Wie Sie ein Do-It-Yourself Lichtzelt erstellen und einsetzen

Written by Thomas Kragelund, CEO and founder of Pixelz

Lichtzelte sind für Produkt-Fotografen äußerst wertvoll. Egal, ob Sie diesen unverzichtbaren Teil Ihrer Ausrüstung nun kaufen oder aus Haushaltsgegenständen selbst bauen – Sie benötigen definitiv ein oder zwei dieser Lichtwürfel in Ihrem Fotostudio. Denn mit diesem DIY-Kniff können Sie Ihre Produktfotografie erheblich aufwerten.

Es gibt viel01_stuff_lightboxe Leuchtwürfel auf dem Markt, deren Preise von knapp unter 30 Euro bis um die 100 Euro reichen. Doch nicht jeder kann sich ständig neues Equipment leisten. Ein beschränktes Budget ist jedoch kein unüberwindbares Hindernis: Sie können dieses Problem ganz einfach umgehen, in dem Sie aus Alltagsgegenständen, die sowieso bei Ihnen herum liegen, Ihr eigenes Lichtzelt bauen.

Mit dieser Anleitung können Sie Ihre eigene Softbox bauen und Ihre Produkte gleichmäßig ausleuchten!

1. Benötigte Materialien

  • Box: Wählen Sie die Größe so, dass Ihre Produkte bequem hinein passen. Ist genug Platz, dass man das gesamte Produkt sehen kann, wenn es sich in der Box befindet? Bietet die Box ausreichend Freiraum an allen Seiten des Produkts?
  • Allzweckmesser: Nutzen Sie ein stabiles Allzweckmesser, um die Materialien zuzuschneiden.
  • Papier: Sie benötigen eine Rolle weißes Papier oder Pergamentpapier, um die Außenwände und die Innenwölbung des Lichtzelts zu konstruieren. Dadurch fällt das Licht besser in die Box ein und wird Ihr Produkt und den Hintergrund sanft ausleuchten.
  • Klebeband: Zum Fixieren der Box und des Papiers innen wie außen.
  • Kugelschreiber oder Bleistift: Für Markierungen an der Box.
  • Lineal oder Maßband: Achten Sie darauf, genau zu messen, um den Leuchtkasten richtig zu konstruieren.
  • Richtlineal: Als Ergänzung zu den Schreib- und Messwerkzeugen, um sicherzustellen, dass Linien und Markierungen gerade sind.

2. Leuchtkasten bauen

Lassen Sie eine Seite der Box geschlossen bzw. kleben Sie diese zu (1). Diese dient als Rückseite Ihres Lichtwürfels. Schneiden Sie die Klappen an den offenen Seiten weg (2), sodass die Box oben glatt ist (3).

Zeichnen Sie auf den drei verbleibenden Seiten der Box jeweils ein Rechteck ein (4). Schneiden Sie sorgfältig entlang der Linien (5) und drücken Sie die Rechtecke heraus (6), sodass Sie drei „Fenster“ haben (7).

Pausen Sie nun den Boden Ihrer Box auf die weiße Rolle Papier oder das Pergamentpapier und schneiden Sie einen Papierbogen aus, der in die Box passt (8). Kleben Sie anschließend das Papier auf die innere Rückseite der Box, um Ihren Hintergrund zu erstellen (9). Umwickeln Sie die Seiten der Box mit Papier, um die „Fenster” zu bedecken (10). Kleben Sie die Enden fest, damit das Papier nicht verrutscht. Es sollte jetzt noch ein Fenster offen sein, durch das Sie fotografieren können. Der Rest der Box sollte innen und außen mit weißem Papier bedeckt sein (11).

3. Den Leuchtkasten benutzen

Um den Lichtwürfel zu verwenden, platzieren Sie Ihr Produkt mittig in der Box und stellen Sie die Kamera so ein, dass sie direkt durch das offene Fenster fotografieren können. Egal, ob Sie natürliches oder künstliches Licht verwenden – Sie werden sehen, dass das Licht sanft durch das Papier hindurch einfällt und Ihr Produkt von allen Seiten gleichmäßig ausleuchtet.

Wenn Sie mit natürlichem Licht arbeiten, positionieren Sie die Box so, dass sich ein Fenster entweder links oder rechts der Box befindet, oder aber so, dass das Licht gleichmäßig von beiden Seiten hereinströmen kann. Einen ähnlichen Ansatz sollten Sie auch bei künstlichem Licht wählen. Sie können auch versuchen, drei Lampen einzusetzen – eine an jeder Seite und eine oberhalb des Ensembles.

Fotografieren Sie das Produkt doch einmal ohne und einmal mit Einsatz der Box – dann können Sie den Effekt der Box gut erkennen. Hier ist ein Beispiel von vorher (links) und nachher (rechts).

Auch wenn das Bild, das ohne Leuchtkasten aufgenommen wurde, heller erscheint, wirkt das Licht auf dem Produkt kontrastreich und hart. Auf dem Bild, das mit Leuchtkasten fotografiert wurde, ist das Licht dagegen weich und schmeichelnd.

15_finalproduct_lightboxNachdem Sie Ihre Produkte in Ihrem neuen, selbstgemachten Leuchtkasten fotografiert haben, können Sie sie nun selbst bearbeiten und für die Verwendung im Internet aufbereiten. Oder aber Sie senden die Bilder an uns bei Pixelz – wir bearbeiten sie für Sie professionell wie auf diesem Beispiel.

Sie sehen: Der Einsatz eines einfachen DIY Leuchtkastens macht Produktfotografie unglaublich einfach – und ist gleichzeitig eine tolle Möglichkeit, ein einheitliches „Look & Feel“ bei Bildern von verschiedenen Produkte zu erzeugen.

Über den Autor

thomas_kragelundThomas Kragelund ist CEO und Gründer von Pixelz, einem der führenden Anbieter für Onlinehändler, Blogger, Designer, Fotografen und Webseitenbetreiber weltweit, wenn es um die gezielte Nachbearbeitung von Produktbildern geht. Kragelund vefügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung im E-Commerce.

Kategorie: E-Business | Tipps
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