Musik machen mit dem Tablet Teil 2: Unterwegs professionell Beats basteln

Musik machen auf dem Tablet mit iMASCHINE

Drums programmieren, Melodien einspielen oder Gesang aufnehmen – am liebsten wollt ihr eure eigenen Tracks immer und überall komponieren. Im zweiten Teil von „Musik machen mit dem Tablet“ stellen wir euch Apps für die Musikproduktion vor, mit denen ihr eure Kreativität voll ausleben könnt. So macht ihr aus eurem Tablet ein Studio im Taschenformat.

Professionell Musik machen auf dem Tablet mit iMASCHINE

Ihr habt vier Kanäle zur Verfügung, die ihre mit einem MPC-Pad, einem Keyboard oder einem Aufnahmemodul belegen könnt.

Die iOS-App „iMASCHINE“ trägt den Untertitel „A Groove Sketchbook“ und entsprechend will die kleine Sequenzer-App des namhaften Musik-Software-und-Hardware-Herstellers Native Instruments aus Berlin auch verstanden werden: Als einfaches Werkzeug, um unterwegs Songskizzen anfertigen zu können und um Ideen festzuhalten. iMaschine verfügt über eine regelmäßig erweiterte Sound-Bibliothek mit aktuellen Sounds verschiedenster Instrumente und Drum-Kits, die als In-App-Käufe erworben werden können. Dazu kommt eine einfache und selbsterklärende Sampling-Funktion mit der eigene Samples oder auch ganze Songs direkt aus der iTunes-Bibliothek geladen und bearbeitet werden können. Für eure Songskizze stehen euch vier Kanäle zur Verfügung, die ihre je nach Belieben mit einem Touchpad im MPC-Stil, einem Keyboard oder einem Aufnahmemodul belegen könnt. Auf das MPC-Pad könnt ihr eure Drum-Kits laden und jeden einzelnen Drum-Sound individuell modellieren. Außerdem könnt ihr eure eigenen Samples auf das Pad laden, die ihr im Trigger-Mode anspielen könnt. Im Aufnahme-Modus habt ihr die Möglichkeit, nach und nach eure Skizze auszubauen und bei Bedarf auch einzelne Aufnahmen zu korrigieren. Zusätzlich könnt ihr im Mixer die Lautstärke der einzelnen Kanäle regeln und diese mit Effekten veredeln. Zum Abschluss könnt ihr eure Projekte entweder als MP3 direkt auf Soundcloud exportieren oder als Projekt in die MASCHINE, den großen Studio-Bruder der App, laden. Dort könnt ihr die Skizzen dann zu ganzen Songs ausarbeiten. Ihr könnt iMaschine für 4,99 Euro im Apple App Store herunterladen.

Ein komplett mobiles Ministudio

Seit kurzen gibt es auch eine Nachfolger-App von den Berlinern, die iMASCHINE 2: Die größte Neuerung ist dabei, dass ihr jetzt komplette Songs auf dem Ipad arrangieren könnt. Es steht euch außerdem ein Step Mode für die schrittweise Programmierung eines Beats zur Verfügung. Damit setzt ihr Bassdrum, Snare oder Hihat immer genau an die richtige Stelle. Die Keyboard-Oberfläche verfügt über eine Smart-Play-Funktion. Dadurch werden auf Wunsch automatisch die Tonart, Akkorde oder Arpeggiatoren gespielt. Als zusätzliche Spielerei könnt ihr die einzelnen Pads und Spuren farblich markieren und somit übersichtlicher gestalten. Zuvorkommend bei iMASCHINE 2 ist auch, dass ihr eure Projekte aus iMASCHINE leicht in der neuen App öffnen könnt. So lohnt sich die Anschaffung für 9,99 Euro auch für alle, die bereits die alte App genutzt haben.

Fazit: Bei iMASCHINE steht definitiv der aktive und mobile Charakter im Vordergrund und nicht die Absicht Tracks komplett zu arrangieren. iMASCHINE 2 kommt dem Anspruch eines vollwertigen Musikstudios im Hosentaschenformat schon näher und überzeugt durch seine vielen kleinen Neuerungen. Beide Native-Instrument-Apps sind als Erweiterung des Profi-Musikproduktionssystems MASCHINE gedacht und bilden in Kombination mit diesem eine rundum Lösung, die auch für den professionellen Einsatz nicht uninteressant ist.

Kategorie: Netzkultur | Netzwelt
0 Kommentare0