Schritt 3: Seiten gestalten

Populäre „Gimmicks“, die auf Java – Script, Flash und Ähnlichem basieren, sind für die Crawler der  Suchmaschinen unsichtbar und behindern unter Umständen den SEO-Prozess erheblich. Dasselbe gilt für Active Server Pages, JavaServer, Frames und Seiten, für die die Akzeptanz von Cookies erforderlich ist. Die letzte Konsequenz daraus wäre, dass Sie Frames, Flash-Dateien, Image Maps etc. ganz weglassen, um eine äußerst suchmaschinenfreundliche Site herzustellen.  Da das in vielen Fällen nicht erwünscht bzw. nicht möglich ist, folgen nun verschiedene Hinweise, wie Sie das Problem entschärfen können. Falls Sie sich bereits mit barrierefreiem Webdesign beschäftigt haben, werden Sie schnell merken, dass es einige Parallelen zwischen diesem Thema und suchmaschinenfreundlichen Webseiten gibt. Im Grunde genommen ist ein Suchmaschinen-Spider ein automatisierter Nur-Text-Webbrowser.

Grafiken mit Alternativtexten

Es versteht sich von selbst, dass Sie keine wichtigen Inhalte wie etwa Überschriften in Grafiken, Flash-Filmen oder ähnlichem verstecken sollten, denn diese sind für Suchmaschinen nicht lesbar. Wenn Sie in Ihren Webseiten Bilder oder Imagemaps verwenden, sollten Sie Gebrauch vom „alt“-Tag machen. Dieses enthält Alternativtext für Benutzer, die Bilder nicht sehen können. Bei solchen Benutzern kann es sich genauso um Sehbehinderte mit ihren Screen-Readern handeln wie um Suchmaschinen, die Volltext indexieren, beispielsweise Google. Solche Suchmaschinen finden durch sinnvolle und aussagekräftige „alt“-Texte auf Ihrer Website mehr Inhalt, den sie indexieren können. Verwenden Sie auch für die „alt“-Texte Ihre Schlüsselbegriffe oder -phrasen, wie oben beschrieben. Besonders, wenn Ihre Seiten Bilder im oberen Bereich oder viele Grafiken enthalten, ist diese Technik wichtig. Achten Sie aber  darauf, dass der „alt“-Text etwas mit der Bildaussage zu tun hat. Erzwingen Sie nichts – wenn es nicht zum Bild passt, sollten Sie auch keine Schlüsselwörter für den „alt“-Text verwenden. Natürlich geht es zu weit, ganze Romane in die „alt“-Tags einzufügen. Dies bringt bezüglich des Rankings nichts – die exzessive Wiederholung von Begriffen wird als Spamming gewertet.

Texte mit logischem HTML

Dies ist nicht nur für das Webdesign, sondern auch für die Suchmaschinenoptimierung wichtig. Formatieren Sie Überschriften zum Beispiel mit den HTML-Elementen „h1“ bis „h6“, Hervorhebungen mit „em“ oder „strong“. Wichtig ist auch, dass sich auf jeder Seite eine „h1“-Überschrift befindet, die den Inhalt der Seite in ähnlichen Worten wie das weiter unten besprochene „title“-Metatag treffend beschreibt. In dieser Überschrift sollten die wichtigsten Schlüsselwörter Ihrer Seite so früh wie möglich vorkommen. Der auf diese Überschrift folgende Text sollte ebenfalls die wichtigsten Schlüsselwörter enthalten. Weiterhin sollte jede Seite „h2“- bis „h6“-Überschriften enthalten, die die Seite sinnvoll gliedern und idealerweise wiederum die Schlüsselwörter enthalten. Auch in  Aufzählungen und anderen durch logische HTML-Elemente ausgezeichneten Textteilen sollten Sie für bestmögliche Ranking-Chancen die Schlüsselwörter verwenden.

Skripte und Stylesheets auslagern

Für ein optimales „Signal-Rausch-Verhältnis“, also das Verhältnis von Seiteninhalt zu Quellcode, sollten Sie möglichst alle Seitenformatierungen in externe Cascading-Stylesheet-Dateien auslagern und dieser im Head-Bereich der Seite folgendermaßen einbinden: Beispiel 1.

