Gehören Sie auch zu den 50 % der deutschen Internetnutzer, die mehrmals pro Woche soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter aufsuchen? Die Zahl zeigt, dass Social Media inzwischen aus dem Alltag der meisten Menschen nicht mehr wegzudenken ist. Diese Beliebtheit machen sich viele große Unternehmen zu Nutze, indem sie eine eigene Markenseite betreiben und so im ständigen Kontakt und Austausch mit ihren „Fans“ oder „Followern“ stehen.

Aber auch für kleinere Geschäfte und Unternehmen lohnt sich die Präsenz in sozialen Netzwerken. Aktuelle Angebote, neue Produkte oder auch interessante Events lassen sich mit nur wenigen Klicks veröffentlichen und so in der eigenen Community verbreiten. Leider kann bei dem Versuch, so die eigene Marke zu stärken, auch einiges schief gehen. In dieser Blogreihe geben wir Ihnen deshalb wertvolle Tipps, wie Sie die beliebtesten sozialen Netzwerke Twitter und Facebook erfolgreich für das eigene Unternehmen nutzen.

Bevor Sie jedoch loslegen und sich Ihre eigenen Social Media-Accounts erstellen, sollten Sie gründlich darüber nachdenken, ob dies für Ihr Unternehmen sinnvoll ist und Sie die Ressourcen haben, die Profile zu betreuen. Nur mit der Erstellung der Seiten ist es nämlich nicht getan. Ihre Accounts müssen regelmäßig aktualisiert und gepflegt werden, um Ihrer Community einen Mehrwert zu bieten. Wenn Sie also von vorn herein wissen, dass Sie – oder Ihr Team – nicht genug Zeit aufbringen können und möchten, um sich um soziale Netzwerke zu kümmern, lassen Sie besser die Finger davon. Denn eine bewusste Entscheidung gegen eine eigene Präsenz in sozialen Netzwerken ist besser, als eine halbherzige dafür.

Welche Inhalte eignen sich zum Posten?

Gepostete Inhalte müssen eine gewisse Relevanz für den Leser haben. Fragen Sie sich daher vor dem Posten immer: Was hat meine Community von diesem Beitrag? Erfährt sie etwas Neues und Interessantes? Das kann zum Beispiel ein frisch eingetroffenes Produkt sein, der oder die neue Auszubildende, Ihre Aktivitäten auf einer Messe oder spannende und aktuelle Angebote. Nur, wenn das gegeben ist, sollte der Beitrag auch gepostet werden. Ansonsten werden sich Ihre Leser sehr schnell langweilen. Achten Sie zudem darauf, dass Sie eine gute Mischung wählen zwischen Produktnews und Einblicken in Ihr Unternehmen. Auch ein Artikel aus einem (Fach-)Medium, der Entwicklungen und Trends aus Ihrer Branche beschreibt, lohnt sich zu teilen.

Außerdem ist es wichtig, keine zu langen Beiträge zu veröffentlichen. Bei Twitter ist dieses Problem durch die Begrenzung auf 140 Zeichen von vornherein nicht gegeben. Bei Facebook sind der Textlänge  aber theoretisch kaum Grenzen gesetzt, denn das Zeichenlimit liegt hier bei über 60.000 Zeichen. Hier gilt also die Devise: Keep it short and simple. Vermeiden Sie zu ausführliche Texte und verfassen Sie lieber kurze Posts, in denen Sie ohne Umschweife auf den Punkt kommen.

Übrigens: Beiträge mit Bildern erhalten eine weitaus positivere Resonanz als Beiträge ohne Bilder. Wenn Sie also passende Fotos zu Ihren Posts zur Hand haben, sollten Sie diese verwenden. Achten Sie allerdings auf die Bildrechte. Wenn Sie das Foto selbst geschossen haben, ist das recht unkompliziert. Hier müssen Sie lediglich die abgebildeten Personen um Erlaubnis fragen, das Bild veröffentlichen zu dürfen. Bei Bildern aus dem Internet muss erst der Ersteller des Bildes um Erlaubnis gebeten werden. Je nachdem, welche Bedingungen er für die Veröffentlichung stellt, (Verweis auf den Ersteller, Verlinkung auf dessen Homepage, etc.) müssen diese unbedingt eingehalten werden. Ansonsten kann das rechtliche Folgen für Sie haben. Wenn Sie noch mehr zum Thema Bildrechte wissen möchten, können Sie sich diesem Beitrag im 1&1 Digital Guide ansehen. Alternativ können Sie auch Bilder aus kostenfreien Bilddatenbanken nutzen, um Ihre Beiträge aufzuwerten. Welche Datenbanken sich dafür besonders gut eignen und was es hier zu beachten gilt, erfahren Sie hier.

Welcher Schreibstil ist passend?

Wichtig: Verstellen Sie sich nicht! Sind Sie Anwalt und pflegen auch sonst eher einen förmlichen Umgang mit Kunden und Geschäftspartnern? Dann behalten Sie diesen auch auf Facebook und Co. bei. Nur weil es soziale Netzwerke sind, heißt das nicht, dass Sie nicht professionell auftreten können und zwangsweise auf „hipp und cool“ machen müssen. Auch das Siezen der Community ist vollkommen legitim. Betreiben Sie ein junges und dynamisches Start-up, kann der Umgang mit Ihrer Community auch etwas lockerer sein. Duzen und alltäglichere Sprache ist in diesem Fall kein Tabu.
Es ist also entscheidend, dass Sie den Ton in Ihren sozialen Netzwerken Ihrem Unternehmen anpassen. Ob dieser nun förmlich oder locker ist – Hauptsache, Sie bleiben dabei professionell.

Im nächsten Teil unserer Serie erfahren Sie, wann der beste Zeitpunkt zum Posten ist und wie Sie mit negativen Kommentaren auf Ihren Kanälen umgehen können. Sie kennen sich mit den genutzten Begrifflichkeiten noch nicht so gut aus? Wir helfen Ihnen in diesem Artikel dabei, die Grundbegriffe zu verstehen.

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