Vorsicht vor gefälschten E-Mails: So sind sie zu erkennen

Screenshot einer aktuellen Phishing-Mail

Screenshot einer aktuellen Phishing-Mail

Aktuell sind wieder gefälschte E-Mails im Umlauf, deren Absender sich fälschlicherweise als 1&1 ausgeben. Immer wieder versuchen Internetkriminelle so, an private Daten der Internetnutzer zu gelangen oder Schadsoftware zu verbreiten. Auch E-Mail-Anhänge können dabei eine Gefahrenquelle sein. Internetkriminelle nutzen dazu oft die Namen großer Unternehmen oder Institutionen, um einen möglichst vertrauenswürdigen Eindruck zu erwecken.

In den gefälschten E-Mails, die momentan im Umlauf sind, erwecken die Internetkriminellen den Eindruck, der Kunde hätte eine Mahnung erhalten. Diese E-Mails werden automatisiert an willkürlich ausgewählte Empfänger versandt, so dass auch tatsächliche 1&1-Kunden davon betroffen sein können. Eine Übersicht über aktuelle Phishing-Warnungen findet ihr zum Beispiel bei den Verbraucherzentralen.

Viele Phishing-Mails oder Mails, die Schadsoftware verbreiten sollen, lassen sich schnell identifizieren. Die Cyberkriminellen gehen aber immer professioneller vor. Hier geben wir euch einige Hinweise, wie ihr gefälschte E-Mails erkennen könnt:

  • In gefälschten E-Mails finden sich oft Grammatik- oder Rechtschreibfehler. In einer früheren Phishing-Mail wurden zum Beispiel alle Umlaute wie „ä“ oder „ü“ durch „a“,„u“, etc. ersetzt. Auch bei Datumsangaben machen die Internetkriminellen häufig Fehler.
  • Stimmen die Angaben über das Unternehmen, von dem die Mail zu kommen scheint? In einer älteren Phishing-Mail war zum Beispiel abwechselnd von „1&1“ und „1und1“ die Rede, die richtigen Firmennamen „1&1 Internet AG“ bzw. „1&1 Telecom GmbH“ wurden nicht verwendet. Bei einer anderen wurde für unseren Firmensitz in Montabaur in Rheinland-Pfalz eine Postleitzahl aus Norddeutschland (beginnend mit einer „2“) angegeben.
  • Wir sprechen euch mit eurem Namen an und nennen in offiziellen Schreiben zu euren Verträgen eure Kundennummer. Bei Phishing-Mails fehlen diese Angaben in der Regel oder sind falsch. Kunden- und Rechnungsnummern werden oft durch zu kurze oder zu lange Fantasie-Nummern ersetzt. Prüft daher alle persönlichen Angaben auf ihre Richtigkeit.
  • Wenn ihr mehrere E-Mail-Adressen nutzt: Erhaltet ihr die E-Mail an die Adresse, die ihr beim Unternehmen als Kontakt angegeben habt, oder nicht? In der Regel hat ein Unternehmen eine spezifische E-Mail-Adresse von euch gespeichert. Wenn ihr eine E-Mail an eine Adresse bekommt, die einem Unternehmen gar nicht bekannt ist, solltet ihr auf jeden Fall misstrauisch werden.
  • Der sichere Weg und offizielle Weg zu euren 1&1-Verträgen und Daten ist das 1&1 Control-Center unter: http://www.1und1.de/login

Solltet ihr eine verdächtige E-Mail erhalten, die aus den Mail-Systemen von 1&1, GMX oder WEB.DE zu stammen scheint, bitten wir um eure Mithilfe. Bitte meldet uns solche Mails über das 1&1 Hilfe-Center.

 

Kategorie: Netzkultur
1 Kommentar1
  1. 27. Januar 2014 um 15:02 |

    Danke für die Hinweise. Die meisten davon fallen mir zwar auch auf, um eine unseriöse Mail zu enttarnen, dennoch kann man nicht oft genug davor warnen. Menschen mit Rechtschreibschwäche würden eventuell die Fehler inder Schreibweise gar nicht bemerken, da ist der Hinweis mit der Kundennummer sehr gut. Vor kurzem klingelte jemand an meiner Tür, der behauptete, Mitarbeiter meines Telefonanbieters zu sein und er wollte gerne mal einen Blick auf die Telefonbuchse werfen, ob alles in Ordnung sei. Ich erklärte dem guten Mann, dass mich die Firma gerne mit meiner Kundennummer anschreiben darf, um einen Termin zu vereinbaren. Aber einfach vorbeizukommen, kam mir sehr spanisch vor…

Die Kommentare sind geschlossen.