Achiv für Mai 2013

"Wir brauchen einen Internet-Staatsminister!" – Lars Klingbeil im Interview zur Netzpolitik

Die Bundestagswahl 2013 im 1&1 Blog #BTW2013Am 22. September 2013 wird der 18. Deutsche Bundestag gewählt. Das Internet als Wahlkampfthema hat dabei mehr Bedeutung als jemals zuvor. Netzpolitik mag im Jahr 2013 zwar noch nicht wahlentscheidend sein, doch keine Partei kann sich leisten, kein netzpolitisches Konzept zu haben. Und nicht zuletzt: Das Internet spielt als Kommunikationsplattform im Wahlkampf der Parteien und jedes einzelnen Bundestagskandidaten eine kaum zu unterschätzende Rolle. Im 1&1 Blog setzen wir uns in den nächsten Monaten in loser Folge in Artikeln und Interviews mit der Bundestagswahl und den verschiedenen Facetten der Netzpolitik auseinander – wir schauen in die Wahlprogramme und sprechen mit den netzpolitischen Gesichtern der verschiedenen Parteien. Und wir freuen uns auf Ihr Feedback! Im zweiten Teil unserer Serie sprechen wir mit dem SPD-Abgeordneten Lars Klingbeil.

Lars Klingbeil

Lars Klingbeil

Herr Klingbeil, die neue politische Geschäftsführerin der Piratenpartei hat zu ihrem Amtsantritt den etablierten „alten Parteien“ Versagen in der Netzpolitik vorgeworfen. Was antworten Sie darauf?

Das gehört wahrscheinlich dazu, wenn man zum Amtsantritt ein wenig mediale Aufmerksamkeit bekommen möchte. Inhaltlich finde ich solche Pauschalurteile falsch. Es ist etwas in Bewegung gekommen in den vergangenen vier Jahren. Alle Parteien haben die Wichtigkeit von Netzpolitik erkannt und viele Positionen überarbeitet und revidiert. Die Internet-Enquete hat das vorgelebt. Natürlich müssen wir Netzpolitiker in den Parteien aber weiterkämpfen. Was aber gänzlich fehlt, sind fortschrittliche Entscheidungen der Bundesregierung. Es gibt keine treibende netzpolitische Kraft in dieser Regierung. Deshalb bleiben viele wichtige Aufgaben von der Reform des Urheberrechts bis zum Breitbandausbau auf der Strecke.

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Kategorie: Netzkultur
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Meist genutzte Blogging-Software WordPress feiert Zehnjähriges

Auf mehr als 66 Millionen Websites wird WordPress inzwischen eingesetzt. Jetzt feiert die weltweit meist genutzte Blogging-Software Jubiläum. Vor zehn Jahren – am 27. Mai 2003 – erschien die erste Version von WordPress zum Download. Die damalige Version 0.70 bahnte WordPress den Weg. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Open-Source-Software kann unabhängig von einer bestimmten Plattform verwendet werden und basiert auf PHP und MySQL. Derzeit aktuell ist WordPress 3.5.1.
Der Grund für den Erfolg: Der Nutzer kann WordPress individuell an seine Bedürfnisse anpassen. Die Benutzeroberfläche ist intuitiv und ermöglicht einen schnellen Einstieg. Das Magazin „PC-Praxis” hat online einen Workshop zusammengestellt, wie private oder geschäftliche Anwender mit WordPress ein Blog anlegen können.In Deutschland nutzen rund 1,2 Millionen Websites WordPress. WordPress selbst hat die eigene Geschichte in einer Infografik zusammengestellt.

 

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Kategorie: E-Business
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1&1 Kunde wirbt Kunde – so einfach geht’s

Wer selbst mit seinem DSL- oder Mobilfunkvertrag zufrieden ist, empfiehlt diesen oft auch an seine Freunde, Familie oder Bekannte weiter. Mit 1&1 Kunde wirbt Kunde können Sie ganz einfach 1&1 Produkte weiterempfehlen und dafür attraktive Prämien erhalten. Dazu müssen Sie sich nicht extra registrieren, sondern können auf direktem Weg Ihre Empfehlungen aussprechen. Es gibt dabei drei verschiedene Möglichkeiten:

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Kategorie: Unternehmen
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Erfolg im Web: Lassen Sie Ihre Kunden für Sie werben

Fragt man einen Makler, was das Wichtigste bei der Bewertung einer Immobilie ist, sagt er in der Regel: Drei Dinge – die Lage, die Lage, die Lage. Ähnlich ist es bei Ihrem Unternehmen. Zu den wichtigsten Dingen für dessen Bewertung gehören: Referenzen, Referenzen, Referenzen. Es ist schön, wenn Sie Positives über Ihre Firma oder Ihren Betrieb sagen können. Glaubhafter ist es, wenn Ihre Kunden das tun, als so genanntes Testimonial.

