Wie die Suchmaschinen-Optimierung (SEO) funktioniert

Bezahlte Verweise, zwielichtige Farm-Links – es gibt einige Webseiten-Betreiber, die ihre Seiten mit unlauteren Mitteln optimieren. Doch Suchmaschinen erkennen die Tricks und sanktionieren sie mit schlechten Rankings. Seiten mit seriösen Inhalten hingegen werden belohnt. Was steckt dahinter?

Suchmaschinen-Optimierung oder Search Engine Optimization (SEO) umfasst alle Maßnahmen, die dabei helfen, dass ihre Webseite im Suchmaschinen-Rankingen bei den unbezahlten Suchergebnissen (Natural Listings) auf höheren Plätzen erscheint. SEO ist ein Bestand des Suchmaschinen-Marketings, das auch viele Agenturen kostenpflichtig anbieten.

Tipp: Halten Sie die gängigen HTML-Standards ein

Der erste Schritt der Optimierung dabei ist, die gängigen HTML-Standards beim Erstellen der Homepage einzuhalten. Denn das ist für das Aufsuchen und Einlesen der Inhalte der Webseite durch die Suchmaschinen entscheidend. Nach Aussage von Google hat die Validität (Aussagekraft) einer HTML-Seite jedoch keinen Einfluss auf deren Ranking in den Ergebnissen. Dennoch können Seiten, die besonders HTML-konform sind, vom Browser schneller geladen werden, was von Suchmaschinen honoriert wird.

On-Page- versus Off-Page-Optimierung

Experten unterteilen Suchmaschinen-Optimierung im Online-Marketing in zwei Aufgabenbereiche, die On-Page- sowie die Off-Page-Optimierung. Entscheidend dabei ist das Verfahren, wie dabei die eigene Seite bearbeitet wird. Die On-Page-Optimierung umfasst alle Anpassungen des Inhalts der eigenen Internetseite. Dazu zählen Formatierungen, Überschriften oder ähnliches, aber auch technische Aspekte, wie die Header (Titelgrafiken) und Tags (Suchbegriffe) sowie die interne Linkstruktur der Seite. Normalerweise geht einer Optimierung aus SEO-Sicht immer eine On-Page-Optimierung voraus. Das für Suchmaschinen konzipierte Meta-Tag-Keyword wird inzwischen nicht mehr berücksichtigt. Gleiches gilt für die Meta-Tag-Description (Beschreibung des Inhalts der Webseite). Dieser wird jedoch (abhängig von der Suchanfrage) möglicherweise als Textauszug angezeigt und sollte daher nicht ignoriert werden.

Tipp: Wählen Sie geeignete Suchbegriffe aus

Ein weiterer Schritt ist die Auswahl der geeigneten Suchbegriffe (Keywords). Hierzu kann man sich frei verfügbarer Datenbanken, wie einer Keyword-Datenbank oder des Meta-Ger-Web-Assoziators, bedienen. Weiterhin bietet sich die Verwendung des Google Adwords-Keyword-Tools an, das neben verwandten Suchbegriffen auch die ungefähre Anzahl der monatlichen Suchanfragen pro Suchbegriff auflistet.

Üblicherweise wird eine Seite für ein oder zwei Suchwörter optimiert. Oft wird auch eine umfangreiche Seite in mehrere Einzelseiten aufgeteilt, um sie für verschiedene Suchbegriffe zu optimieren. Dabei werden Haupt- und Neben-Keywords (auch Primär- und Sekundär-Keywords genannt) für die jeweiligen Seiten festgelegt. Die Suchwörter werden dazu mit den entsprechenden Inhalten kombiniert. Eine Art der Optimierung erfolgt durch Landing Pages (Marketing-Seite). Dabei gelangt der Benutzer mit dem Klick auf den Link auf eine speziell für SEO-Zwecke optimierte Seite.

SEO kann glücklich machen

SEO kann glücklich machen

SEO mit eigenem Schreibstil

Im Zuge der Methoden des SEO hat sich in diesem Bereich ein eigener Schreibstil entwickelt, den man als suchmaschinenoptimierten Stil beschreiben kann. Dieser folgt den „Regeln“ des SEO, die durch die Mechanismen der Suchmaschine vorgegeben werden. Es handelt sich dabei um implizite Regeln, da diese anhand der Erfolgsfaktoren der Optimierung rekonstruiert werden. Denn ein Suchmaschinenanbieter gibt in der Regel seine Kriterien zur qualitativen Einstufung der indexierten Seiten nicht bekannt. Bei der Suchmaschinen-Optimierung werden demnach die Techniken der Webcrawler und Sortieralgorithmen von Suchmaschinen untersucht. Diese werden nur teilweise offen gelegt und außerdem oft geändert, um Missbrauch zu erschweren und dem Benutzer relevante Ergebnisse zu liefern. Die nicht bekannten und geheim gehaltenen Techniken werden durch das so genannte Reverse Engineering der Suchergebnisse untersucht. Dabei wird analysiert, wie Suchmaschinen Webseiten und deren Inhalte indizieren und nach welchen Kriterien sie von der Suchmaschine bewertet, zusammengestellt und sortiert werden.

Tipp: So verbessern Sie Ihr Ranking auf Google und Co.

Wichtig: Die Vorgaben durch die Suchmaschine an Inhalte der Seiten können dabei gänzlich den Regeln klassischer Textproduktion widersprechen. So spielen etwa grammatikalische Regeln für die Such-Algorithmen kaum eine Rolle. Auf diese Weise kann ein oft falsch geschriebenes Keyword mehr zur Optimierung des Rankings beitragen als ein fachlich korrekter Begriff.

Da diese Mechanismen einer Entwicklungsdynamik unterliegen, wird der Schreibstil ebenso oft angepasst, um jeweils wieder das bestmögliche Ergebnis bei der Optimierung zu liefern. Das heißt für den Webseiten-Betreiber, dass seine Seite niemals nur ein einziges Mal optimiert wird. Es bedarf vielmehr einer dauerhaften Überprüfung der Relevanz der verwendeten Keywords, da sich auch das Nutzerverhalten im Laufe der Entwicklung verändert.

Die Off-Page-Optimierung findet fernab der eigenen Seite statt. Dabei geht es darum, eine Linkstruktur mit anderen Webseiten herauszuarbeiten, um die eigene Homepage besser in bestimmten thematischen Bereichen zu positionieren. Dazu müssen Sie recherchieren, welche thematisch passenden Internetseiten zu Ihren Link-Partnern werden.

Tipp: Die richtigen Linkpartner sind entscheidend

Wichtig: Finden Sie Partner, die selbst eine optimale Linkstruktur und einen hohen Page-Rank aufweisen.

Inzwischen reicht es nicht mehr bloß aus, die Relevanz von Webseiten zu erhöhen. Ein gutes Listing und eine gute Sichtbarkeit in Suchmaschinen sowie die Quantität und Qualität der eingehenden Links auf eine Website (Backlinks) sollten immer mitberücksichtigt werden. Profis setzen dazu mitunter auch Link Research Tools ein, die die besten Unterseiten auf einerDomain durchforsten. Wichtig für die Platzierung bestimmter Suchwörter ist, wie der Linktext ausgestaltet ist.

Um Websites auf ihr Potenzial hin zu untersuchen, können kostenlose Online-Tools genutzt werden. Oftmals genügen kleine Veränderungen, um die Platzierung in Suchmaschinen stark zu erhöhen.

 

Foto: iStockPhoto.com

Kategorie: Tipps
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