De-Mail: Fakten versus Mythen (Teil 1)

De-Mail ist der einfache Weg, um auf elektronischem Weg rechtssicher, vertraulich und verbindlich miteinander zu kommunizieren. Dabei sind viele Mythen über De-Mail im Umlauf. Das 1&1 Online-Erfolgs-Center sagt Ihnen, was in Sachen De-Mail wahr und was falsch ist.

 

Mythos 1: „De-Mail ist nur für Einschreiben“

Tatsache: Der Versand von Einschreiben ist eine optionale De-Mail Versandfunktion. Unabhängig davon hat bereits die Standard De-Mail ein hohes Maß an Verbindlichkeit, da sowohl Absender als auch Empfänger eindeutig identifiziert sind und die Nachricht verschlüsselt übertragen wird. Dem Einschreiben entspricht die Option „Versand- und Eingangsbestätigung“. Dabei erhält der Absender eine elektronisch signierte Bestätigung, wann und an wen er eine Nachricht gesandt hat. Zudem erfährt er, dass der Empfänger die De-Mail tatsächlich erhalten hat, so dass der „Rückschein“ bereits inklusive ist.

 

Mythos 2: „De-Mail ist nur für die Kommunikation mit Behörden“

Tatsache: Mit De-Mail wird der digitale Brief genauso sicher und rechtsverbindlich wie der Papierpost-Brief. Damit ist klar, dass die Kommunikation mit Behörden nur ein Anwendungsfeld von vielen ist, die De-Mail bietet. Auch Gehaltsmitteilungen, Angebote, Kontoauszüge, Versicherungsnachweise, Abnahmeerklärungen und vieles mehr werden künftig digital verschickt werden. Kurz gesagt: Alles was heute noch per Papierpost-Brief versendet werden muss und digitalisierbar ist, kann durch De-Mail ersetzt werden.

 

Mythos 3: „De-Mail ist umständlich zu bedienen“

Tatsache: Wer E-Mails senden und empfangen kann, wird auch  mit De-Mail problemlos zurechtkommen. Denn der neue Service ist nutzerfreundlich in die vertraute E-Mail-Umgebung integriert. Nach der Anmeldung im Internetbrowser muss der Nutzer nur noch die De-Mail-Adresse des Empfängers und den Text der Nachricht eingeben. Per Mausklick kann ein rechtsverbindlicher Versand- und Eingangsnachweis verlangt werden – wie bei einem Einschreiben. Alles weitere übernimmt der De-Mail Provider. Er verschlüsselt die Nachricht, überträgt sie an den Provider des Empfängers, der wiederum die Identität des Senders überprüft und die Nachricht für seinen Kunden entschlüsselt. Auch die Archivierung und das Wiederauffinden wichtiger Dokumente bleiben innerhalb des eigenen De-Mail Postfaches gewährleistet. Umständliche Dokumenten-Ablagen, das Ausdrucken, Kuvertieren und Frankieren von Briefen sowie der Weg zum Briefkasten oder zur Filiale werden mit De-Mail bald Geschichte sein.

 

Mythos 4: „De-Mail ist wie E-Postbrief“

Tatsache: Sowohl De-Mail als auch der E-Postbrief der Deutschen Post bieten verschlüsselte elektronische Kommunikation mit eindeutig identifizierten Absendern und Empfängern. Dennoch gibt es einen entscheidenden Unterschied: Nur De-Mail erfüllt die im De-Mail Gesetz festgeschriebenen Standards; der E-Postbrief ist ein ähnlich gelagertes proprietäres System ohne rechtlichen Rahmen. In der Praxis bedeutet dies, dass die beiden Systeme nicht miteinander kompatibel sind und eine Kommunikation zwischen De-Mail- und E-Postbrief-Nutzern nicht möglich ist, solange der E-Postbrief nicht nach dem De-Mail-Standard zertifiziert wird. Mittlerweile hat die Post angekündigt, als ein zweites System auch De-Mail anzubieten.

 

Mythos 5: „E-Postbrief ist besser als De-Mail“

Tatsache: Dass ein proprietärer Dienst ohne rechtlichen Rahmen (E-Postbrief) besser sein soll als ein Dienst, der den strengen Sicherheitsbestimmungen des De-Mail Gesetzes entspricht, kann nur ein Mythos sein. Zur Begründung führen Vertreter der Post an, dass De-Mail nur eingeschränkte Möglichkeiten biete. So sei weder die Weiterleitung an Empfänger, die sich nicht für De-Mail angemeldet haben, noch eine Anbindung ausländischer Kommunikationsteilnehmer möglich. Zum ersten Kritikpunkt ist zu sagen, dass es ja gerade das besondere Sicherheitskonzept von De-Mail ist, dass die gesamte Kommunikation einheitlichen Standards in einer geschützten Umgebung folgt. Dies schließt eine Anbindung von Nicht-De-Mail-Teilnehmern aus. Die internationale Anschlussfähigkeit ist hingegen gewährleistet. Denn De-Mail basiert auf internationalen E-Mail-Standards wie SMTP, S/MIME, SSL und so weiter. Diese ermöglicht eine weltweite Standardisierung  der Spezifikationen, die auf EU-Ebene bereits angeschoben wurde.

 

 

Foto: Mark Carrel, Fotolia.com

 

Kategorie: E-Business
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