Achiv für Januar 2013

Leistungsschutzrecht für Presseverlage – Der Teufel steckt im Prinzip

Das sogenannte Leistungsschutzrecht für Presseverlage beschäftigt die deutsche Politik seit nunmehr gut vier Jahren. Jetzt nähert sich das Thema der politischen Zielgeraden im Bundestag. Am Mittwoch berät der Rechtsausschuss mit diversen Sachverständigen aus den Lagern der Kritiker wie auch der Befürworter den Gesetzentwurf der Bundesregierung. Die Regierungskoalition scheint trotz denkbar breiter Kritik, nicht zuletzt aus den eigenen Reihen, daran festhalten zu wollen, Presseverlagen hier ein neues Verwertungsrecht einzuräumen. In der Folge wäre künftig die Nutzung sogenannter „Snippets“ – also kurzer Textauszüge aus Webseiten – durch gewerbliche Suchmaschinen und andere Aggregatoren nur noch mit Zustimmung der Verlage erlaubt. In der Praxis liefe dies mit ziemlicher Sicherheit und trotz politisch gegenläufiger Hoffnungen auf eine neue Verwertungsgesellschaft, ähnlich der GEMA oder der VG Wort  hinaus. Über diese müssten künftig solche Snippets lizenziert werden.

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Kategorie: Netzkultur
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Der Bundesgerichtshof stellt fest: Internet ist lebenswichtig! Zur Pressemitteilung des BGH Az. III ZR 98/12 vom 24.01.2013

Was ist das liebste Kind der Deutschen? Nicht mehr nur das Auto. Leser des 1&1 Blogs wird das nicht überraschen können, und auch den unterschiedlichsten Umfragen nach finden seit Jahren mehr und mehr Menschen ihren Internet-Zugang wichtiger als einen PKW. Seit gestern ist aber sogar höchstrichterlich und rechtskräftig festgestellt: Das Internet hat

 „sich zu einem die Lebensgestaltung eines Großteils der Bevölkerung entscheidend mitprägenden Medium entwickelt“.

 Für durchschnittliche Verbraucher in Deutschland ist seine

 „ständige Verfügbarkeit seit längerer Zeit auch im privaten Bereich für die eigenwirtschaftliche Lebenshaltung typischerweise von zentraler Bedeutung“.

Ein historischer Tag. Der Bundesgerichtshof zählt damit die ständige Verfügbarkeit des Internets zu den elementarsten Bedürfnissen, auf einer Ebene mit dem Dach über dem Kopf – oder eben (bisher, oder vielleicht: noch) dem Auto.

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Kategorie: 1&1 Intern
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Vorsicht vor Abzocke bei Online-Branchenverzeichnissen

Klaus Mende* hat noch einmal Glück gehabt. Der 51-jährige Malermeister aus dem Westerwaldkreis (Rheinland-Pfalz) hat das seriös wirkende Schreiben der Gewerbeauskunft-Zentrale genauer unter die Lupe genommen. „Ich sollte auf dem Bogen die fehlenden Daten meines Malergeschäfts ergänzen“, erinnert er sich, „und das Ganze unterschrieben wieder zurückschicken.“ Hätte Mende sich nicht ganz genau das Kleingedruckte durchgelesen, wäre er mit seiner Unterschrift einen Abo-Vertrag auf zwei Jahre eingegangen. „Für den Eintrag in ein bundesweites Online-Branchenverzeichnis, das niemand braucht“, schüttelt er den Kopf.

Verbraucherschützer warnen inzwischen vor der Gewerbeauskunft-Zentrale und ihren amtlich wirkenden Schreiben zwecks „Erfassung gewerblicher Einträge“. Dahinter steckt ein Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf, das Gewerbetreibende, Schulen und selbst städtische Einrichtungen schriftlich auffordert, das zugesandte Formular zu ergänzen. Wer dies nicht sofort tut, erhält nach einiger Zeit einen Erinnerungsbrief.

Rund 2200 Euro für zwei Jahre

Wer das Formular ausgefüllt zurückschickt, dem flattert schon kurz nach Ablauf der Widerrufsfrist eine saftige Rechnung ins Büro: 596,06 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer soll der Online-Eintrag des eigenen Geschäfts pro Jahr kosten. Bei einer Vertragslaufzeit von zwei Jahren beziffert sich der Schaden für den Gewerbetreibenden so auf rund 2200 Euro. Wer nicht zahlt, erhält Mahnungen.

Verbraucherschützer raten, nicht auf die Forderungen des Unternehmens einzugehen. Denn das Düsseldorfer Oberlandesgericht hat im Berufungsverfahren mit seinem Urteil vom 14. Februar vergangenen Jahres (Aktenzeichen: I-20 U 100/11) die Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf (Aktenzeichen: 38 O 148/10) bestätigt und dem Unternehmen untersagt, das Formular weiterhin zu verwenden.

Frist nicht versäumen

Vorsicht ist aber angebracht, wenn das Unternehmen einen gerichtlichen Mahnbescheid erwirken sollte. Dem sollte der Betroffene auf jeden Fall fristgemäß widersprechen. Falls es dann zu einem Gerichtsverfahren kommen sollte, so Verbraucherschützer, könne man auf die Düsseldorfer Urteile verweisen.

