Android 5.0 Lollipop ausprobiert: Tolle Optik und clevere Funktionen (Teil 1)

Das Rollout der neuen Android-Version 5.0 Lollipop hat vor einigen Wochen begonnen. Nach und nach erhalten immer mehr Smartphones ein Update auf das neueste Android-Betriebssystem von Google. Ich habe die Gelegenheit genutzt und mir die wesentlichen Änderungen einmal genauer angeschaut. Seit knapp zwei Jahren begleitet mich die Android-Version 4.1.2 und der Gedanke, endlich einmal ein neueres Betriebssystem zu nutzen, ist mir schon öfters gekommen. Wie gut Android 5.0 bei mir ankam und welches meine Top 5 Features sind, erfahrt ihr hier. Im ersten Teil geht es heute um das Design und die neue Entsperrfunktion „Smart Lock“. Im zweiten Teil erfahrt ihr morgen dann mehr über die überarbeiteten Benachrichtigungen, den Energiesparmodus und die neuen Foto-Features.

Schickes „Material Design“

002Helle, frische Farben, flache Icons und neue Buttons: Android 5.0 kommt mit einer neu designten Benutzeroberfläche daher. So setzt Google nun auf einfache, geometrische Symbole und verabschiedet sich von altbewährten Zeichen wie dem Haus, das bislang die Home-Taste darstellte. Der Startbildschirm lässt sich nun über das Kreis-Symbol anwählen, das Quadrat öffnet die Multitasking-Ansicht und einen Schritt zurück gelangt man über das Dreiecks-Symbol.

Auch die Multitasking-Ansicht wurde optisch überarbeitet. Das neue Design 006erinnert an einen Karteikasten, in dem die einzelnen, übereinander gestapelten Karteikarten durchblättert werden können. Beendet werden die Apps wie gewohnt mit einem Wisch nach links oder rechts, alternativ mit einem Tipp auf das Schließen-Kreuz in der oberen rechten Ecke. Um einen einheitlichen Look zu gestalten, hat Google das sogenannte Material Design auch auf seine eigenen Android-Apps wie Gmail oder Hangouts übertragen. Das Interface steht außerdem auch für Drittentwickler offen, so dass immer mehr Apps folgen werden, die sich nahtlos in das neue Android-Design einreihen. Für die Optik erhält Android 5.0 ein großes Plus von mir. Das Design ist klar, intuitiv, übersichtlich und trifft genau meinen Geschmack.

„Smart Lock“ und einfache Nutzerverwaltung

008Eine Code- oder Mustersperre auf dem Smartphone mag vor Fremdzugriff schützen, ich persönlich finde das ständige Entsperren aber eher lästig. Mit „Smart Lock“ bietet Google nun die Möglichkeit, die Sperre für ausgewählte Orte und Geräte, etwa einer Smartwatch mit Android Wear, aufzuheben. Ich habe den Test gemacht und konnte mich davon überzeugen, wie praktisch diese Funktion ist. Mein Büro habe ich einfach als vertrauenswürdigen Ort angegeben und schon gehörte das nervige Entsperren der Vergangenheit an. Sobald ich mich etwa 100 Meter vom Gebäude entfernt hatte, wurde die Display-Sperre wieder aktiviert. Auch das Entsperren via Gesichtserkennung klappt problemlos.

Android 5.0 bietet zudem die Option, mehrere Nutzerprofile anzulegen. Auf diese Weise können andere Personen das Smartphone nutzen, ohne auf die privaten E-Mails oder Fotos des Besitzers zugreifen zu können. Diese Funktion ist vor allem ideal für Eltern, die ihren Kindern nur beschränkten Zugriff auf Apps und Dienste gewähren wollen.

Mein Zwischenfazit: Das neue, farbenfrohe und durchgängige Design gefällt mir ausgesprochen gut. Hinzu kommt eine clevere Funktion, die mir das nervige Entsperren erspart, während ich zu Hause auf dem Sofa sitze, und mein Smartphone aber unterwegs trotzdem vor Fremdzugriff schützt. Ich muss zugeben: Auf mein altes Smartphone möchte ich nur äußerst ungern wieder wechseln. Morgen stelle ich euch dann im zweiten Teil des Testberichts meine verbliebenen Top 3 der Android 5.0 Features vor.

Kategorie: Mobil Surfen | Produkte
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