Letzte Woche erreichte uns die Motorola Moto 360, die wohl aktuell schickste Smartwatch auf dem Markt. Denn als Motorola das edle Stück im März 2014 vorgestellt hat, staunten einige Experten nicht schlecht. Der amerikanische Konzern brachte das erste runde Display auf den Wearable-Markt. Eine Woche habe ich die Uhr nun für euch testen können und muss sagen, ich gebe sie ungern wieder her.

Design und Verarbeitung

Die Moto 360 ist für meinen Geschmack die aktuell schönste Smartwatch auf den Markt, da sie sich dezent und unauffällig am Handgelenk tragen lässt. Denn mit 49 Gramm inklusive Lederarmband ist sie im Vergleich zu meiner alltäglichen Uhr mit Metallarmband ein Fliegengewicht. Das klassische Edelstahlgehäuse, welches eine physische Taste am rechten Rand besitzt, sowie das hochwertige Lederarmband machen einen stimmigen Eindruck und zeugen von der hochwertigen Verarbeitung. Weiterhin hat Motorola das Gehäuse nach IP67 wassergeschützt konstruiert, wie es sich für eine Uhr gehört. Insgesamt hat man bei der Moto 360 zum ersten Mal bei einer Smartwatch wirklich das Gefühl eine echte Uhr zu tragen. Das zeigt sich folgerichtig auch im Alltag.  Entgegen des bisher meist rechteckigen Designs, fällt das Modell von Motorola den Mitmenschen kaum auf und fragende Blicke sind eher selten.

Features und Performance

Praktische Gadgets direkt am Handgelenk

Praktische Gadgets direkt am Handgelenk

Die Features sind vollständig. So lässt es sich zum aktuellen Zeitpunkt einfach beschreiben. Motorola macht an dieser Stelle nichts falsch, da bahnbrechende Neuerungen auf sich warten lassen. Den Punkt darf  aber nicht den Herstellern ausschließlich ankreiden, denn die bisherigen Modelle setzen überwiegend auf Android-Wear, das Google-Betriebssystem für Wearables. Hier wird sich mit dem angestoßenen Release von Android 5.0 in den nächsten Wochen und Monaten wieder einiges verändern. Motorola bietet neben den bekannten Google Now-Funktionen eigene Fitness-Apps. Die mitgelieferten Erweiterungen zeichnen Schritte, Herzfrequenz und Kalorien-Verbrauch (näherungsweise) auf.

Die Google Now-Dienste für Android Wear.

Die erwähnten Google Now-Dienste funktionieren über die Sprachsteuerung und Synchronisation mit dem Smartphone flüssig und erstaunlich gut. Insbesondere die Spracherkennung läuft dank der zwei verbauten Mikrophone sehr präzise. Ihr könnt in aller Ruhe SMS, Notizen oder Erinnerungen diktieren, ohne das Gerät in penibelstem Hochdeutsch anschreien zu müssen – und eben ohne das Smartphone aus der Tasche zu nehmen. Die Moto 360 macht durch die Vernetzung mit eurem Android-Handy viele Dinge komfortabler. Der schnelle Blick aufs Wetter, der neuste Tweet oder die Navigation zum nächsten Restaurant – all diese Dinge wandern an euer Handgelenk und werden per Kommando ausgeführt.

Der Akku

Motorola hat pünktlich zur Markteinführung in Sachen Software nachgebessert und das mit Erfolg. Nach dem Update hält der 320mAh-Akku bei durchschnittlicher Nutzung circa 24 Stunden. Danach legt man sie bequem auf die mitgelieferte Ladeschale. Über Induktion ist der Akku in weniger als einer Stunde vollständig geladen. Nettes Gimmick: Sobald die Smartwatch lädt, schaltet sie automatisch auf den Nachtmodus um. Ihr seht den Ladezustand und die Uhrzeit auf dem gedimmten Display und habt somit eine schicke Nacht-Uhr neben dem Bett.

Mein Fazit: Die Motorola Moto 360 hat aus Feature-Sicht zwar keine großen Innovationen im Gepäck, aber unter dem Aspekt, was OS-bedingt möglich ist, habt ihr zurzeit alles mit an Bord. Der große Vorteil liegt beim edlen Design und der grandios guten Verarbeitung. Das Lederarmband lässt sich sehr komfortabel über längere Zeit tragen. Wer wie ich mehr Gefallen an Metallarmbändern hat, den kann ich beruhigen. Die Bänder sind austauschbar und Motorola hat bereits verschiedene Variationen für Europa angekündigt. Eine insgesamt sehr gelungene Smartwatch.

Tipp: Die Motorola Moto 360 gibt es aktuell in Verbindung mit der 1&1 All-Net-Flat (ab 19,99 Euro/Monat) für 199,99 Euro einmalig bequem zu vielen Android Smartphones dazu.