Jede Stadtverwaltung erteilt darüber hinaus Auskünfte über Gewerbetreibende am Ort. Und wer dort werben möchte, wo er auch gefunden wird, ist beim 1&1 Branchenbuch-Service in guten Händen. „Den Eintrag gibt’s die ersten drei Monate sogar kostenlos”, freut sich Malermeister Mende. Danach kostet der Dienst 19,99 Euro im Monat – bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Ihr Vorteil: Die Online-Branchenbücher verzeichnen rund zehn Millionen Besuche pro Monat. So erreichen Sie mit nur einem Eintrag im 1&1 Branchenbuch-Service Millionen potentielle Kunden.

Erreichen Sie die volle Aufmerksamkeit mit exklusiven Anzeigen für Ihr Geschäft: Farbig hervorgehoben, mit Anfahrtsbeschreibung, Kartenansicht und ausführlichen Informationen sind Ihre Anzeigen im Branchenbuch der absolute Blickfang. Dabei stehen Ihre Einträge immer weit oben und sind in den Online-Branchenbüchern prominent platziert. Auch Handynutzer können bequem auf die Online-Branchenbücher zugreifen.

Und das Beste dabei: Diesen Service können Sie sogar ohne Homepage nutzen, um Ihr Unternehmen im Internet bekannt zu machen.

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*) Name geändert

 

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Kategorie: Tipps
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E-Mail-Marketing liegt weiterhin im Trend

Eine leichte Trendwende für deutsche E-Mail-Kampagnen hat Epsilon, einem nach eigenen Worten führenden Anbieter von Dialogmarketing-Dienstleistungen, schon im zweiten Quartal vergangenen Jahres festgestellt. Die Aufwärtsentwicklung setzt sich auch im dritten Quartal 2012 fort, wie eine aktuelle Benchmarkstudie des Unternehmens zeigt. Zahlen für das letzte Quartal vorigen Jahres liegen noch nicht vor. Der Trend: Die Zustell-, Öffnungs- und Klickraten von Marketing E-Mails konnten in Deutschland wie auch in der Region EMEA im Vergleich zum Vorjahresquartal durchweg zulegen. EMEA ist eine aus dem angloamerikanischen Sprachraum stammende Abkürzung für den Wirtschaftsraum Europe (Europa, bestehend aus West- und Osteuropa), Middle East (Naher Osten) und Africa (Afrika).

Epsilon analysiert fortlaufend Milliarden von E-Mails hinsichtlich ihrer Zustell-, Öffnungs- und Klickraten, um in seiner vierteljährlichen Trend- und Benchmarkstudie Kennzahlen zu präsentieren, die Aussagen über den Erfolg von E-Mail-Marketing-Kampagnen ermöglichen.

E-Mail-Zustellrate verzeichnet größten Zuwachs

Die aktuelle Studie für das dritte Quartal 2012 zeigt, dass die E-Mail-Marketing-Kennzahlen in Deutschland sowohl im Vergleich zum Vorjahresquartal als auch im Vergleich zum vorangegangenen Quartal zulegen konnten. Alle drei Kennzahlen liegen leicht über dem europäischen Durchschnitt. Den größten Zuwachs verzeichnete dabei die Zustellrate, die um 3,5 Prozent von 94,0 Prozent im dritten Quartal 2011 auf aktuell 97,3 Prozent stieg. Auch die Öffnungsrate legte um 1,2 Prozent von 25,6 Prozent im Vorjahresquartal auf nun 25,9 Prozent zu. Obwohl die Klickrate im Vergleich zum Vorquartal um 0,1 Prozentpunkte leicht gesunken ist, liegt sie mit aktuell 9,5 Prozent noch immer knapp über dem EMEA-Durchschnitt von 9,1 Prozent und stieg verglichen mit dem Vorjahresquartal sogar um 2,1 Prozent.

Dieser Aufwärtstrend setzt sich in der gesamten EMEA-Region fort. Den größten Anstieg verzeichneten die Öffnungs- und Klickraten: Während die Öffnungsrate um 6,2 Prozent von 23,2 Prozent im dritten Quartal 2011 auf jetzt 24,6 Prozent stieg, konnte die Klickrate im selben Zeitraum um immerhin 6,0 Prozent von 8.5 Prozent auf 9,1 Prozent zulegen. Auch die Zustellrate verzeichnete einen leichten Anstieg von 0,5 Pozent im Vergleich zum Vorjahresquartal und liegt nun im europäischen Durchschnitt bei 96,7 Prozent.

USA: Triggered Mails stark gestiegen

Die zeitgleich in den USA durchgeführte Untersuchung liefert zusätzliche Einblicke und zeigt, dass dort die Nutzung von anlassbezogenen (triggered) E-Mails im Vergleich zum Vorjahr um 19,1 Prozent gestiegen ist. Zu Recht, denn der aktuelle US-Benchmark-Report zeigt auch, dass triggered E-Mails im dritten Quartal 2012 um 75,1 Prozent höhere Öffnungsraten und sogar um 114,8 Prozent höhere Klickraten aufwiesen als die üblichen Business As Usual (BAU)-Nachrichten.

