Wichtige Begriffe zur Einführung der neuen Top-Level-Domains

Die Einführung der neuen Top-Level-Domains steht kurz bevor. Diese neuen generischen Domainendungen werden die Internetlandschaft stark verändern und eine ganze Reihe neuer Chancen und Möglichkeiten bieten. Darum arbeiten derzeit ICANN, Registrare und Registries mit Hochdruck an deren Einführung. Aber wer sind eigentlich diese Registrare, was macht die ICANN? Und was hat es eigentlich mit der DENIC auf sich? Im Folgenden erklären wir euch die wichtigsten Begriffe rund um die Einführung der neuen Top-Level-Domains.

Eine Top-Level-Domain ist der letzte Teil eines Domainnamens, also die Domainendung. Dabei gibt es zwei Hauptgruppen von Domainendungen. Das sind zum einen die allgemeinen oder generischen Domainendungen wie zum Beispiel .com und zum anderen die länderspezifischen Top-Level-Domains, die sogenannten ccTLD (= Country Code Top Level Domain). Darunter fallen beispielsweise .de für Deutschland, .fr für Frankreich oder .es für Spanien. Da die Möglichkeiten, eine kurze und prägnante Domain neu zu registrieren, im Laufe der Zeit immer weniger geworden sind, wurde bereits vor einigen Jahren die Einführung neuer Top-Level-Domains von der Internetverwaltung ICANN beschlossen.

ICANN steht für Internet Corporation für Assigned Names and Numbers. Die Interverwaltung ist für die Vergabe von Internetadressen zuständig, koordiniert das Domain Name System und ist für die Zuteilung von IP-Adressen zuständig. Der Hauptsitz der ICANN ist in Los Angeles und sie wurde 1998 in ihrer heutigen Form gegründet. Die ICANN sorgt als Adressverwalter dafür, dass jeder Internetnutzer von überall auf der Welt unter einer bestimmten Internetadresse die gleichen Inhalte aufrufen kann.

Verantwortlich für die Verwaltung einer oder mehrerer Top-Level-Domains im Domain Name System ist eine sogenannte Registry, das ist die Kurzform für Domain Name Registry. Sie wird auch als Network Information Center (NIC) oder deutsch Registrierungsstelle bezeichnet. Unter anderem muss die Registry einen Server betreiben, auf dem die Whois-Daten einer Domain gespeichert werden – also die Daten, wem die Domain gehört und wer sie administrativ udn technisch verwaltet. Die Registry vergibt die Domains unter einer bestimmten Domainendung über verschiedene Registrare, wie zum Beispiel 1&1, an den Endkunden, also etwa ein Unternehmen oder eine Privatperson. Es gibt aber auch Registries, die auch als Registrar handeln, wie zum Beispiel die DENIC, die für die Domainregistrierungen unter der Top-Level-Domain .de zuständig ist.

Bei einem Registrar handelt es sich oft um ein Unternehmen, das auch Webhosting-Lösungen anbietet. So können sich Internetnutzer, die am Erwerb einer Domain interessiert sind, auch eine passende Webhosting-Lösung dazu aussuchen. Der Registrar, beispielsweise 1&1, handelt sozusagen als Vermittler zwischen Registry und Endkunden und ist damit unter anderem für die Abrechnung der Domain zuständig. Ein Internetnutzer, der eine Domain erwerben möchte, kann sich beim Registrar über die Verfügbarkeit informieren, die gewünschte Domain bestellen und einen entsprechenden Vertrag abschließen.

Jedes Unternehmen oder jede Privatperson, die eine Domain bei einem Registrar erwirbt und bei einer Registry registriert wird, wird als Registrant bezeichnet. Diese Domainbesitzer lassen sich anschließend über die Whois-Daten, die bei der jeweiligen Registry hinterlegt sind, identifizieren. Wie genau das Zusammenspiel zwischen Registry, Registrar und Registrant aussieht, haben wir euch auch noch einmal in unserer Infografik zusammengestellt.

Kategorie: Server & Hosting
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