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Mit der Verbreitung von schnellen Internet-Anschlüssen wuchs auch die Beliebtheit von Online- und Multi-Player-Spielen, bei denen Spieler aus der ganzen Welt gegeneinander antreten können. Der Trend zum Online-Game setzt sich bis heute fort. Auch auf der diesjährigen GamesCom ging es um das vernetzte Spielen, zuhause ebenso wie unterwegs. In der Anfangszeit der Online-Spiele sah das noch ganz anders aus.

Die Entwicklung virtueller Realitäten begann bereits gegen Ende der 1980er-Jahre. Zunächst waren die Grafiken aber nicht für den Heimgebrauch gedacht, sondern wurden beispielsweise als Simulationen bei der Ausbildung von Piloten genutzt.  Zwar kamen auch bald die ersten Spiele für zuhause mit 3D-Grafiken auf, doch die Technik steckte noch in den Kinderschuhen. Die Darstellung war oft stark verpixelt und die Spiele liefen stockend. Als Alternative griffen viele Nutzer daher auf textbasierte Spiele zurück, bei denen sie ihre Spielzüge z.B. per E-Mail oder in Foren tätigten.

Mitte der 90er-Jahre war die Technik so weit, dass grafische Online-Spiele in Echtzeit möglich waren. Sogenannte Massive Multiplayer Online Games (MMOG) kamen auf. Dabei erschaffen die Spieler für sich selbst neue Charaktere, auch „Avatare“ genannt, mit denen sie im Spiel auftreten. Ziel von MMOGs ist nicht nur das Abschließen verschiedener Missionen, sondern auch die Weiterentwicklung des Avatars durch das Sammeln von Erfahrungspunkten. Zu den bekanntesten Online-Rollenspielen dürfte heute das Fantasy-Spiel World of Warcraft (WoW) gehören, bei dem sich Spieler in „Gilden“ zusammenschließen und verschiedene Missionen durchspielen. Seit fast zehn Jahren zieht WoW Spieler in seinen Bann und hielt zwischenzeitlich sogar den Weltrekord für das beliebteste Multiplayer-Rollenspiel.

Wer lieber alleine spielt, kann das in der virtuellen Welt von Second Life. In diesem „Spiel“ steht der einzelne Spieler im Mittelpunkt und es gibt keine Missionen oder Aufgaben, die erfüllt werden müssen. Auch hier können Spieler frei einen Avatar gestalten, mit dem sie sich durch das Spiel bewegen. Allerdings ist die Welt von Second Life keine reine Fantasy-Welt. Bis zu einem gewissen Grad bildet Second Life sogar die Realität ab, indem etwa bekannte Gebäude oder ganze Städte nachgebaut werden. Zwischenzeitlich gab es sogar Unternehmen, die in Second Life virtuelle Niederlassungen unterhielten oder Professoren, die Vorlesungen in der virtuellen Welt anboten.

Durch die Weiterentwicklung der Technik sind mittlerweile auch Spielekonsolen zu Plattformen für Online-Spiele geworden. Ab Ende der 90er-Jahre setzte die SEGA Dreamcast als erste Online-Konsole einen neuen Maßstab. Mittlerweile kann quasi jede moderne Konsole mit dem Internet verbunden werden. So ist das Spielen in Echtzeit problemlos möglich – egal ob als Team oder gegeneinander.

Wie sieht es bei euch aus? Tretet ihr online gegen andere Spieler an oder spielt ihr lieber offline?