„Es ist keine Überraschung, dass anlassbezogene Nachrichten den Kunden stärker aktivieren, enger binden und Verkäufe vorantreiben“, sagt Swen Krups, Vice President Client Services EMEA bei Epsilon International. „Wie auch bei anderen Real-Time-Messaging-Systemen, besteht die größte Herausforderung in der Integration des triggered E-Mail Programms. Es ist ein sorgfältig zu planender Prozess, der zusätzliche, aber einmalige Investitionen erfordert – diese lohnen sich dennoch, denn der Return on Investment (ROI) ist hoch und die Ergebnisse sind sofort spürbar.“

Weitere Ergebnisse:

  • Vergleich Europa mit Nordamerika: Mit aktuell 96,1 Prozent liegt die Zustellrate in Nordamerika leicht unter dem Durchschnitt der EMEA-Region von 96,7 Prozent. Bei der Öffnungsrate liegen die Kennzahlen in Nordamerika mit 27,2 Prozent leicht über dem europäischen Durschnitt von 24,6 Prozent. Die Klickrate dagegen liegt in Nordamerika mit 4,5 Prozent deutlich unter der Klickrate der EMEA-Region von 9,1 Prozent.
  • Die Schweiz gegen den Trend: Im Gegensatz zum europäischen Durchschnitt sind die Zustell-, Öffnungs- und Klickraten von Marketing E-Mails in der Schweiz sowohl im Vergleich zum Vorjahres- als auch im Vergleich zum Vorquartal gesunken. Den größten Einbruch verzeichnete dabei die Klickrate, die gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 48,7 Prozent von 13,8 Prozent im dritten Quartal 2011 auf jetzt 7,1 Prozent abgenommen hat. Obwohl die Öffnungsrate deutlich um 8,6 Prozent gesunken ist, liegt sie mit aktuell 26, 3 Prozent immer noch über dem Durchschnitt der EMEA-Region.

Den vollständigen E-Mail-Marketing-Trendreport für das dritte Quartal 2012 können Sie bei Epsilon hier anfordern.

 

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Kategorie: E-Business
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Private eBay-Verkäufe: Gewährleistungsausschluss nicht vergessen

Jeden Monat werden allein in Deutschland fast 20 Millionen Artikel von privaten Verkäufern bei eBay angeboten. Die meisten Hobbyhändler geben dabei, obwohl sie es nicht müssen, auf ihre gebrauchte Ware Gewährleistung – oftmals unbeabsichtigt. Das ergab eine Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW bei 200 Auktionen und Direktverkäufen. Käufer können davon profitieren.

Viele private Verkäufer versichern auf eBay, dass sie „einwandfreie” Ware anbieten, dass etwa auf dem iPhone „keine Kratzer” oder „angestoßene Kanten” zu finden seien. Schön ist, wenn das stimmt. Doppelt dürfen sich Kunden freuen, wenn Hobbyhändler obendrein die Gewährleistung nicht ausdrücklich ausgeschlossen haben. Der Grund: Spielt etwa das Radio nach wenigen Monaten keine Musik mehr, kommt aus dem Fön nur noch ein laues Lüftchen, kann der Käufer die Nachbesserung (Reparatur) verlangen, und im zweiten Schritt den Kaufpreis mindern oder auch das Geschäft rückabwickeln. Diese Möglichkeit besteht bis zu zwei Jahre.

Private Verkäufer können Mängelhaftung vertraglich ausschließen

Dabei gilt laut Gesetz: Private Anbieter dürfen- anders als gewerbliche – die sogenannte Mängelhaftung vertraglich ausschließen. Dafür eignen sich am besten zwei Worte zum Geleit der eBay-Offerte: „keine Gewährleistung”. Rechtlicher Streit droht hingegen bei eBay-Auktionen, die ausdrücklich „Umtausch” und „Rückgabe”, „Garantie” und „Geldrückerstattung” ausschließen. So manchem Richter dürften solche Formulierungen nicht genügen, um die Gewährleistungspflicht abzuwehren.

Verblüffendes Ergebnis bei einer Stichprobe von 200 Auktionen

Als die Verbraucherzentrale NRW 200 Technikverkäufe und -auktionen gebrauchter Artikel von Privat anklickte, fand sich ein verblüffendes Ergebnis. Nur jeder vierte Hobbyhändler (54) formulierte rechtlich einwandfrei. Vom großen Rest verlor sich die eine Hälfte (71) in fragwürdigen und problematischen Phrasen, die andere (75) verzichtete – ob bewusst oder nicht – komplett auf die Möglichkeit des Ausschlusses. Erstaunlich: Egal, ob Profi oder Neuling auf dem Verkaufsparkett, die Quote blieb in etwa gleich. Das belegte ein Kontroll-Blick der Verbraucherschützer auf Auktionen und Sofortverkäufe privater Händler, die weniger als 50 Transaktionen auf ihrem Konto stehen hatten.