Ähnliches gilt für JavaScript-Code. Üblicherweise sind JavaScript-Skripte im oberen Bereich der Webseite angesiedelt, was einen Nachteil für die Suchmaschinen-Indexierung Ihrer Seite bedeutet. Der Skriptbereich lässt sich durch externe JavaScript-Skripte wesentlich verkürzen. Dadurch werden Ihre Webseiten schlanker und übersichtlicher – nicht nur für Sie, sondern auch für Suchmaschinen. Eine externe Script-Datei binden Sie im Head-Bereich folgendermaßen ein: Beispiel 2.

Eine mögliche Alternative für seiteninterne JavaScript-Skripte (oder auch Imagemap-Definitionen und so weiter): Platzieren Sie diese im unteren Bereich Ihrer Webseite. Sonst könnte es passieren, dass die Suchmaschinen die Priorität auf den Code Ihrer Skripte statt auf die wichtigen Seiteninhalte legen.

Verzichten Sie auf Frames

Viele Suchmaschinen-Spider haben Schwierigkeiten mit Frames, was in einer problematischen Indexierung resultieren kann. Viele Suchmaschinen betrachten jeden Frame als einen Link von Ihrer Hauptseite, sodass dann häufig nur diese gelesen wird. Häufig wird gar keine Webseite indiziert oder eben jeder einzelne Frame etc. Bei einer mit Frames gestalteten Site erhalten die Unterseiten mit dem Seiteninhalt etwa ein Sechstel des Google-Pageranks von nicht mit Frames gestalteten Unterseiten. Die beste Lösung besteht darin, komplett auf Frames zu verzichten. Eine (weniger gute) Alternative wäre, eine Frame- und eine Nicht-Frame-Version zu implementieren. Hilfreich ist das Tagpaar “noframes” und “/noframes”. Dieses präsentiert eine Alternativversion Ihrer Webseite, die Besuchern mit Browsern ohne Frame-Unterstützung angezeigt wird. Genauso wie jede HTML-Seite enthält auch das Frameset das „body“-Tag. Der Browser zeigt also alles an, was sich innerhalb des „body“-Tags befindet. In der Framesseite steht das „body“-Tag innerhalb des Tags „noframes“. Zusätzlich findet sich in der Framesseite das Tag „frameset“: Beispiel 3.

Dabei „liest“ ein Browser, der Frames interpretieren kann, das „frameset“-Tag, ignoriert das „body“-Tag und zeigt stattdessen die Frames an. Hingegen sucht ein Browser, der Frames nicht interpretieren kann – oder eine Suchmaschine, die mit Frames nichts anzufangen weiß –, nach dem „body“-Tag und ignoriert das „frameset“-Tag. Folglich können Sie ohne Weiteres in das „noframes“-Tag des Framesets enthält beliebige Elemente einfügen. Gestalten Sie hier Ihre Webseite so, wie sie für Besucher mit nicht framefähigen Browsern aussehen soll. Wichtig sind wieder aussagekräftige Inhalte. Außerdem muss die Framesseite neben einem gut verfassten „noframes“-Bereich auch mit sämtlichen für die Suchmaschinen relevanten Metatags versehen sein. Zusätzlich sollten Sie jeden Frame mit dem „robots“-Metatag versehen. So weisen Sie die Suchmaschinen an, keine einzelnen Frames zu indexieren: Beispiel 4.

Verwenden Sie Textlinks

Realisieren Sie die Navigation Ihrer Site möglichst nicht mit grafischen Buttons, sondern mit Textlinks. Diese lassen sich per CSS so gestalten, dass sie wie grafische Buttons aussehen. Falls Sie doch anklickbare Grafiken verwenden möchten, sollten Sie diese auf jeden Fall mit Alt-Texten versehen.  JavaScript, Java, Flash oder Imagemaps eignen sich in keinem Fall für die primäre Navigation der Site.

Wichtig sind auch Inline-Links: Relevante Suchbegriffe sollten zusätzlich im Fließtext Ihrer Seiten verlinkt werden, sofern es dazu passende Seiten gibt. Auch hier gilt: Zu viel ist nie gut – die Lesbarkeit Ihrer Seiten wird behindert, wenn sie vor Textlinks wimmeln.

 

 

webselling, Ausgabe 2/2013In Kooperation mit der Zeitschrift “webselling” (DATA BECKER GmbH & Co. KG, Düsseldorf), Autorin: Isolde Kommer

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