Referenzkunden können Sie an verschiedenen Stellen einbauen. Für die Firmenhomepage bietet es sich an, einen eigenen Unterpunkt wie beispielsweise „Was unsere Kunden über uns sagen“ zu integrieren. Dieser sollte so platziert sein, dass er den Homepage-Besuchern ohne lange Suche ins Auge fällt.

Praxistipp 1: Gründlich arbeiten

Bei der Erstellung der Rubrik sollten Sie sich Zeit nehmen und gründlich arbeiten. Nennen Sie Namen und Beruf der Kunden. Stimmen Sie mit dem Testimonial ein aussagekräftiges Zitat ab, das auf Ihrer Webseite erscheint. Vermeiden sollten Sie Sätze wie „Ich bin überaus zufrieden“ oder „Die Leistung war gut.“ Zur Illustration können Sie Fotos der entsprechenden Kunden einbinden – sofern diese ihr Einverständnis gegeben haben. Dabei sollten Sie auf Pass- oder Bewerbungsfotos verzichten; wählen Sie Farb- statt Schwarzweißfotos und achten Sie auf eine ausreichend hohe Bildauflösung.

Praxistipp 2: Fallstudien zitieren

Eine weite Möglichkeit sind so genannte Case Studies. In einer solchen Fallstudie beschreiben Sie ein Projekt, das Sie für  Ihren Kunden realisiert haben. Schildern Sie kurz das Problem oder die zugrunde liegende Aufgabenstellung, ehe Sie Ihre Herangehensweise und die Umsetzung darstellen. Konzentrieren Sie sich auf den zweiten und dritten Punkt. Das Ergebnis sollte so positiv wie möglich ausfallen. Auch hier gilt: Holen Sie im Vorfeld das Einverständnis Ihrer Kunden ein. Denn es gibt Kunden, die nicht öffentlich auftauchen möchten. Diesen Wunsch sollten Sie in jeden Fall respektieren.

Haben Sie unter Ihren Kunden viele Firmen, können Sie auch dafür eine entsprechende Kategorie auf Ihrer Webseite einrichten. Klären Sie im Vorfeld mit den entsprechenden Unternehmen ab, ob Sie sie als Referenzkunden nennen dürfen und in welchem Umfang. Ideal ist es, wenn Sie neben dem Namen und Logo des Unternehmens auch ein kurzes Statement haben, das Sie auf Ihrer Homepage nutzen können.

Praxistipp 3: Richtig handeln bei Problemen

Sollte es zu schwerwiegenden Problemen mit einem Ihrer Referenzkunden kommen oder sogar eine juristische Auseinandersetzung geben, entfernen Sie den Kunden aus Ihrer Referenzliste. Denn spricht ein vermeintlich guter Kunde plötzlich schlecht über Ihr Unternehmen, ist dies im besten Falle peinlich – im schlimmsten schadet es dem Geschäft.

 

Foto: Marco2811, Fotolia.com

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Kategorie: Tipps
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Mini Cooper im 1&1-Look an Profiseller übergeben

Über diesen Mini-Cooper im 1&1 Look konnte sich der Gewinner freuen.1&1 feiert in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag. Anlässlich unseres Firmenjubiläums gab es im Januar und Februar bei den 1&1 ProfiSellern eine ganz besondere Vermittlungsprämie: Unter allen ProfiSellern, die im Aktionszeitraum einen Vertrag vermittelt haben, wurde ein nagelneuer Mini Cooper im 1&1 Look verlost. Jede Vermittlung war dabei ein Los. Vergangene Woche durfte der glückliche Gewinner sein neues Auto im Hotel Schloss Montabaur in Empfang nehmen.

