In der letzten Woche hat sich die Berliner Fotografin Mina B. (bearlin_pix) mit dem Samsung Galaxy S7 auf die Suche nach ihren Lieblingsfotospots in Berlin begeben. Herausgekommen ist eine Serie mit fünf inspirierenden Foto-Tipps für die Hauptstadt. In diesem Beitrag haben wir Mina sechs Fragen rund um das Thema Smartphonefotografie gestellt und ihre Tipps - die sie ursprünglich auf unserem Instagram-Kanal geteilt hat - noch einmal zusammengefasst.

Hallo Mina, vielen Dank, dass du dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Auf deinem Instagram-Account hast du bereits über 500 Fotos hochgeladen. Kannst du dich noch daran erinnern, wie du zur Fotografie gefunden hast?

Mina B.: Die Film- und Fernsehbranche spielt in meinem Elternhaus eine wichtige Rolle, so dass ich schon früh an Themen wie Bildsprache oder -aufteilung herangeführt wurde. Durch einen Zeitungsbericht über die Verwendung von Smartphone-Fotos in der Kriegsberichterstattung wurde ich vor 2,5 Jahren auf die Mobile Photography aufmerksam. Ich experimentierte ein paar Wochen mit meinem ersten Smartphone herum und meldete mich schließlich bei Instagram an. Dort bekommt man jeden Tag eine Vielzahl von großartigen Aufnahmen aus aller Welt zu sehen und kann sich mit anderen Fotografen über Equipment, Bildbearbeitung oder Fotoreisen austauschen, was ich als große Bereicherung meines eigenen kreativen Schaffens erlebe.

Was fotografierst du am liebsten?

Mina B.: Am liebsten fotografiere ich auf Reisen. Vorab recherchiere ich, was ich alles besichtigen und erleben möchte, so dass sich ungefähr abschätzen lässt, welche fotografischen Themen dominieren werden. Vorort lasse ich mich dann allerdings von Land und Leuten, Fauna und Flora, Regen und Sonnenschein inspirieren. Generell versuche ich, mit einem aufmerksamen, wachen Blick meine Umwelt zu beobachten und spontan besondere Momente einzufangen. Natürlich gehört dazu auch eine gewisse Portion Glück. Mich kann aber auch ein Berliner Klassiker wie die Oberbaumbrücke begeistern, genauso wie ein lost place oder eine arrangierte Szene mit befreundeten Instagramern.

Auf deinem Instagram-Kanal @bearlin_pix zeigst du in erster Linie Fotos aus Berlin – was bedeutet die Stadt für dich?

Mina B.: Ich lebe nun seit 14 Jahren in Berlin und noch immer entdecke ich wöchentlich Neues, Unbekanntes und bin fasziniert von der Geschichte dieser Stadt. Ich liebe die Abwechslung und die Freiheit, die Berlin bietet. Eben noch im Getümmel einer von Tausenden Touristen besuchten Metropole ist man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in kurzer Zeit in einer dörflichen Umgebung, im Grünen oder am Wasser.

Mit welchen Smartphone fotografierst du?

Mina B.: In dieser Hinsicht bin ich nicht festgelegt. Ich probiere gern verschiedene Modelle aus, aber natürlich ist eine gute Kamera im Smartphone für mich durchaus kaufentscheidend. Zurzeit fotografiere ich mit dem Samsung Galaxy S7.

Welche Tipps kannst du unseren Lesern geben, die ihre Reichweite auf Instagram steigern möchten?

Mina B.: Man sollte sich beim Anlegen eines eigenen Instagram-Accounts überlegen, wen man warum mit seinen Bildern erreichen möchte. Regelmäßiges Posten und Verwenden von thematisch passenden Hashtags sind auch hilfreich, um zum Beispiel durch Features und Shoutouts einen größeren Personenkreis zu erreichen. Vor allem aber sollte nicht vergessen werden, dass Instagram eine Socialmedia-Plattform mit einer sehr aktiven Community ist. Man darf nicht davor zurückscheuen, Kontakt zu fremden Usern aufzunehmen, Fragen zu stellen und zu Fotowalks, Instameets oder anderen Veranstaltungen zu gehen. Nach meiner Erfahrung ergeben sich dadurch tolle, interessante Kontakte in die ganze Welt. Und diese realen Freundschaften sollten letztlich mehr wert sein als Like- und Followerzahlen.

Finden demnächst Instawalks bzw. Fotowalks oder andere interessante Veranstaltungen für fotobegeisterte Menschen in Berlin statt, die du weiterempfehlen kannst?