Vergleich zwischen billigen und teuren Produkten

Leichte Unterschiede fanden sich dagegen beim Vergleich zwischen teuren und billigen Produkten. Bei TVs und Handys über 200 Euro war bei fast jedem dritten Gerät die Gewährleistung korrekt verweigert, bei MP3-Playern und Toastern unter 30 Euro nur bei jedem fünften. Wichtig zu wissen beim Online-Shopping: Die so gern und fälschlich benutzten Worte „Garantie” und „Umtausch” sind freiwillige Leistungen eines Verkäufers. Die kann er nach eigenem Gusto einräumen. Wer keine „Garantie” geben will, muss das – im Unterschied zur gesetzlichen Gewährleistung – nicht ausdrücklich ausschließen.

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Kategorie: E-Business
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Diese vier Trends werden 2013 den Online-Handel verändern

Für Einzelhändler in Deutschland ist 2012 laut Statistischem Bundesamt kein leichtes Jahr gewesen. Nach der aktuellen Schätzung liegt der Gesamtumsatz des Einzelhandels um etwa 0,2 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Wer sein Geschäft online betreibt, steht besser da: Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) prognostiziert für das Gesamtjahr 2012 einen E-Commerce-Umsatz von 27,5 Milliarden Euro, das entspricht einem Plus von 26,5 Prozent im Vergleich zum Jahr 2011. Damit steht 2012 in der Tradition der Vorjahre: Erneut musste der bvh seine Prognose nach oben korrigieren, E-Commerce übernimmt jährlich immer größere Teile des Gesamtumsatzes des Einzelhandels vom traditionellen Ladengeschäft.

Doch auch Onlinehändler stehen vor der kontinuierlichen Herausforderung, ihre Kunden an sich zu binden und eine attraktive Shopping-Umgebung zu bieten. Kunden können überall einkaufen: im Laden, zuhause am Laptop oder PC und unterwegs über Smartphones und Tablets. Die Shoppingmeile ist jetzt überall. Bei einer solch großen Auswahl gilt es, Trends früh zu erkennen. 2013 ist dies wichtiger als je zuvor, denn laut bvh werden die Umsätze im E-Commerce weiter steigen, während neue Technologien das Einkaufsverhalten der Kunden massiv beeinflussen. So weit, dass die Kategorien „Online“ und „Offline“ schon bald abgeschafft werden könnten.

Rakuten, nach eigenen Angaben weltweit drittgrößtes E-Commerce-Unternehmen, hat vier dieser E-Commerce-Trends zusammengetragen, die das Jahr 2013 prägen werden und auf die sich Händler einstellen sollten:

1. On- oder offline? Noline!
„Multichannel“, das Schlagwort der vergangenen Jahre, entspricht nicht mehr der Realität des Shoppingverhaltens. Eine Unterscheidung zwischen On- und Offline findet kaum mehr statt, Kunden informieren sich, vergleichen und kaufen auf den Wegen bei einem Anbieter, die ihnen am besten gefallen. Eine bewusste Unterscheidung nimmt der Kunde nicht mehr vor, aus „online“ und „offline“ wird „noline“. Händler stellt das vor die Herausforderung, dem Kunden über alle Berührungspunkte hinweg das Einkaufserlebnis zu bieten, das er gewohnt ist. In diesen Erwartungen liegt viel Potential für Kundenbindung – aber auch das Risiko, Kunden zu enttäuschen und damit zu verlieren. Spezialisierte Apps, QR-Codes und Augmented Reality (erweiterte Realität) werden 2013 eine bedeutendere Rolle spielen als bisher. Gemeinsam mit neuen Bezahlmöglichkeiten wie Apples Passbook wird dies Shopping on- und offline verändern – der nächste Schritt bei der Verschmelzung der Absatzkanäle.

2. Bezahlen wie ich will
Kunden, die nicht mehr in eingefahrenen Shopping-Kanälen denken, verändern auch ihr Bezahlverhalten. Wie schnell und einfach ein Produkt bezahlt werden kann, entscheidet oft maßgeblich über den Kauf. Bezahlmethoden über Mobilgeräte werden den Kaufprozess 2013 weiter verändern. PayPal und iTunes haben bereits mit der Zentralisierung von mobilen Transaktionen begonnen. Doch der nächste Schritt wird von Anbietern wie Square gegangen, die Kreditkartenzahlung über kompakte, an das Smartphone anschließbare Geräte ermöglichen. Ganz gleich, ob auf Rechnung oder per Kreditkarte, ob zuhause oder unterwegs: Das Bedürfnis, individuell über den bevorzugten Zahlungsweg zu entscheiden, wird Händlern mit einer breiten Palette an Zahlungsmethoden auch künftig einen entscheidenden Vorteil verschaffen.

