E-Mail made in Germany: Interview mit Ralph Dommermuth und René Obermann

Am Freitag haben wir in Berlin unsere Initiative „E-Mail made in Germany” der Öffentlichkeit vorgestellt. GMX, WEB.DE und T-Online verschlüsseln ab sofort den gesamten Mailverkehr zwischen ihren Rechenzentren. Ab 2014 werden außerdem von den Mailservern nur noch TLS-verschlüsselte Verbindungen akzeptiert. Die Übergangsfrist ist notwendig, damit Internetnutzer, die heute unveschlüsselt Mails übertragen, Ihre E-Mail-Programme entsprechend umstellen oder aktualisieren können.

Die Kollegen der Deutschen Telekom haben nach der gemeinsamen Pressekonferenz mit Ralph Dommermuth, Vorstandsvorsitzender von United Internet, und René Obermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, gesprochen.

Kategorie: Unternehmen
4 Kommentare4
  1. 12. August 2013 um 15:28 |

    hmm, tja, einerseits muss ich leider fragen, warum haben die Teilnehmer dieser „Brancheninitiative” so unsäglich lange STARTTLS verschlafen? Immerhin ist RFC 3207 schon mehr als 10 Jahre alt!

    Andererseits frage ich mich, wie es ab 2014 laufen soll, wenn ein „fremder” SMTP Server zwar STARTTLS anbietet aber UI oder DT entscheidet, dem verwendeten Zertifikat nicht zu vertrauen. Wird dann die Email trotzdem zugestellt bzw. angenommen wie bisher oder wird diese dann abgewiesen werden?

    1. 14. August 2013 um 11:53 |

      Hallo CArsten,

      auch in Zukunft werden diese E-Mails selbstverständlich angenommen werden, jedoch werden sie – anders als die innerhalb des „E-Mail made in Germany”-Verbundes verschickten – beim Endkunden in den Webmailclients der beteiligten Anbieter nicht als „sicher” angezeigt.

      Viele Grüße
      Alexander Thieme, 1&1

      1. 15. August 2013 um 08:06 |

        Hmm, das halte ich aber auch für eine gefährliche Anzeige – die Email wird genau wie bei “E-Mail made in Germany” immer sicher übertragen – TLS zwischen Servern – hoffentlich dann auch mit PFS – aber nur weil bspw. UI eine CA „nicht mag” eine Email als „nicht sicher” zu deklarieren finde ich etwas unfair dem Kunden gegenüber.

        1. 15. August 2013 um 10:02 |

          Hallo CArsten,

          die Inititive „E-Mail made in Germany” beinhaltet neben der Verschlüsselung auch sichere Datensverarbeitung in deutschen Rechenzentren, sowie eben die Kennzeichnung der E-Mails. Alle Anbieter, die sich verpflichten wollen, diese Voraussetzungen dauerhaft erfüllen, sind eingeladen, sich ebenfalls zu beteiligen. Dann werden natürlich entsprechende E-Mails mit dem Sicherheitssigel versehen. Weitere Informationen zur Kennzeichnung finden Sie auch hier: http://www.e-mail-made-in-germany.de/Kennzeichnung.html

          Mit freundlichen Grüßen
          Alexander Thieme, 1&1

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