Apple iPhone Xs & iPhone Xr: Das sind die Neuerungen

Apple hat auf der diesjährigen Keynote drei neue iPhones vorgestellt. Das iPhone Xs und der größere Ableger iPhone Xs Max sind die neuen High-End-Modelle, während das iPhone Xr mit 849 Euro eine günstigere Alternative darstellt. Wir zeigen Ihnen, welche Neuerungen die neuen iPhones bieten.

Rahmenloser Bildschirm kann HDR-Inhalte wiedergeben

Das im letzten Jahr vorgestellte iPhone X ist das erste Smartphone von Apple, das einen nahezu rahmenlosen Bildschirm besitzt. Die dadurch vorgegebene Designsprache wird auch bei allen drei neuen iPhones beibehalten. Die direkten Nachfolger iPhone Xs und iPhone Xs Max besitzen einen 5,8 Zoll beziehungsweise 6,5 Zoll großen OLED-Bildschirm (Organic Light Emitting Diode). OLED hat gegenüber den herkömmlichen LC-Display (Liquid Crystal) den Vorteil, dass echtes Schwarz dargestellt werden kann, was in einem besonders hohen Kontrast von 1.000.000:1 resultiert. Beide Smartphones können somit HDR-Inhalte (High Dynamic Range), also Material mit besonders hohem Kontrastumfang, darstellen und sind Dolby Vision sowie HDR 10 zertifiziert. Die Smartphones bieten jeweils eine Pixeldichte von 458 ppi (pixel per inch). Interessanterweise ist das iPhone Xs mit seinen recht großen 6,5 Zoll nicht größer als das iPhone 8 Plus mit 5,5 Zoll. Apple hat bei den High-End-Modellen zudem das Gehäuse verbessert, das jetzt nach der Schutzart IP68 zertifiziert ist. Das iPhone X deckt hingegen nur den IP67-Standard ab. Konkret bedeutet das, dass das iPhone X 30 Minuten in einer Wassertiefe von einem Meter überleben kann. Die beiden neuen Smartphones verzeihen hingegen einen Sturz in bis zu zwei Meter tiefes Wasser, sollten allerdings ebenfalls nach 30 Minuten geborgen werden.

Neuer A12 Bionic Prozessor ist 15 Prozent schneller

Die neuen iPhones sollen schneller sein als die vorherige Genration. Erreicht wird dies laut Apple durch den neuen A12 Bionic Prozessor, der 15 Prozent schneller sein soll als der A11 Bionic und gleichzeitig mit 40 Prozent weniger Strom auskommt. Im Prozessor steckt eine sogenannte Neural Engine, die den Prozessor in bestimmten Situationen unterstützt. Beispielsweise sollen realistischere Grafikeffekte in Spielen und bessere Augmented Reality-Erlebnisse ermöglicht werden. Bei Augmented Reality-Anwendungen betrachtet der Nutzer seine Umwelt durch die Kamera des Smartphones und kriegt virtuelle Objekte in der realen Welt angezeigt. So ist es beispielsweise möglich, sich Möbel vor dem Kauf virtuell in das Wohnzimmer zu stellen, um einschätzen zu können, ob das Möbelstück die richtige Wahl ist.

Verbesserte Kamera mit besserer Portraitfunktion

Die Kamera soll ebenfalls von der Leistungsfähigkeit der Neural Engine profitieren. Sowohl das iPhone Xs als auch das Xs Max besitzen beide zwei untereinander angeordnete Kameras auf der Rückseite, die mit jeweils 12 Megapixeln auflösen. Eine Neuerung der Kamera ist Smart HDR. Bei herkömmlichen HDR-Fotos werden mehrere Fotos mit unterschiedlichen Belichtungszeiten zu einem einzelnen Bild zusammengefügt. Das Resultat sind Fotos mit höherem Kontrastumfang, wodurch Details sowohl im Schatten als auch in sehr hellen Bereichen eingefangen werden. Smart HDR soll für noch bessere Ergebnisse sorgen und selbst bei schwierigen Lichtsituationen ausgewogene Aufnahmen ermöglichen. Außerdem ist laut Apple der Bokeh-Effekt der Portraitfunktion verbessert. Durch den Bokeh-Effekt liegt der Fokus auf das Hauptmotiv, das scharf und detailreich dargestellt wird, während der Hintergrund in Unschärfe gehüllt wird. Beim iPhone Xs und Xs Max ist es jetzt möglich, die Tiefenschärfe des Bokeh-Effekts nachträglich zu reduzieren oder zu erhöhen.

Die neuen High-End-Smartphones können am 14. September 2018 vorbestellt werden und erscheinen bereits am 21. September 2018. Sie sind mit 64, 256 und 512 Gigabyte Speicherplatz erhältlich und starten ab 1.149 Euro (iPhone Xs) beziehungsweise 1.249 Euro (iPhone Xs Max).

Apple iPhone XR: Kleinerer Funktionsumfang zum geringeren Preis

Das günstigere iPhone Xr gleicht den XS-Modellen weitestgehend. Einige Unterschiede gibt es dennoch, die sich dafür in einem niedrigeren Preis niederschlagen. Mit einer Diagonalen von 6,1 Zoll positioniert sich das Xr zwischen den beiden High-End-Modellen. Es ist mit einer Pixeldichte von 326 ppi allerdings weniger scharf und kann außerdem keine HDR-Inhalte darstellen. Anstelle eines OLED-Bildschirms verwendet Apple einen LC-Bildschirm, was in einer allgemein etwas schlechteren Bildqualität resultieren dürfte. Abstriche müssen Interessenten zudem bei der Kamera in Kauf nehmen. Anstelle einer Dual-Kamera kommt eine einzelne 12-Megapixel-Kamera zum Einsatz. Diese unterstützt wie die XS-Modelle die Smart HDR-Funktion und kann ebenfalls Portraitfotos mit Bokeh-Effekt einfangen. Die Bokeh-Funktion war bisher nur Apple Smartphones mit Dual-Kameras vorbehalten.

Das Apple iPhone Xr wird in den Farben Weiß, Schwarz, Blau, Gelb, Koralle und (Product)Red angeboten. Vorbestellungen sind ab dem 19. Oktober 2018 möglich, ausgeliefert wird das Smartphone ab dem 26. Oktober 2018. Mit einem Preis ab 849 Euro für die 64-Gigabyte-Version ist es das günstigste iPhone dieser Generation. Es wird außerdem mit 128 und 256 Gigabyte Speicher angeboten.

Carsten von Caschys Blog war bei der Keynote vor Ort und hat im Video seine ersten Eindrücke geschildert:

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