3. Die Online-Frischetheke – alles bitte gleich!
Heute kann fast alles online geordert werden – bis auf Lebensmittel. Dieser bisher kaum erschlossene Markt wird nach vorsichtigen Anfängen, wie dem der Müsli-Spezialisten von MyMuesli, in diesem Jahr große Schritte machen, denn er wird durch eine andere Entwicklung begünstigt: Same Day Delivery. Nach ersten Vorstößen steigt die Nachfrage nach der Lieferung noch am Bestelltag. Das Verlangen nach schneller Lieferung bereitet den Weg für eFood: Logistikdienstleister wie DHL bauen ihre Infrastruktur auch für Kühlketten weiter aus und die ersten Anbieter positionieren sich mit dem Versand von frischen Lebensmitteln. Egal, ob der heißersehnte Laptop oder eine Gemüseauswahl für das Abendessen mit Freunden – die unmittelbare Verfügbarkeit ist kein Alleinstellungsmerkmal des stationären Handels mehr , auch die Lieferung am gleichen Tag lässt den Unterschied zwischen On- und Offlinehandel immer mehr verschwimmen.

4. Mehr Videos bei Händlern und Kunden
Zahlen von Rakuten Deutschland belegen, dass Videos zu Produkten den Absatz maßgeblich begünstigen: „In der Regel verkauft sich das gleiche Produkt bei in der Produktbeschreibung enthaltenen Videos durchschnittlich viermal so oft wie Produkte ohne Video“, stellt Beate Rank, CEO von Rakuten Deutschland, fest. Kaum verwunderlich, denn Kunden setzen selbst auf das Medium: „Unboxing“-Videos und Video-Reviews sind bereits populär und werden 2013 eine immer wichtigere Rolle spielen. Händler, die in Videos mit Fachwissen und Beratung punkten können, begegnen diesen Kunden auf Augenhöhe.

 

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Kategorie: E-Business
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Ob zu Hause oder unterwegs: Günstig mobil surfen mit dem 1&1 Mobile-WLAN-Router USB

Der 1&1 Mobile-WLAN-Router USBUnterwegs mobil surfen und trotzdem zu Hause das WLAN nutzen? Mit  dem neuen 1&1 Mobile-WLAN-Router USB in Verbindung mit der 1&1 Notebook-Flat ist beides möglich. Dazu ist der Router mit einem USB-Anschluss ausgestattet, der entweder an das Notebook  direkt oder mit einem Adapter an die Steckdose angeschlossen werden kann.  Einfach zu Hause in die Steckdose stecken und schon funkt der Router kabellos in den heimischen vier Wänden. Bis zu fünf Endgeräte könnt ihr  mit dem Router über das WLAN nutzen. Der Mobile-WLAN-Router USB funktioniert dabei genauso wie ein DSL-Modem mit WLAN-Funktion, benötigt aber keinen DSL-Anschluss. Die Internetverbindung stellt er über das Mobilfunknetz her.

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Kategorie: Mobil Surfen | Produkte
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Mittelständler: Webseiten fürs mobile Internet im Trend

Das mobile Internet wird auch für mittelständische Unternehmer immer wichtiger. Wie eine Studie der Unternehmensberatung Fittkau & Maaß gezeigt hat, besitzen heute mehr als 40 Prozent der deutschen Internet-Nutzer ein Smartphone. Vor drei Jahren sei das nur etwa jeder zehnte gewesen, heißt es.

Im Rahmen der Studie wurden 8900 Besitzer von internetfähigen Mobiltelefonen und Smartphones befragt, ob und inwieweit sie das mobile Web nutzen. Das Ergebnis: Rund 93 Prozent der Smartphone-Besitzer haben auch schon mobil gesurft. Jeder Zweite (etwa 50 Prozent) ist sogar fast täglich mobil im Web unterwegs.

Zwar zählen zu den beliebtesten mobilen Inhalten und Funktionen nach wie vor Nachrichten und Wetterinformationen. Aber bei Kaufentscheidungen spielt das mobile Internet nach Worten der Unternehmensberater eine immer größere Rolle, vor allem wenn es um Details zu Produkten und Preisen geht.

So bestätigen heute deutlich mehr als die Hälfte der Smartphone-Besitzer (rund 57 Prozent), dass sie sich „mindestens gelegentlich“ mit Hilfe ihres Mobiltelefons über Produkte informieren. Jeder Vierte tue dies sogar regelmäßig, heißt es.

Mobil Preise vergleichen und Produkt-Infos abrufen

Ein weiterer Trend: Fast ebenso viele setzen ihr Smartphone für Preisinformationen oder -vergleiche ein: Insgesamt rund die Hälfte überprüfen „gelegentlich” mobil, wie sie das Portemonnaie schonen können – ein Fünftel inzwischen schon regelmäßig,

Doch die Rechnung „Mobil informieren = mobil kaufen“ geht in Deutschland zumindest noch nicht auf: Denn die Verbraucher setzen die mobil gewonnenen Infos später überwiegend (etwa 62 Prozent) am heimischen Computer oder im klassischen Online-Shop ein. Fast ein Viertel kauft anschließend sogar offline ein, im herkömmlichen Ladengeschäft. Nicht einmal jeder Zehnte ordert im Anschluss an die mobile Preis- oder Produktrecherche sofort von unterwegs per Smartphone.

Die Experten rechnen aber damit, dass der mobile Trend weiter zunimmt. Klein- und mittelständische Unternehmer sollten dies bei Ihren Online-Angeboten (Homepage-Gestaltung) und E-Shops daher berücksichtigen.

