Startups und Verbände – das scheint auf den ersten Blick nicht so richtig zusammenzupassen. Hier dynamische Jungunternehmer mit innovativen Ideen, da die scheinbar so graue und tradierte Welt Anzug oder Kostüm tragender InteressenvertreterInnen. Wie soll das funktionieren?

Logo BDSDass beides durchaus unter einen Hut zu bekommen ist, beweist seit Ende des vergangenen Jahres der Bundesverband Deutsche Startups e.V. (BDS), der sich von Berlin aus um eine stärkere Vernetzung der verschiedenen Player der Startup-Szene und um eine größere politische Wahrnehmung der spezifischen Bedürfnisse von Unternehmen in der frühen Gründungsphase kümmert. Denn so schillernd, verlockend und aufregend die Startup-Szene(n) in den deutschen Ballungsräumen von außen auch wirkt, im Unternehmensalltag kämpfen fast alle der jungen Unternehmer mit bürokratischen Hindernissen, zurückhaltender Investitionskultur in Deutschland und regulatorischen Hürden. Dass auf der anderen Seite Verbände heute nicht mehr dem klassischen Langweiler-Klischee entsprechen müssen, beweist wiederum ein Blick auf das Personaltableau des Vorstands des BDS, in dem sich einige bekannte Gesichter der Szene wiederfinden.

Seit August unterstützt United Internet über die Tochter United Internet Ventures den Bundesverband Startups im Rahmen einer Fördermitgliedschaft. Wir tun dies nicht zuletzt vor dem Hintergrund unserer eigenen Geschichte. Die 1&1 Internet AG wurde vor 25 Jahren quasi als Startup geboren, bevor es diesen Begriff überhaupt gab. Und wir sind bis heute – das unterschiedet uns von vielen Überfliegern der jüngeren Geschichte – gründergeführt und vor allem immer dem Standort Deutschland treu geblieben.

Die United Internet AG engagiert sich überdies seit langem selbst als Investor im Startup-Sektor. Seit Anfang dieses Jahres bündeln wir unser Beteiligungsgeschäft bei der United Internet Ventures, einer hundertprozentigen Tochter der United Internet AG. Unser Investment-Fokus liegt vor allem im Bereich Internet-Anwendungen für Business-Kunden. Ein Schwerpunkt liegt einerseits auf dem Ausbau unseres internationalen Hosting-Geschäftes. Dazu haben wir uns bereits im Jahr 2011 an ProfitBricks beteiligt, einem Berliner Startup, das ein Spezialist für extrem leistungsfähige Infrastructure-as-a-Service (IaaS) Lösungen ist. Andererseits liegt der Schwerpunkt auf Internet-Anwendungen, die kleinen Unternehmen helfen, ihr Online-Geschäft erfolgreich zu gestalten. Unsere jüngste Beteiligung, die Open-Xchange AG, ist ein Anbieter solcher Software-as-a-Service (SaaS) Lösungen. Open-Xchange zählt mittlerweile zu den führenden Anbietern von E-Mail-, Collaboration- und Office-Anwendungen.

Oliver Mauss, CEO United Internet Ventures

„Vor allem im Bereich SaaS-Anwendungen suchen wir konsequent nach Spezialisten, mit denen wir unsere bestehenden Kundensegmente, also kleine und mittelständische Unternehmen, noch besser adressieren und unterstützen können. Im Vordergrund stehen E-Commerce und Business-Anwendungen, die den Lead-to-Cash Prozess unserer Kunden unterstützen. Wir suchen Innovationen mit  klaren Effizienz- bzw. Umsatzversprechen,“ erläutert Oliver Mauss, CEO der United Internet Ventures, die Investment-Strategie.

Der SaaS-Markt für kleine und mittelständische Unternehmen entsteht gerade erst. Viele dieser Anwendungen werden von kreativen Startups vorangetrieben. Die Kooperation mit dem noch jungen Bundesverband ist also eine logische Fortsetzung unseres Engagements, um nahe an diesen spannenden Entwicklungen zu sein.  Und wir teilen die Überzeugung, dass die Branche ein Sprachrohr und eine offene Vernetzungsplattform für alle Akteure braucht.