Online-Shopping ist in allen gesellschaftlichen Gruppen angekommen. Dies hat eine aktuelle Umfrage des Software-Herstellers Star Finanz unter seinen Newsletter-Abonnenten ergeben. Von den fast 18.000 Teilnehmern gaben nahezu alle (99,6 Prozent) an, online einzukaufen. Auch Mobile-Shopping via Smartphone oder Tablet gewinnt an Akzeptanz.

Kunden schätzen Preisvergleiche

Wie bereits im letzten Jahr gaben die Umfrageteilnehmer an, dass der wichtigste Grund im Internet einzukaufen, die Möglichkeit umfassender Preisvergleiche sei. Je niedriger das Einkommen, desto wichtiger ist dieses Argument. Neben dem Shopping am heimischen PC werden auch mobile Endgeräte immer häufiger zum Einkauf genutzt: 57,8 Prozent der 14- bis 39-Jährigen gaben in der Studie an, schon einmal mit ihrem Smartphone oder Tablet eingekauft zu haben. Bei den 40- bis Über-60-Jährigen sind es immerhin 24,9 Prozent. Mehr als die Hälfte (55,6 Prozent) der Anwender nutzt für den Online-Kauf eine spezielle App. Bei der Entscheidung für einen bestimmten Online-Anbieter ist es jedoch nicht relevant, ob dieser die Einkaufsmöglichkeit über eine App oder eine mobile Website bereitstellt.

Medien haben im Internet die Nase vorn

Egal, ob mobil oder am Rechner zu Hause: Über das Internet werden am liebsten Bücher, DVDs und Unterhaltungselektronik gekauft. Der Anteil von Büchern und DVDs liegt in diesem Jahr bei 56,6 Prozent und ist im Vergleich zum Vorjahr (59,9 Prozent) leicht gesunken. Bei Unterhaltungselektronik liegt der Anteil mit 48,8 Prozent im Vergleich zu 2012 (48,6 Prozent) nahezu gleich auf, ebenso wie bei elektronischen Haushaltsgeräten, wo der Anteil in diesem Jahr bei 41,7 Prozent liegt (2012: 41,3 Prozent). Darüber hinaus gaben 39,4 Prozent der Befragten an, Kleidung und Schuhe online zu kaufen. Auch Hotelübernachtungen (31,4 Prozent), Musik (29,6 Prozent) sowie Eintritts- und Konzertkarten (26,8 Prozent) werden gerne über das Internet bezogen.

Wie die Umfrage belegt, kaufen Online-Shopper am häufigsten bei Amazon (69,5 Prozent) ein, eBay liegt mit 15,6 Prozent auf Platz zwei.

Wert einer persönlichen Beratung wird nur von wenigen erkannt

Die Vielzahl der Einkäufe im Internet geht auch zu Lasten des stationären Handels. Beratungsgebühren im Geschäft zu zahlen, die anschließend beim Kauf verrechnet werden, wird kontrovers diskutiert. Nur bei 15,7 Prozent der von der Star Finanz Befragten findet dies Anklang. Je höher das Einkommen, desto größer ist die Bereitschaft eine kostenpflichtige Beratung in Anspruch zu nehmen. Interessant ist die Höhe, die für eine Beratung bei einem Kauf in Höhe von 500 Euro als angemessen empfunden wird: Von denjenigen, die für eine Beratungsleistung bezahlen würden, halten 71,5 Prozent 5 bis 25 Euro für angebracht.

 

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