die Einstellung unter „Akku“ mit „Oberflächenfarben dunkler einstellen”.

3. Notch verstecken

Huawei hat dem Mate 20 Pro eine Notch am oberen Bildschirmrand verpasst. Neben der Frontkamera ist dort auch die 3D-Gesichtserkennung in Form von Infrarot-Sensoren untergebracht. Sollte Sie der Bildschirmausschnitt stören, können Sie die Notch verstecken. Der obere Rand seitlich des Einschnitts wird dann zu einem durchgezogenen schwarzen Balken. Dadurch fällt der Ausschnitt auf den ersten Blick nicht mehr auf. Sie können die Notch unter „Anzeige“ -> „Weitere Anzeigeeinstellungen“ -> „Notch“ -> „Einschnitt verbergen” ausblenden.

4. Always-On-Display zeigt Informationen im Standby

Eine praktische Funktion ist das Always-On-Display, das im Standby-Modus Informationen wie die Uhrzeit oder Benachrichtigungen anzeigt. Der Vorteil: Der Nutzer muss das Gerät nicht erst aufwecken, um die Uhrzeit in Erfahrung zu bringen und sieht sofort, ob es neue Benachrichtigungen gibt. Ab Werk ist die Funktion nicht aktiv, kann jedoch unter „Startbildschirm & Hintergrund” -> „Anzeige stets aktiv” aktiviert werden. Es lässt sich außerdem festlegen, ob die Einstellung ganztägig oder nur zwischen bestimmten Uhrzeiten aktiv sein soll.

5. App-Drawer aktivieren

Huaweis EMUI-Oberfläche ist sehr von iOS inspiriert, deswegen werden ab Werk alle installierten Apps auf dem Homescreen platziert. Viele Android-Nutzer sind jedoch den App-Drawer gewöhnt, der die Apps in einem separaten Menü anzeigt. Unter „Startbildschirm & Hintergrund” -> „Startbildschirmstil” können Sie Ihre favorisierte Homescreen-Art auswählen. Das System braucht dann einen kurzen Moment, bis es die Apps verschoben hat.

6. Digital Balance zur digitalen Selbstkontrolle nutzen

Eine weitere Neuheit, die mit Android 9 Einzug gehalten hat, ist die „Digital Balance“-Funktion. Das Google Pixel 3 hat mit „Digital Wellbeing“ die neue Funktion bereits mit an Bord gehabt, nun hat auch das Huawei Mate 20 Pro die digitale Selbstkontrolle integriert. In den Einstellungen zeigt „Digital Balance“ dem Nutzer Statistiken zur App-Nutzung oder der Bildschirmzeit an. Dadurch soll das Smartphone kontrollierter und sinnvoller genutzt werden. Neben täglichen Statistiken wird auch eine Zusammenfassung der letzten Woche angeboten. Es lassen sich außerdem App-Limits und die eigene Schlafenszeit hinterlegen. Darüber hinaus gibt es noch eine Bildschirmzeitverwaltung, mit der eine maximale Anzahl an Nutzungsstunden pro Tag eingestellt werden kann.

7. Display-Farbe und Blaulichtfilter schonen die Augen

Das Huawei Mate 20 Pro besitzt einen sehr kontrastreichen OLED-Bildschirm mit knackigen Farben. Die leicht höhere Sättigung ist allerdings nicht jedermanns Geschmack. In den Einstellungen können unter „Anzeige“ -> Augen schonen und Farbe“ einige Einstellungen angepasst werden.

Zuerst gibt es die Möglichkeit, die Farbtemperatur des Bildschirms automatisch anpassen zu lassen. Das Huawei Mate 20 Pro nutzt dafür das Umgebungslicht und passt den Wert entsprechend an. Darüber hinaus kann der Nutzer den Farbmodus sowie die Farbtemperatur auch manuell einstellen. Neben dem Farbmodus „Normal“ steht auch „Lebhaft“ zur Auswahl. Die Farbtemperatur kann auf „Standard“, „Warm“ sowie „Kalt“ gesetzt werden. Zusätzlich gibt es ein Farbspektrum, auf dem der Nutzer die entsprechende Farbtemperatur auswählen kann.

Besonders für nachtaktive Nutzer ist der „Augen schonen”-Modus des Huawei Mate 20 Pro sehr empfehlenswert. Dieser filtert die blauen Farbtöne des Bildschirmes heraus, da das blaue Farbspektrum unter anderem die Augen ermüdet. Neben einer manuellen Aktivierung kann der Modus auch geplant werden und so in einem definierten Zeitfenster automatisch aktiv sein.

8. App-Twin: Eine App mit unterschiedlichen Accounts nutzen

Das Huawei Mate 20 Pro verfügt über die „App-Twin“-Funktion, die sich besonders an Dual-SIM-Nutzer richtet. Denn mit App-Twin kann der Nutzer beispielsweise zwei WhatsApp-Accounts mit zwei Rufnummern nutzen. Hierfür klont Huawei die App und lässt sie unabhängig zur originalen Installation laufen. Möglich ist das Klonen unter anderem mit WhatsApp, Facebook sowie Snapchat oder dem Facebook Messenger. Die passende Einstellung dazu findet sich unter „Apps” -> „App-Twin”.

9. PC-Modus

Beim Vorgänger, dem Huawei Mate 10 Pro, hat der chinesische Hersteller den Desktop-Modus vorgestellt. Das Smartphone konnte dabei über einen entsprechenden Adapter an einen Monitor oder Fernseher angeschlossen werden. Anschließend konnte das Smartphone als PC-Ersatz genutzt werden. Während dieser Modus beim Mate 10 Pro allerdings nur mit einem entsprechenden Kabel funktioniert, geht die Bildschirm-Übertragung beim Mate 20 Pro auch kabellos vonstatten. Möglich wird dies über eine Technologie namens „Miracast„, die jedoch nicht von jedem Fernseher oder Monitor unterstützt wird.

Wird das Huawei Mate 20 Pro per Miracast mit einem Bildschirm verbunden, wechselt EMUI automatisch in den PC-Modus, wodurch der Smartphone-Bildschirm fortan als Trackpad dient. Am Bildschirm startet anschließend die Übertragung und gibt eine Art Desktop frei. Dort kann der Nutzer beispielsweise im Internet surfen, Bilder in der Galerie ansehen oder Präsentationen anzeigen lassen.

10. Ultra-Schnappschuss & RAW-Fotos

Für Foto-Enthusiasten und Hobby-Fotografen ist das RAW-Dateiformat sehr spannend. Mit RAW wird die Foto-Datei zwar deutlich größer, speichert dafür aber auch viel mehr Details ab. Das spiegelt sich dann in einer deutlich effektiveren und besseren Nachbearbeitung mit Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop wider als es bei Bildern im JPEG-Format der Fall ist. Aktiviert werden RAW-Fotos über die Einstellungen der Kamera-App unter „Auflösung“ -> „Foto-Format“. Die Aktivierung und Nutzung von RAW-Fotos ist allerdings nur im Pro-Kameramodus möglich.

Der zweite Tipp ist der sogenannte „Ultra-Schnappschuss”, der durch das zweimalige Drücken der Leiser-Taste aktiviert wird und einen schnellen Schnappschuss auslöst. Dadurch muss das Smartphone nicht erst entsperrt werden und kann direkt ein paar Bilder knipsen, wenn es schnell gehen muss. Neben dem Schnappschuss kann das zweimalige Drücken der Leiser-Taste auch zum Öffnen der Kamera-App genutzt werden.

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