Mina B.: In der kalten, dunklen Jahreszeit finden natürlich weniger offizielle Fotowalks statt als in den Sommermonaten. Wer im neuen Jahr an einer Tour durch Berliner Stadtteile, Museen oder andere interessante locations für Instagramer teilnehmen möchte, der sollte auf entsprechende Ankündigungen bei @visit_berlin oder @mobilephotography_de  achten. Auch finden immer wieder Instameets mittwochs in Berlin statt. Für 2017 plane ich selbst, zusammen mit @meike_aus_berlin und @gregorklar, für alte und neue Fans von Berlin einige schöne Fotowalks zu organisieren. Es bleibt also spannend!

Vielen Dank für das Interview Mina!

Hier haben wir noch einmal die vier Berliner Lieblingsfotospots von Mina B. zusammengefasst:

Tipp 1: Die Spree

An der Spree @bearlin_pix (c) Mina B.

(c) Mina B. @bearlin_pix

Berlin ist laut, frei, frech, schmuddelig, bunt und vielfältig. Mein Bearlin kann aber auch anders: ruhig, besinnlich, bildhübsch und fast ein bisschen kitschig. Besonders die Gegend zwischen Treptower Park, Rummelsburg und Plänterwald eignet sich für eine Auszeit vom Großstadtjungle: Wasser und Boote, Inseln und Promenaden, joggende Menschen und tobende Hunde ... und zu jeder Jahreszeit ein lohnendes Stadt-Natur-Motiv.
Also unbedingt demnächst einen Spaziergang an der Spree einplanen!

Foto und Text von Mina B. @bearlin_pix | fotografiert mit dem Samsung Galaxy S7

Tipp 2: U-Bahnhöfe

BVG @bearlin_pix (c) Mina B.

(c) Mina B. @bearlin_pix

Berlin ohne öffentliche Verkehrsmittel – undenkbar. Eine Milliarde Fahrgäste beförderte allein die BVG im letzten Jahr mit Bussen, Straßenbahnen, Fähren und U-Bahnen. Die 6452 Bushaltestellen sind vielleicht nicht die fotogensten, einige der 173 U-Bahnhöfe dafür umso mehr.
Ob einfahrende Züge, amüsante Fahrgastmomente, geometrische Linien und Kacheln – hier findet jeder ein Motiv. Mir gefallen besonders der HeidelbergerPlatz mit seinen pompösen Lampen (U3), die „tierische“ Hermannstraße (U8) und die bunte Paradestraße (U6).

Foto und Text von @bearlin_pix | fotografiert mit dem Samsung Galaxy S7

Tipp 3: Körnerpark in Neuköln

Körnerpark @bearlin_pix (c) Mina B.

(c) Mina B. @bearlin_pix

Du wohnst in Neukölln? Traust du dich da im Dunkeln auf die Straße?“ – So reagieren nicht selten Nicht-Berliner, wenn sie von meinem Kiez hören. Doch Neukölln ist nicht nur laut, kriminell und ein sozialer Brennpunkt. Es gibt z.B. den Körnerpark – eine kleine, Schlosspark ähnliche Anlage zwischen Hermannstraße und Karl-Marx-Straße. Hier lässt sich das fröhliche Multikulti Neuköllns bei frischem, leckerem Baklava herrlich beobachten und genießen.

Foto und Text von @bearlin_pix | fotografiert mit dem Samsung Galaxy S7

 

Tipp 4: Eine Fahrt mit Berlins ältester U-Bahn-Linie U1

Oberbaumbrücke @bearlin_pix (c) Mina B.

(c) Mina B. @bearlin_pix

#thatoberbaumbridgeagain – wer kennt nicht die schönste Brücke Berlins? Seit 1896 verbindet die Oberbaumbrücke die Bezirke Friedrichshain und Kreuzberg. Nach starker Beschädigung Ende des Zweiten Weltkriegs war sie trauriger Bestandteil der Grenzanlage zwischen Ost- und Westberlin. Heute ist das Gebiet zwischen Schlesisches Tor und Warschauer Straße besonders bei jungen Touristen und Nachtschwärmern beliebt, doch eine Fahrt mit Berlins ältester U-Bahnlinie (U 1) über die Spree sollte jeder erlebt haben. Wer mehr über diesen historisch bedeutsamen Ort erfahren will, dem ist ein Besuch des @thewallmuseum und der Eastside Gallery zu empfehlen – inklusive diesem herrlichen Ausblick, egal zu welcher Tageszeit!