 

Mehr Infos zur Studie im Web.

 

 

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Kategorie: E-Business
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Die perfekte Homepage für die Restaurants, Cafés und Kantinen

Ein Restaurant, ein Café oder eine Imbiss-Stube – ein eigener Online-Auftritt ist wichtig fürs Geschäft. Lesen Sie, worauf Gastronomen beim Erstellen Ihrer Homepage achten sollten.

Die Bedeutung des Internets für die Betriebe variiert stark je nach Betriebsart und Leistungsschwerpunkt.

  • Restaurants mit und ohne Bedienung: Mehr als 80 Prozent der Betriebe mit privater, gewerblicher und touristischer Nachfrage betreiben Experten zufolge Online-Marketing über Bewertungs-, Reise- oder regionale/lokale Portale. Die meisten von ihnen haben eine eigene Webseite, die jedoch oftmals bloß als Visitenkarte gestaltet ist: Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten sind darauf verzeichnet.
  • Systemgastronomie: Fast-Food-Betriebe sind Vorreiter bei der Internet-Nutzung. Eine aktuelle, professionelle Webseite ist ein Muss, Portale aller Art und soziale Netze nutzt die Systemgastronomie intensiv. Die einschlägigen Top-Unternehmen nutzen ihren Webauftritt gleichzeitig als Business-Portal – für den Kontakt zu den Filialen, Standorten oder Franchise-Nehmern oder aber für Werbeaktionen und als Online-Shop.
  • Imbiss-Stuben, Cafés und Eissalons: Betriebe in zentraler Lage, in Ballungsräumen, in touristischen Zentren oder solche, die einen Kultstatus besitzen und vielleicht besondere Spezialitäten anbieten, verfügen häufig über eine eigene Homepage. Dagegen nutzen Betriebe, die Kunden nicht ausschließlich aus dem direkten lokalen Umfeld bedienen, Online-Marketing. Sehr kleine, auf lokale Nachfrage angewiesene Betriebe ohne spezielle Positionierung oder USP sind oft ausschließlich in lokalen Branchen- und Adressverzeichnissen vertreten und verfügen über keine eigene Webseite.
  • Event-Caterer: Diese Betriebe nutzen das Internet intensiv und achten besonders auf eine ständig gepflegte, professionelle Webseite, die für den unternehmerischen Erfolg unverzichtbar ist. Für Event-Caterer ist die emotionale und visuell begeisternde Online-Kommunikation ein Schlüsselelement, um überregional und – je nach Leistungsschwerpunkt – international B2B-Marketing zu betreiben.
  • Betreiber von Pachtkantinen: Diese sind nahezu ausnahmslos im Internet vertreten. Die B2B-Online-Kommunikation unterstreicht die eigene Kompetenz und Glaubwürdigkeit. Zielgruppen dabei sind vor allem gewerbliche Kunden und Geschäftspartner. Branchen- und Fachportale spielen bei ihnen eine Rolle, soziale Netze dagegen nicht.

Ähnlich sieht es auch bei Schankwirtschaften („Kneipen“), Bars und Diskotheken aus: Je nach Größe und Leistungsschwerpunkt besitzen die Lokalitäten eine Profi-Homepage oder sind lediglich in Branchenverzeichnissen vertreten.

„Das Internet ist aus unserem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken“, sagt Marc Schnerr, früher Geschäftsführer des Branchenverbands Interhoga. „Für die Gastronomie gilt das genauso: Denn immer mehr Gäste informieren sich inzwischen online über ein Restaurant, ein Bistro oder eine Bar.“ Und würden dann direkt ihren Tisch buchen. Für die Gastronomie, stellt Schnerr fest, biete das Internet enorme Vermarktungschancen.

Dennoch: Rund 40 Prozent aller Gastronomie-Betriebe ist noch immer ohne eigene Webseite, wie eine Verbandsumfrage im März 2011 ergeben hat. Neuere Zahlen liegen nicht vor. Den Grund sehen Experten darin, dass sich „viele Gastronomen nicht so recht an das Thema der eigenen Internet-Präsenz herantrauen“. Hinzu komme, dass sich über die Hälfte aller potenziellen Gäste vor dem ersten Besuch auf Bewertungsportalen über die Qualität einer Gaststätte. „Gerade bei mobilen Suchanfragen ist eine Präsenz im Internet für Gastronomen wichtig“, bestätigen Fachleute, „um den sprichwörtlichen Laufkunden ins Auge zu fallen.“

Welche Hindernisse sehen Gastwirte im Zusammenhang mit einer Webseite für das eigene Geschäft?

  • Gastronomen befürchten einen großen Aufwand für die Erstellung und Pflege der eigenen Homepage.
  • Sie sorgen sich um vermeintlich hohe Kosten für Erstellung, Suchmaschinen-Marketing und die Pflege der Homepage.
  • Wirte wollen keine zu langen Vertragslaufzeiten eingehen.
  • Sie haben Angst, technisch zu wenig von der Materie zu verstehen.
  • Mitunter sehen Gastronomen eine eigene Webseite auch als nicht sinnvoll an, „weil man den Charme eines Restaurants nicht über ein paar Bilder transportieren kann“.

