20 Jahre Linux: Wie alles begann

Am 26. August 1991 war es soweit. Der finnische Student Linus Torvalds postete in einer MinixNewsgroup, dass er dabei sei, ein freies Betriebssystem zu entwickeln „nichts großes, nur so als Hobby“. Er lud dazu ein, sich an der Entwicklung zu beteiligen.

Heute, 20 Jahre später, sehen wir was aus diesem „Hobby“ geworden ist. Linux ist in vielen Bereichen nicht mehr wegzudenken; auch dort, wo wir es zunächst gar nicht als solches erkennen, nämlich im sogenannten Embedded-Bereich. Es läuft in Routern, Navigationsgeräten, Fernsehern, MP3-Playern und natürlich in Mobiltelefonen, denn auch Android ist eine Linux-Variante. Die wohl größte Bedeutung hat Linux aber für das Internet. Fast jeder Webserver läuft mit Linux.

Die Bezeichnung Linux bezog sich anfangs nur auf den Kernel​, den „Systemkern“, wurde später jedoch für die ganze Systemarchitektur freier UNIX -ähnlicher Systeme genutzt. Insgesamt gibt es sehr viele Linux-Varianten, die sogenannten Distributionen, die zwar alle auf dem Linux-Kernel basieren, sich aber durch Erweiterungen und Programme unterscheiden und den Einsatz von Linux für nahezu jeden Zweck ermöglichen. Ein großer Vorteil von Linux ist der modulare Aufbau. Der Kernel ist vollständig von der Benutzeroberfläche getrennt, man kommuniziert textbasiert über eine sogenannte Shell, die die Klartextbefehle in einen Code übersetzt, welchen der Kernel interpretieren kann.

Die Shell verhält sich hierbei wie eine normale Anwendung ohne besondere Privilegien. Unter Linux lassen sich verschiedene Shells nutzen. Die wohl bekannteste Shell ist die BASH (Bourne Again Shell). Nutzt man ein X-Window System mit einer grafischen Benutzeroberfläche wie KDE oder GNOME, läuft auch dieses getrennt vom Kernel und kann bei Problemen neu gestartet werden, ohne das restliche System zu beeinträchtigen. Ein weiteres typisches Merkmal bei Linux-Systemen ist die Tatsache, dass sich alles (Schnittstellen, Geräte) als Datei darstellt und auch wie eine solche behandelt werden kann. Somit wird die Kommunikation deutlich vereinfacht. Außerdem werden sämtliche Konfigurationsparameter in Textdateien abgelegt, was eine hervorragende Übersicht gewährleistet.

​Auch 1&1 hat schon früh die Vorteile von Linux Systemen speziell im ​Webhosting Bereich erkannt und betreibt heute mit über 70.000 Servern eine der weltweit größten Linux-Installationen. Mehr zur Geschichte von Linux bei 1&1 findet ihr im nächsten Teil unserer kurzen Serie zum 20. Geburtstag von Linux.

Kategorie: Netzkultur
1 Kommentar1
  1. 26. August 2011 um 09:25 |

    Die Information zu Linux im 1&1-Blog ist ja wunderbar, aber wie unterstützt den 1&1 dieses Betriebssystem? Alle kleinen Softwarehelferlein (Softphone etc.) laufen unter Windows. Da wäre es doch schön, auch hier mal den ein oder anderen Hinweis zu Linux zu erhalten. Am besten engagiert sich 1&1 durch die Unterstützung der Community an den Linux-Projekten 😉

    Gutes Gelingen!
    S.

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