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Kategorie: Unternehmen
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Die richtige Farbe für Ihre Homepage

Die Farbe für die eigene Firmen-Homepage sollten Kleinunternehmer oder Selbstständige mit Bedacht auswählen. Es gibt sogar einige branchenspezifischen Kriterien, die Sie kennen sollten. Claudia Hönig, Unternehmensberaterin für Heilberufe aus Bad Nauheim, erklärt auf ihrer Webseite die Einzelheiten:

  • „Blau steht für Vertrauen, Sicherheit, Harmonie, Sympathie, Treue. Die Farbe wirkt beruhigend. Blau kann aber auch kühl und abweisend wirken.
  • Rot, die Farbe der Liebe und Leidenschaft. Rot steht aber auch für Aggression oder Hass. Rot ist dominat. Rot kann in der richtigen Farbmischung wärmend, anregend und appetitfördernd wirken.
  • Grün steht für Frische, Lebendigkeit und Natürlichkeit. Grün wirkt beruhigend und harmonisierend. Viele verbinden Grün mit Hoffnung, Wachstum und Wohlstand.
  • Gelb steht für Licht und Sonne. Sie wirkt Lebendig und drückt Freude und Optimismus aus. Gelb verbreitet heitere und fröhliche Stimmung.
  • Ähnliches gilt für Orange. Orange steht für Wärme, Zufriedenheit, Freude und Geselligkeit.
  • Violett steht für das Übersinnliche, Spiritualität und Mystik. Die dunkle Variante auch für Luxus und Macht.
  • Rosa steht für alle weiblichen Eigenschaften. Rosa ist eine typische Farbe für Kosmetikwerbung. In kräftigen Tönen kann Rosa Signale auf der Homepage setzen.
  • Grau ist im Webdesign eine neutrale Farbe. Mit der richtigen Komination kann Grau elegant und modern wirken.
  • Braun wird verbunden mit Erde, Boden, Zuverlässigkeit und Natur. Braun löst Sicherheit und Geborgenheit aus.
  • Schwarz steht für Trauer, aber auch für Eleganz, Stärke und Seriösität.
  • Weiß wird verbunden mit Reinheit, Unschuld, Ehrlichkeit, sie wirkt hell und freundlich.“

Die Expertin empfiehlt, für ein gutes Homepage-Design nur zwei bis drei Farben zu wählen. „So schön manche Farben für sich auch sind“, meint Hönig, „Sie sollten immer prüfen, ob die Farben auch in Kombination zu verwenden sind.“ Dafür empfiehlt die Beraterin den kostenlosen Color Scheme Desginer, der es ermöglicht, die gewählten Farben vorher zu testen und zu prüfen, wie sie auf den Besucher wirken.

Auch bei der 1&1 Do-It-Yourself-Homepage können Sie ihre persönliche Farbauswahl ganz schnell und einfach treffen.

 

Foto: Fotowerk, Fotolia.com

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Kategorie: Tipps
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Kundenservice über Twitter, Facebook & Co. – wir haben ein offenes Ohr für euch

Das 1&1 Social Media Team nutzt seit 2009 neben diesem Blog verschiedene andere Plattformen – Facebook, Twitter, Google+ und auch LinkedIn –, um euch mit aktuellen Infos rund um das Unternehmen zu versorgen. Schon recht früh bekamen wir von euch Fragen gestellt, oder es wurden uns konkrete Anliegen geschildert. Von Anfang an haben wir als 1&1 Social Media Team in der Pressestelle uns bemüht, eure Fragen rund um 1&1, zu euren Verträgen oder neuen Produkten so gut und schnell wie möglich zu beantworten. Bei vielen Fragen konnten wir nicht direkt weiterhelfen und mussten Rücksprache mit den Experten im Kundenservice halten. Zum einen haben wir hier in der Pressestelle nicht den Zugriff auf alle nötigen Systeme, zum anderen haben die Kollegen einen ganz anderen Erfahrungsschatz, wie man gezielt weiterhelfen kann. Darum ist inzwischen auch das 1&1 Social Support Team für euch auf Facebook und Twitter unterwegs. 

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Kategorie: 1&1 Service
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Worauf Unternehmen bei ihren Facebook-Seiten achten sollten

Facebook hat kürzlich bei einzelnen Seiten eine Änderung im Administrationsbereich für Business-Pages vorgenommen. Inzwischen ist die Umstellung auf allen Unternehmensseiten erfolgt. Was ist neu? Durch die Änderungen erhalten Sie einerseits einen Überblick über die Reichweite Ihrer Beiträge. Außerdem rückt Facebook das Erstellen von Werbeanzeigen in den Vordergrund.

