Praktische Tipps zur Kamera des Samsung Galaxy S9

Wer bei einem Smartphone besonders viel Wert auf eine gute Kamera legt, wird in diesem Jahr nicht am Samsung Galaxy S9 vorbeikommen. Zwar hat Samsung an der Anzahl der Megapixel nichts geändert, dafür ist das S9 das erste Smartphone mit einer variablen Blende, die sich vollautomatisch an die gegebenen Lichtbedingungen anpasst. So entstehen auch bei schwierigen Lichtbedingungen scharfe und rauscharme Bilder. Doch die Hardware alleine macht noch kein gutes Bild, deshalb ermöglicht die bereits installierte Kamera-App zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten.

Gut zu wissen: allgemeine Einstellungen

Die Einstellungen verstecken sich unter dem Zahnrad rechts unten im Bild.

Bevor man das erste Foto schießt, lohnt es sich, einen Blick in die Einstellungen der Kamera-App zu werfen. Hier kann man die Bild- bzw. die Videogröße festlegen, einen Timer einstellen und den HDR-Modus bzw. den Verfolgungs-Autofokus aktivieren.

  • Ein HDR „High Dynamic Range“ Foto ist ein Bild mit einem hohen Dynamikumfang. Der Modus ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie unterschiedliche Helligkeitsstufen detailliert wiedergeben möchten – wenn Sie zum Beispiel einen dunklen Vordergrund (einen schattigen Platz) und einen hellen Hintergrund (einen sonnigen Himmel) auf einem Bild festhalten möchten.
  • Der Verfolgungs-Autofokus ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie ein sich bewegendes Motiv (zum Beispiel eine Freundin, die mit dem Fahrrad durchs Bild fährt) fotografieren möchten. Dann bleibt der Fokus stets auf dem festgelegten Motiv.

Nicht nur für Schnappschüsse: der Automatik-Modus

Öffnet man die Kamera-App zum ersten Mal, ist im Regelfall der Automatik-Modus aktiv.

Im Automatik-Modus passt die Software alle Kameraeinstellungen automatisch an die gegebenen Lichtbedingungen an.

Ich durfte das Samsung Galaxy S9 in den letzten Wochen ausführlich testen und habe die folgenden Fotos ausschließlich im Automatik-Modus geschossen.

Sonnenaufgang am Hintersee im Berchtesgadener Land.

Sonnenuntergang an der Rossfeld Panoramastraße.

Wolkenbedeckter Himmel am Taubensee an der Grenze zu Österreich.

Die Ergebnisse haben meine Erwartungen übertroffen. Sowohl Hinter- als auch Vordergrund sind auf allen Fotos optimal belichtet, die Schärfe sitzt und Bildrauschen ist gar nicht bis kaum vorhanden. Die Farben sind für meinen Geschmack vielleicht ein bisschen zu intensiv, aber sehr realitätsnah. Wenn es mal schnell gehen soll, kann man sich auf den Automatik-Modus verlassen.

Die Effekte verbergen sich hinter dem Zauberstab rechts oben.

Wer mit dem Ergebnis noch nicht zu 100 Prozent zufrieden ist, kann in diesem Modus allerdings auch die Farbigkeit mit Hilfe von „Effekten“ anpassen und den Blitz ein- oder ausschalten.

Die Blitz-Einstellungen können Sie durch das Antippen des Blitz-Symbols verändern.

Praktisch: Modi und Effekte, die den Alltag verschönern

Durch Wischen von links nach rechts oder von rechts nach links können unterschiedliche Modi eingestellt werden.

Für bestimmte, häufig fotografierte Situationen hat Samsung außerdem den „Lebensmittel-Modus“, den „Panorama-Modus“ und den „selektiven Fokus“ integriert.

  • Im „Lebensmittel-Modus“ wird ein Punkt eingeblendet, den man vergrößern oder verkleinern kann. So wird der ausgewählte Bereich scharf gestellt, während der nicht ausgewählte Bereich leicht unscharf bleibt.
  • Der „selektive Fokus“ eignet sich ähnlich wie der „Lebensmittel-Modus“ vor allem dann, wenn ein bestimmter Bereich im Bild scharf gestellt werden soll – dafür einfach den gewünschten Bereich auf dem Bild antippen.
  • Im „Panorama-Modus“ fügt die Software aus mehreren Einzelbildern eine Panorama-Ansicht zusammen. Dieser Modus eignet sich zum Beispiel, um Rundumansichten von Landschaften oder interessanten Orten zu zeigen.

Nicht nur für Profis: der manuelle Modus

Im Pro-Modus können viele Einstellungen manuell an die gegebenen Lichtbedingungen angepasst werden.

Wer sich mehr Selbstbestimmung wünscht und die Kamera-Einstellungen lieber manuell einstellen möchte, sollte den „Pro-Modus“ aufrufen. Hier können die Belichtungszeit, der Weißabgleich, der ISO-Wert und die Tiefenschärfe manuell bestimmt werden. Wie im Automatik-Modus hat man darüber hinaus auch die Möglichkeit, Farbeffekte hinzuzufügen. Wenn der Automatik-Modus nicht das gewünschte Ergebnis liefert oder die Lichtbedingungen besonders schwierig sind – zum Beispiel bei Gegenlicht – lohnt sich ein Blick in diesen Modus. Da die App die vorgenommenen Änderungen sofort auf dem Display anzeigt, ist dieser Modus auch für nicht-Profis einfach zugänglich.

Zeitlupe und Zeitraffer: Interessante Video-Effekte

Die Kamera-App des Samsung Galaxy S9 bietet vielfältige Einstellungsmöglichkeiten nicht nur für Fotos, sondern auch für Videos. Mit dem „Super Slow-Mo“ Modus werden alltägliche Momente zu epischen Erinnerungen. Andersherum werden im „Hyperlapse-Modus“ längere Zeiträume auf wenige Sekunden komprimiert. Möchte man seinen Freunden zum Beispiel ein Video von dem tollen Sonnenuntergang im Urlaub schicken, muss man dafür kein mehrere Minuten umfassendes Video verschicken. Im Zeitraffer-Modus werden die Minuten auf wenige Sekunden verkürzt, was nicht nur interessant aussieht, sondern auch leichter zu teilen und zu konsumieren ist.

Tipp: So funktioniert die Samsung Datenübertragung auf Ihr neues Smartphone.

Augmented Reality: Erstellen Sie Ihr individuelles Emoji

Ein weiteres interessantes Kamera-Feature des Samsung Galaxy S9 ist das „AR Emoji“. Mit der Frontkamera können Sie hier zum Beispiel Ihr eigenes Gesicht einscannen und es anschließend als Avatar über Messenger wie zum Beispiel WhatsApp versenden.

Mit dem Samsung AR-Emoji können Sie sich Ihr digitales Ebenbild in Comic-Form erstellen.

Die Kamera des Samsung Galaxy S9 bietet eine ganze Reihe an spannenden Einstellungsmöglichkeiten und unterschiedlichen Modi. Welche Funktion finden Sie am interessantesten?
Fotos: Salomé Weber, 1&1
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