Update 27.09.2021: Aktuell haben laut dslweb.de fast 90 Prozent aller deutschen Haushalte die Möglichkeit, einen VDSL-Anschluss 50 zu buchen. Die Zahl der ADSL-Internetanschlüsse geht einhergehend damit stetig zurück. Doch worin liegen eigentlich die Unterschiede zwischen einem ADSL- und einem VDSL-Internetanschluss und welche Vorteile bringen die schnelleren VDSL-Geschwindigkeiten?

Was steckt hinter dem Begriff ADSL?

 

Mit ADSL („Asymmetric Digital Subscriber Line“) ist eine DSL-Variante gemeint, die in erster Linie über Kupferkabel der Telefonleitungen übertragen wird. Die Technik wird als asymmetrisch bezeichnet, weil die Datenübertragungsrate ungleich ist: Die Empfangsgeschwindigkeit ist höher als die Upload-Rate. Dabei werden mit einem ADSL-Anschluss maximale Download-Geschwindigkeiten von 16 MBit/s erreicht; Uploads lassen sich mit etwa 1 MBit/s realisieren.

Die Nachteile eines ADSL-Anschlusses

 

Die Datenübertragung durch Kupferkabel bringt neben den vergleichsweise langsamen Geschwindigkeiten unterschiedliche Probleme mit sich: Zum Beispiel verschlechtert sich – vereinfacht gesagt – die Signalqualität bei zunehmender Entfernung vom Verteilerkasten. Das heißt der Download von Daten kann unter Umständen langsamer erfolgen als von Ihrem Internet-Anbieter angegeben. Deshalb wird oft auch von maximalen Down- und Upload-Geschwindigkeiten gesprochen. Auch die parallele Nutzung mehrerer mobiler Endgeräte über einen ADSL-Anschluss gestaltet sich aufgrund der geringeren Übertragungsgeschwindigkeiten schwierig. Das sich mehrere Personen einen ADSL-Anschluss teilen und gleichzeitig Serien streamen oder sich bei YouTube Videos in hoher Auflösung ansehen wollen ist in der Regel nicht möglich.

Was ist ein VDSL-Anschluss und wie funktioniert er?

 

Die Abkürzung VDSL steht für Very High Speed Digital Subscriber Line und beschreibt eine DSL-Technik mit besonders hohen Übertragungsraten. Im Vergleich zu ADSL, das ausschließlich über Kupferkabel übertragen wird, kommt bei VDSL eine Kombination aus Kupfer- und Glasfaserkabeln zum Einsatz: Bis zum Verteilerkasten sind Glasfaserkabel verlegt und erst von dort bis zum Hausanschluss werden dann die alten Kupferleitungen genutzt. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass ein VDSL-Internetzugang eine schnellere Geschwindigkeit bietet als ein ADSL-Anschluss.

Zusätzliches Speed-Upgrade durch Vectoring-Technologie

 

Vectoring ermöglicht Geschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s

Quelle: iStock

Der Einsatz der sogenannten Vectoring-Technologie sorgt bei VDSL-Leitungen für ein zusätzliches Speed-Upgrade. Durch eine spezielle Kanalkodierung werden elektromagnetische Störungen aus der Leitung gefiltert. Dadurch sind Datenübertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 250 MBits/s im Download möglich. Uploads werden im Vergleich zu „normalem“ VDSL vervierfacht auf maximal 40 MBits/.

Die Nutzungsmöglichkeiten von VDSL-Internetanschlüssen

 

Quelle: GettyImages

Wenn Sie einen VDSL-Anschluss nutzen, können Sie unterschiedliche Dienste mit mehreren Endgeräten , ohne dass Sie dabei Qualitätseinbußen hinnehmen müssen. So können Sie zum Beispiel im Home-Office arbeiten während andere Familienmitglieder oder WG-Mitbewohner per IP-TV in HD-Qualität fernsehen. Die Verbindung bleibt stets stabil, Filme werden in Sekundenschnelle in voller Auflösung geladen und selbst beim Download von großen Datenmengen gibt es nur sehr kurze Wartezeiten.

Ausblick: Wie geht es weiter?

 

Aktuell steht für die Mehrheit der Haushalte in Deutschland bereits ein VDSL-Anschluss bereit. Welche Geschwindigkeiten an Ihrer Andresse genau verfügbar sind, können Sie mit Hilfe des DSL-Checks mit wenigen Klicks herausfinden. Perspektivisch forcieren die Internet-Anbieter mittlerweile den Glasfaser-Ausbau, um noch schnellere Geschwindigkeiten von rund 1.000 Mbit/s bereitstellen zu können.

 

Tipp
Sie sind auf der Suche nach einem schnellen DSL-Tarif? Schauen Sie gleich im Shop von 1&1 vorbei: Dort gibt es DSL-Tarife mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten im Down- und Upload – sowohl für Wenig-Nutzer als auch für die Großfamilie, die das heimische WLAN mit mehreren Geräten gleichzeitig stark beansprucht.