Gefahr für Samsung & Huawei? Xiaomi stellt Pocophone F1 vor!

Die Top-Smartphones großer Hersteller wie Samsung und Huawei bieten aktuellste Technik, bewegen sich aber in hohen Preisregionen und sind nicht für jedermann erschwinglich. Der chinesische Hersteller Xiaomi zeigt mit dem neuen Pocophone F1, dass es auch anders geht. Wir haben uns das Smartphone aus Fernost angeschaut und zeigen, was Käufer für den vergleichsweise geringen Preis erwarten dürfen.

Welche Technik steckt im Pocophone F1?

Das Pocophone F1 hat einen Qualcomm Snapdragon 845 Prozessor verbaut, der sich leistungstechnisch auf einem Niveau mit den Prozessoren im Samsung Galaxy S9 und Huawei P20 (Pro) befindet. Dazu kommen bis zu acht Gigabyte Arbeitsspeicher, womit es in der Theorie besser für Multitasking geeignet ist als das S9 und P20. Beim Speicher liegen alle Smartphones mit bis zu 256 Gigabyte Speicherplatz gleich auf. Der Bildschirm des i Pocophone F1 misst 6,18 Zoll (ca. 15,7 Zentimeter) und löst mit 2.246 x 1.080 Bildpunkten im 18,7:9-Format auf. Erst bei der Bildschirm-Technologie lassen sich Unterschiede zur Konkurrenz erkennen. Während diese OLED-Bildschirme (Organic Light Emitting Diode) nutzt, kommt bei Pocophone F1 ein bezüglich der Bildqualität etwas schlechterer LC-Bildschirm (Liquid Crystal) zum Einsatz. Der fest verbaute Akku bietet eine Kapazität von 4.000 mAh und wird über den USB Typ-C Anschluss mit der Schnelllade-Technologie QuickCharge 3.0 aufgeladen. Bezüglich der Akkukapazität liegt das F1 somit mit dem P20 Pro gleich auf, schlägt das S9+ aber um 500 mAh. Auch ein 3,5-mm-Klinkenanschluss für analoge Kopfhörer oder Lautsprecher sowie ein microSD-Karten-Slot zur Erweiterung des Speichers ist mit an Bord.

Dual-Kamera mit Portrait-Funktion für unter 350 Euro

Die Hauptkamera des Pocophone F1 setzt sich aus zwei Sensoren mit jeweils 12 sowie 5 Megapixeln zusammen. Es kann somit wie das Galaxy S9+ und Huawei P20 Pro Portrait-Aufnahmen knippsen, bei denen das Hauptmotiv scharf und der Hintergrund unscharf dargestellt wird. Auf der Vorderseite steht eine Kamera mit 20 Megapixeln zur Verfügung. Diese arbeitet mit einem Infrarot-Sensor zusammen und ermöglicht das Entsperren des Geräts per Gesichtserkennung. Eine Besonderheit ist der P2i-Standard, der eine flüssigkeitsabweisende Nanobeschichtung im Inneren zertifiziert. Das Smartphone ist dann zwar nicht wasserdicht, aber gegen Spritzwasser geschützt. Die Abstriche, die das Pocophone gegenüber den teureren Konkurrenzmodelle in Kauf nehmen muss, sind relativ gering. Und Xiaomi bietet das Pocophone F1 umgerechnet schon für unter 350 Euro an. Wie kommt so ein Preis zustande?

Geringes Marketing-Budget sorgt für niedrigen Kaufpreis

Xiaomi kann das Gerät nur deshalb so günstig anbieten, weil das Marketing-Budget so gering wie möglich gehalten wurde. Der chinesische Hersteller hat auf die Reichweite der Medien gesetzt, die das Smartphone durch ihre Beiträge populär gemacht haben. Darüber hinaus wird zwischen den „Offline-Marken“, die ihre Geräte in Ladengeschäften verkaufen, und „Online-Marken“, die ausschließlich im Internet verkaufen, unterschieden. Offline-Marken müssen die Geräte teurer verkaufen, um eine entsprechende Gewinnmarge zu erhalten. Im Internet kann der Preis hingegen geringer gehalten werden.

Das Pocophone F1 wird sich seine Markenanteile schon holen!

Derzeit dürfte primär Oppo mit seiner Marke OnePlus der direkte Konkurrent zu Xiaomi mit dem Pocophone F1 sein. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass das F1 den großen Marken wie Samsung und Huawei ein paar Prozente Marktanteil stibitzen könnte. Das Smartphone kommt zwar nicht ganz  an ein High-End-Smartphone wie dem Huawei P20 Pro oder Samsung Galaxy S9+ heran, es bietet dennoch ein durchaus leistungsfähiges Gesamtpaket mit einem beeindruckenden Preis-Leistungs-Verhältnis.

Was kostet das Pocophone F1 und wo gibt es das Smartphone zu kaufen?

Offiziell wird das Pocophone F1 nicht in Deutschland vertrieben, auch wenn es einzelne Online-Händler anbieten. Je nach Anbieter variiert der Preis, die 64GB-Variante liegt meist bei 330 Euro, die 128GB-Version bei 370 Euro.

 

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