Welche Elemente sind für eine Profi-Homepage im Gastro-Bereich essentiell?

  • Klare, übersichtliche Navigation: Besucher müssen sofort finden, was sie suchen.
  • Regelmäßige Aktualisierung: wechselnde Abend- und Wochenkarten, spezielle Themenwochen, Events (beispielsweise Deugstations-Menüs, Weinproben oder Veranstaltungen)
  • Emotional ansprechende Bilder und multimediale Inhalte: virtuelle Rundgänge durch die Lokalität, Videos, Diashow, um die Atmosphäre so anschaulich wie möglich zu vermitteln
  • Interaktive Dialogelemente: Routenplaner, Tischreservierung online
  • Passendes, möglichst individuelles Design: Gestaltung und Farbwahl der Webseite müssen die Identität des Restaurants transportieren
  • Aufbereitung der Inhalte für mobile Endgeräte: Smartphones erlauben es potenziellen Gästen, jederzeit von unterwegs aus – auch spontan – nach Restaurants und Bars in der unmittelbaren Umgebung zu suchen und sich direkt zur Gaststätte führen zu lassen
  • Suchmaschinen-Optimierung (SEO): Auffindbarkeit über Google, Google Maps, Links zur eigenen Webseite auf relevanten Portalen, hochwertige (einzigartige) Inhalte

 

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Onlinebewertungen – Chancen und Risiken für Zahnarztpraxen

Fast jeder Aspekt des täglichen Lebens wird heute in der einen oder anderen Form im Internet bewertet. Die medizinische Versorgung bildet hier keine Ausnahme. Zahnärzte können von diesem Trend profitieren und durch positive Empfehlungen möglicherweise neue Patienten gewinnen. Doch es gibt auch Risiken. So kann zum Beispiel ungerechtfertigte Kritik dafür sorgen, dass der gute Ruf nachhaltig beschädigt wird. Bewertet werden können Haus- oder Fachärzte im Internet unter anderem über die sogenannte Weiße Liste. Bei ihr handelt es sich um ein gemeinsames Projekt der Bertelsmann Stiftung mit den Dachverbänden der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen. Abgeben können ihre Bewertung jedoch nur die Versicherten der teilnehmenden Kassen (bislang AOK, Barmer GEK und TK). Das Portal soll Orientierung bei der Arztsuche bieten und die Qualität in den Praxen langfristig erhöhen.

Eine ähnliche Funktion erfüllen bereits seit längerer Zeit Webseiten wie Jameda oder DocInsider.de. Da diese Online-Services ein sehr breites Spektrum unterschiedlichster Fachrichtungen abdecken, rufen Besucher nicht selten aus reiner Neugier Bewertungen von Ärzten auf, deren Praxis sich etwa in der Nähe ihres Wohnortes befindet. Bei vielen positiven Empfehlungen kann ein Zahnarzt so durchaus zusätzliche Patienten gewinnen. Andererseits macht es Medizinern gerade die Masse an Bewertungen schwer, stets genau zu wissen, was über sie geschrieben wird. Einige Portale bieten deshalb eine „Alarm-Funktion“ an, die dafür sorgt, dass man per E-Mail über Einträge zur eigenen Praxis informiert wird.

Bewertungen auf der eigenen Homepage

Alternativ können Zahnärzte auch ein Bewertungstool in ihre Homepage integrieren. Klarer Vorteil: Die Praxis hat das Stimmungsbild unter den Patienten fest im Blick und kann bei eventuellen Misstönen sofort reagieren. Umgesetzt werden kann dies beispielsweise mithilfe einer Lösung, die ein externer Dienstleister betreibt. Die Kundenzufriedenheit wird hier meist durch ein „Widget“ direkt auf der Website angezeigt. Möglich ist natürlich auch, selbst ein System zu programmieren bzw. programmieren zu lassen. Im Unterschied zu den Entwicklungen namhafter Hersteller kann es in diesem Fall allerdings unter Umständen zu einem Glaubwürdigkeitsproblem kommen. Wer auf eine solche Variante zurückgreift, ist daher mit einem Höchstmaß an Transparenz gut beraten. Deutlich gezeigt werden sollte, dass die Bewertungen von „echten“ Patienten stammen und nicht nur wohlwollende Kommentare zugelassen werden, sondern auch Kritik. Die Anonymität muss bei der Stimmabgabe selbstverständlich ebenfalls gewährleistet sein.

Wie funktionieren Bewertungen?

Sowohl auf Online-Portalen als auch bei Bewertungstools, die in die Praxis-Homepage eingebunden werden, können die unterschiedlichsten Faktoren in das Gesamturteil einfließen. Für Bewertungen auf der Website spricht dabei die größere Flexibilität. So lässt sich das Frageformat in der Regel nach eigenen Vorstellungen gestalten, während man bei Online-Portalen häufig auf ein vorgegebenes Format angewiesen ist. Der Fragebogen für die Nutzer der Weißen Liste umfasst zum Beispiel rund 40 vorformulierte Fragen, die mithilfe eines Skalensystems (von „trifft überhaupt nicht zu“ bis „trifft voll und ganz zu“) beantwortet werden können.