Der herkömmliche Administrationsbereich hat bislang über alle Aktivitäten auf Ihrer Facebook-Seite informiert. Mit einem Blick wurde deutlich, welche neuen Kommentare, Nachrichten oder „Gefällt mir“-Angaben von Ihren Fans gemacht wurden.

Genaue Informationen über die Reichweite

Jetzt listet der Bereich „Post“ Ihre veröffentlichten Beiträge untereinander auf und gibt Auskunft darüber, wie viele Leute diese erreicht haben. Neben der gesamten Reichweite erhalten Sie zusätzlich einen Überblick über die bezahlte Reichweite. Für jeden Beitrag können Sie ein unterschiedliches Budget auswählen und dadurch die Reichweite erhöhen. Durch die Änderung werden allgemeine Benachrichtigungen über „Likes“ (Gefällt mir) und Kommentare nicht mehr auf der Startseite angezeigt. Diese sind nur noch über einen kleinen Umweg erreichbar. Eingegangene Nachrichten werden weiterhin neben Ihren Beiträgen gelistet angezeigt.

Im unteren Teil des Administrationsbereichs können Sie Werbeanzeigen erstellen und auf diese Weise mehr „Likes“ generieren. Hier steht wiederum ein unterschiedliches Tagesbudget zur Verfügung. Auch hier gilt: Je mehr Sie bereit sind zu zahlen, umso mehr „Likes“ können Sie so pro Tag erhalten.

Was versteht Facebook unter dem Edge-Rank-Algorithmus?

Um eine möglichst große Zahl von Nutzern zu erreichen, kann es daher durchaus sinnvoll sein, einzelne Beiträge hervorzuheben. Hintergrund ist der Edge-Rank-Algorithmus: Dieser filtert die Neuigkeiten heraus, die für die Nutzer die höchste Relevanz haben und damit im News-Feed erscheinen. Grundlage dafür ist zum einen das Format einer Nachricht: Meldungen mit einem Bild, Link oder Video werden höher gewichtet als eine reine Textnachricht. Auch die Interaktion zwischen den Nutzern und die Aktualität des Eintrags spielen bei der Gewichtung eine entscheidende Rolle.

Facebook will sich künftig noch stärker als Social-Media-Plattform für Unternehmen positionieren. Die Maßnahmen sollen auch Neugründungen oder kleinen Unternehmen (KMU) eine Möglichkeit bieten, mehr potenzielle Kunden für die eigenen Produkte oder Dienstleistungen zu interessieren. Start-ups oder KMU verfügen in der Regel noch nicht über viele Fans bei Facebook.

Facebook ahndet Richtlinien-Verstöße bei Business-Pages jetzt konsequenter als zuvor

Für Facebook spielen Unternehmen mit Social-Media-Aktivitäten eine immer wichtigere Rolle. Auch die Richtlinien sollen verbessert und bei Verstößen konsequenter durchgegriffen werden. Zwar gibt es schon Richtlinien beispielsweise für Seitennamen, Titelbildern oder Promotions, doch die wurden in Vergangenheit nicht konsequent durchgesetzt. Facebook-Coverfotos dürfen maximal 20 Prozent Text enthalten. Auch der Seitenname muss ohne Sonderzeichen oder qualifizierende Zusätze auskommen.

Frist von 48 Stunden

Bei Verstößen wird die Seite zunächst in einem sogenannten Checkpoint überprüft und anschließend wird das Page-Management-Token entzogen. Dadurch ist die Administration von Drittanbieter-Tools nicht mehr möglich. Der Administrator hat danach innerhalb von 48 Stunden die Möglichkeit, den Seitennamen durch einen richtlinienkonformen Namen zu ersetzen oder ein passendes Coverfoto hochzuladen. Bei weiteren Verstößen oder nach Ablauf der 48 Stunden wird das Bild gelöscht. Wer sich auch dann noch uneinsichtig zeigt, verliert gar seine Facebook-Präsenz.

 

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Kategorie: Tipps
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Wie Sie regionales Online-Marketing erfolgreich für Ihr Unternehmen nutzen

Welche regionalen Marketingaktionen haben Sie online geplant oder umgesetzt? Der Online-Ratgeber des E-Commerce-Centers Handel (ECC Handel) ermöglicht es Ihnen die aktuelle Situation zu bewerten und spezifische Handlungsempfehlungen für Ihr Unternehmen abzuleiten. Dazu brauchen Sie lediglich zwölf Fragen zu Ihren bereits regionalen Internet-Marketingaktivitäten zu beantworten.

