Das Smartphone ist unser alltäglicher Begleiter, jedoch ranken sich viele Mythen um die kleinen Alleskönner. In diesem Beitrag gehen wir sechs Mythen auf den Grund.

1. Smartphones sind vor Viren sicher

Viele Nutzer haben schon einmal eine Erfahrung mit einem Computervirus und den unangenehmen Folgen gemacht. Jedoch gilt häufig der Irrglaube, dass es keine Viren für Smartphones gibt. Das ist aber schlichtweg falsch. Hierbei ist es egal, mit welchem Betriebssystem das Smartphone läuft. Am weitesten verbreitet ist so genannte Malware, die darauf aus ist sensible Daten wie Bankverbindungen oder Passwörter herauszufinden. Häufigste Quelle für solche Schädlinge sind Apps aus nicht seriösen Quellen. Hier gibt es Wissenswertes zum Thema Virenscanner bei Smartphones und Handysicherheit.

2. Smartphones sind bei eingeschaltetem Flugmodus nicht zu orten

Der Flugmodus unterbricht lediglich die Mobilfunk- und WLAN-Verbindungen, das Smartphone ist jedoch weiterhin über Satellit aufzuspüren bzw. der Standort wird weiterhin protokolliert und kann nachvollzogen werden (spätestens wenn das Smartphone wieder eingeschaltet wird). Allein das Ausschalten des Smartphones und im besten Fall das Herausnehmen des Akkus machen ein Handy dauerhaft unauffindbar.

3. Apps im Hintergrund verkürzen die Akkulaufzeit

Alle neuen Smartphones sind multitaskingfähig: Apps, die geschlossen werden, laufen im Hintergrund weiter und können so schneller wieder geöffnet werden. Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass das viel Strom verbraucht und der Akku somit schneller geladen werden muss. Jedoch sind die Betriebssysteme mittlerweile so gut programmiert, dass die Apps, welche im Hintergrund laufen, so weit heruntergeregelt werden, dass sie so gut wie keinen Strom verbrauchen. Die einzige Ausnahme sind Navigations-Apps.

4. Mehr Megapixel bedeutet automatisch bessere Bilder

Auch das ist ein Irrglaube. Smartphones haben teilweise die aberwitzige Auflösung von 40 Megapixeln erreicht, aber machen diese Kameras jetzt bessere Bilder als beispielsweise eine Spiegelreflexkamera mit 18 Megapixeln? Nein. Allein die Anzahl der Pixel sagt noch nicht viel über die Bildqualität aus. Die Größe des Sensors ist in diesem Zusammenhang ebenso wichtig wie die Öffnung der Blende. Bei guten Lichtverhältnissen ist tatsächlich kaum ein Unterscheid zwischen Handy und Fotokamera zu erkennen und mit einigen Tipps und Tricks zur Smartphone-Fotografie kann man sehr gute Ergebnisse erzielen. Werden die Lichtverhältnisse jedoch schlechter, trennt sich schnell die Spreu vom Weizen.

Was kann Smartphone-Fotografie im Vergleich zu professionellen DSLR-Kameras?

 


 

5. Die Strahlung eines Handys reicht aus, um ein Ei zu kochen

Die Strahlung von Handys und Smartphones ist viel diskutiert. Ist sie schädlich für den Menschen, kann sie Krebs erregen oder die Potenz verringern? Auf diese Fragen gibt es nach wie vor keine zuverlässigen Antworten. Ein Mythos in diesem Bezug ist, dass die Strahlung eines Handys ausreicht, um ein Ei zu kochen. Im Internet gibt es zahlreiche Videos, die das beweisen wollen. Da die Antenne eines Smartphones aber eine Leistung von etwa einem Watt hat, wären ca. 7000 Smartphones nötig, um ein Ei zu kochen.

6. Magneten sind schädlich für Smartphones

Auch das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Magneten sollen angeblich einen negativen Einfluss auf den Akku haben. Da in einem Smartphone an sich kein Magnet verbaut ist, kann ein anderer Magnet das Handy nicht stören. Auch auf den Akku, da dieser keine magnetischen Metalle beinhaltet, hat ein Magnet keinen Einfluss und das letzte Speichermedium, das von einem Magneten gelöscht werden konnte, war die Diskette.