Wird ein individueller Fragebogen konzipiert, empfiehlt es sich, die Patientenbrille aufzusetzen und jene Punkte zu prüfen, auf die man selbst bei einem Arztbesuch achtet: Wartezeit, Freundlichkeit des Personals, Einfühlungsvermögen des Arztes, Sauberkeit und Ausstattung der Praxis, Aufklärung über anstehende Kosten oder die vermeintliche Risiken der Behandlung usw.

Nicht gleich beleidigt sein

Kritik wird online erfahrungsgemäß viel offener, teilweise auch aggressiver kommuniziert. Zahnärzte müssen also darauf gefasst sein, dass sich verärgerte Patienten Luft verschaffen können. Prinzipiell gilt dann: Ruhe bewahren. Hilfreich ist es, mit einem Kommentar zu antworten, der in sachlich-neutralem Ton erklärt, warum ein Sachverhalt so ist, wie er ist, und vielleicht nicht geändert werden kann – oder greifen Sie die Anregung einfach dankbar auf! Sollten Sie als Konsequenz etwas in Ihrer Praxis verändert haben, etwa den Terminplan entzerrt oder das Wartezimmer verschönert, lohnt es sich, darüber zu berichten. Das schnelle Beheben eines Missstands wirft ein positives Licht auf die Praxis und kann neue, bessere Bewertungen nach sich ziehen.

Ist die Kritik ungerechtfertigt bzw. falsch, sollten Sie sich am besten an den Administrator der Website wenden. Dieser kann bewusst böswillige Bewertungen oder Verleumdungen löschen bzw. Diskussionen mit einem entsprechenden Vermerk schließen. Das Gros der Online-Portale ist inzwischen mit einem Feature ausgestattet, über das ein Missbrauch mit wenigen Klicks an die Betreiber gemeldet werden kann.

Weigert sich ein Portalbetreiber, in einem solchen Fall aktiv zu werden, steht Zahnärzten zur Not auch der Rechtsweg offen. Das Landgericht Nürnberg-Fürth etwa entschied kürzlich zu Gunsten eines Zahnarztes, dem in einer anonymen Bewertung vorgeworfen worden war, fachlich inkompetent zu sein und vorrangig eigene wirtschaftliche Interessen zu verfolgen. Das Portal habe die Bewertung und ihren Hintergrund nicht ausreichend geprüft, so das Gericht. Zudem seien möglicherweise die Persönlichkeitsrechte des Arztes verletzt worden. Im Zuge der sogenannten Störerhaftung ist das Portal damit zur Unterlassung verpflichtet und muss die Bewertung zumindest vorläufig löschen (Aktenzeichen: 11 O 2608/12).

No-Go Kollegenschelte

Auf keinen Fall sollten Zahnärzte versuchen, Kollegen mit gezielten Negativbewertungen in ein schlechtes Licht zu rücken. Auch „bestellte“ Kommentare, die die eigene Praxis besser aussehen lassen sollen, sind ein absolutes No-Go. Denn fliegt der Schwindel auf, droht dem betroffenen Arzt nicht nur ein enormer Ansehensverlust in Medizinerkreisen, sondern vor allem auch ein irreparabler Vertrauensbruch gegenüber seinen Patienten, die sich von ihm getäuscht fühlen.

Viele Bewertungsportale stellen aus den Stimmen und Noten, die für einen Arzt abgegeben werden, ein Gesamtranking zusammen. Um auf einem der attraktiven vorderen Plätze zu landen, sollten Ärzte ihre Patienten darüber aufklären, dass sie die Behandlungen bewerten können. Ein dezenter Hinweis, etwa auf einem Plakat im Empfangsbereich oder Wartezimmer, reicht für diesen Zweck aus.

Auch durch die Angabe spezieller Behandlungsangebote wie beispielsweise dem Einsatz von Hypnose für Angst-Patienten oder einer gesonderten Kinder-Sprechstunde lässt sich die Benotung verbessern. Das Erwähnen etwaiger Leistungen hebt eine Praxis aus der Masse heraus und führt dazu, dass bei der Online-Recherche, die Arztbesuchen heute immer häufiger vorausgeht, vielleicht das Interesse des einen oder anderen neuen Besuchers geweckt wird.

Fazit

An Online-Bewertungen führt kaum noch ein Weg vorbei. Neben Empfehlungen von Bekannten, Freunden und Familienangehörigen sind sie inzwischen eine der wichtigsten Orientierungshilfen bei der Suche nach Waren oder Dienstleistungen. Es ist daher ratsam, die Beurteilung der eigenen Praxis stets im Auge zu behalten. Nur so können Zahnärzte schnell auf negative Äußerungen reagieren. Gleichzeitig bieten sie die Chance, sich durch positive Ergebnisse abzuheben. Denkbar ist etwa, gute Bewertungen in der Praxis auszuhängen. Das schafft Vertrauen – und damit die Basis für eine gesunde Beziehung zwischen Arzt und Patienten.

 

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