Später können Sie einen ausführlichen Leitfaden herunterladen, der auf der Analyse basiert. Dabei werden ausgewählte Marketinginstrumente dargestellt. Sie lernen Methoden und Instrumente zur Regionalisierung kennen und erfahren, wie Sie diese im Internet umsetzen können.

Am Projekt sind das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (Fraunhofer IAO), das E-Commerce-Center Handel (ECC Handel) und die IT Akademie Mainz GmbH beteiligt.

 

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Kategorie: E-Business
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Was Suchmaschinen-Optimierer von Philosophen lernen können

Suchmaschinen-Optimierer stehen vor einem Problem, über das sie nicht gerne reden. Zumindest nicht öffentlich. Die Platzierungen Ihrer Kunden in den Suchmaschinen-Rankings können sie immer weniger garantieren. Mehr noch: Auf welchem Platz die Webseiten ihrer Kunden überhaupt zu finden sind, vermögen SEO-Experten nicht mehr sicher festzustellen. Den Grund für das Problem: die personalisierte Suche. Eine Studie der University of London hat gezeigt, wie die personalisierte Suche das Ranking bei Google beeinflusst.

Die Londoner Forscher Martin Feuz, Matthew Fuller und Felix Stalder haben die personalisierte Suche bei Google unter die Lupe genommen. Sie wollten wissen:

  • Wie, wann und wie stark greift sie in die Suchergebnisse ein?
  • Was könnten die wichtigsten Ziele der Suchmaschine dabei sein?

Das Ergebnis der Studie verwundert auf den ersten Blick kaum: Google will damit vor allem seinen Werbekunden interessante Zielgruppen präsentieren. Doch das heißt auch, dass Google durch die personalisierte Suche schon viel stärker ins Ranking eingreift, als es manch einer vermutet. Dabei spiele es keine Rolle, so das Forscher-Trio, ob ein Nutzer nach einem bestimmten Begriff oder Thema bereits früher gesucht habe.

Wer suchet, der findet – das gilt in Anbetracht der Informationsflut im Internet heute nur noch begrenzt. So muss eine Suchmaschine bei der Anfrage etwa nach dem Begriff „Golf“ erkennen, worum es sich dabei handelt: eine Automarke, eine Sportart oder eine Meeresbucht. Dazu analysiert die Suchmaschine anhand der Historie, auf welche Ergebnisse früher geklickt wurde und auf welche nicht. Außerdem versucht die Suchmaschine, den Nutzer bestimmten Gruppen zuzuordnen, die seine Interessen widerspiegeln. Dazu werden vorhandene Daten aus früheren Suchergebnissen ausgewertet.

Wie die drei Forscher nachweisen konnten, werden Suchanfragen auch dann personalisiert, wenn sie ein völlig anderes Thema zum Gegenstand haben als vorher. Um das herauszufinden, haben Feuz, Fuller und Stalder drei Benutzerkonten angelegt. Aus Büchern der Philosophen Immanuel Kant, Friedrich Nietzsche und Michel Foucault generierten die Wissenschaftler daraufhin Suchanfragen – und trainierten die Suchmaschine.

Während des Experiments hat das Forscher-Trio die so erhaltenen Suchergebnisse sieben Mal mit den Ergebnissen eines nicht anonymen Nutzers verglichen. Dabei nutzten sie in einigen Durchläufen teils passende Begriffe aus den Werken der Philosophen, später kamen populäre Stichwörter des Bookmarking-Dienstes delicious.com hinzu. Auf diese Weise konnten die Briten ermitteln, wann und wie Google die personalisierte Suche einsetzt:

  • Die Personalisierung findet meistens nur auf den ersten zehn Seiten der Ergebnissuche statt. Andere Ranking-Faktoren scheinen derzeit offenbar noch gravierender zu sein als die personalisierte Suche, schlussfolgern die Autoren der Studie daraus.
  • Ob die Suche thematisch mit früheren Suchen verknüpft ist, spielt keine Rolle. Google personalisiert dennoch. Daraus leiten die britischen Forscher ab, dass dass Google tatsächlich versuche, ein Persönlichkeits- und Interessenprofil des Nutzers aus seinen bisherigen Suchen zu erstellen.

 

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