7 Tipps für bessere Urlaubsbilder

Noch ein Bild vom Eiffelturm? Es gibt bestimmte Spots auf der Erde, an denen kann man einfach nicht vorbeigehen, ohne ein Foto zu schießen. Am Ende sehen dann zwar alle Fotos gleich aus – aber egal! Hauptsache man besitzt ein eigenes Bild von der Sehenswürdigkeit eines bestimmten Landes. Mit unseren Tipps möchten wir euch dazu inspirieren, neue Wege zu gehen.

Was macht ein gutes Foto aus?

Ein gutes Foto ist durchdacht. Ihr solltet euch auch Gedanken machen, was ihr zeigen möchtet und wie ihr es zeigen möchtet. Bei diesem Beitrag geht es nicht um das „was”, denn ansprechende Fotomotive werdet ihr in eurem Urlaub mit Sicherheit finden. Dieser Blog-Post fokussiert das „wie” und erlärt euch, wie ihr eure Motive am besten in Szene setzt. Dafür solltet ihr euch folgende Fragen stellen: Wie möchtet ihr das Motiv auf dem Foto platzieren? Wie ist das Größenverhältnis zwischen eurem Motiv und anderen Bildgegenständen? Gibt es Flächen oder Elemente, die den Betrachter stören könnten und wie sind die Lichtverhältnisse?

Der richtige Zeitpunkt

Fotografie –  setzt sich zusammen aus den altgriechischen Wörtern photós, „Licht“ und graphein „schreiben, malen.“ Fotografie bedeutet also so viel wie „Malen mit Licht”. Das Licht ist dementsprechend eines der wesentlichsten Bestandteile der Fotografie. Besonders harmonisch und interessant wirken Fotos, die eine halbe Stunde vor- oder eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang aufgenommen werden. Früh am Morgen oder spät am Abend steht die Sonne tiefer und das Farbspektrum des Lichts liegt im warmen, rötlichen Bereich. Portraitfotos werden zu diesen Tageszeiten besser ausgeleuchtet und Landschafs- oder Makro-Aufnahmen erhalten eine schöne warme Färbung.

Gestaltungsregeln

Zu den wichtigsten Gestaltungsregeln gehört nicht nur die passende Lichtstimmung, sondern auch die Bildkomposition. Ein Foto lässt sich  in eine horizontale, eine vertikale und eine diagonale Achse gliedern. Die Horizontale steht für Raum und Ruhe; die Vertikale steht für Statik, die Diagonale steht für Dynamik und Bewegung. Ihr könnt dieses Wissen nutzen, um euren Bildern mehr Ausdruck zu verleihen. Besonders harmonisch wirken Fotos übrigens, wenn das zentrale Objekt oder der Horizont nicht in der Mitte platziert werden, sondern leicht versetzt im oberen oder unteren Drittel beziehungsweise im rechten oder linken Drittel des Bildes.

Raumillusion

Natürlich vorkommende oder von Menschen erschaffene Linien in der Landschaft oder an Gebäuden könnt ihr nutzen, um eine Raumillusion zu erzielen. Auch der gezielte Einsatz von Schärfe und Unschärfe kann diesen Eindruck deutlich verstärken. Manchmal erfordert die Aufnahme ein wenig Geduld. Zum Beispiel, wenn man darauf wartet, dass das Licht besser oder der Platz vor der Sehenswürdigkeit leerer wird.

Maßstab

Komisch … der Wasserfall sah in der Realität viel größer und imposanter aus als auf dem Foto. Kennt ihr solche ernüchternden Momente beim Durchschauen eurer Urlaubsbilder? Wenn ihr die Größe eines Motivs vermitteln möchtet, müsst ihr Anhaltspunkte bieten, damit der Betrachter einschätzen kann, wie groß oder klein das Objekt war. Am besten geht das, in dem ihr bekannte Dinge (wie zum Beispiel einen Menschen) in Relation zu eurem eigentlichen Motiv setzt. Das menschliche Auge kann die Größenverhältnisse so besser beurteilen.

Alles eine Frage der Perspektive

Geht in die Hocke, legt euch auf den Boden, klettert auf ein Geländer – nehmt ungewöhnliche Perspektiven ein. Denn alles, was neu und ungewöhnlich ist, erzeugt Spannung und hebt euer Bild aus der Masse ab. Ausnahme: Eure Liebsten werden am besten in Szene gesetzt, wenn ihr sie auf Augenhöhe abbildet. Wollt ihr eine Person zierlicher darstellen, nehmt eine leicht erhöhte Position ein. Eine extreme Aufsicht (der Fotograf schaut auf die Person herab) lässt den fotografierten Menschen unterwürfig und verletzlich, eine extreme Untersicht (der Fotograf platziert sich unter der Person) lässt den fotografierten Menschen groß und dominant wirken. Je größer der Höhenunterschied, desto stärker ist die Wirkung.

Vorbereitung

Recherchiert vor eurem Urlaub gründlich, welche Fotomotive es vor Ort gibt. Welche Standpunkte besonders interessante Perspektiven bieten oder wann die Sonne auf- und wieder untergeht. Je mehr Informationen ihr gesammelt habt, desto eher könnt ihr euch auf das Fotografieren konzentrieren. Als Quelle dienen Reiseführer, aber auch Webseiten wie TripAdvisor, Google Maps oder Instagram.

Foto: Salomé Weber

2 Kommentare2
  1. 11. Juni 2015 um 19:18 |

    Nützliche App: Sun Surveyor => bietet Infos zum Sonnenauf- und -untergang. Ebenso zum Sonnenverlauf und die Zeiten der „blauen” und „goldenen Stunde”….

    VG
    Marco

  2. 13. September 2015 um 18:24 |

    Sehr gute Foto-Tipps! Vielen Dank dafür.

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