Tag Archive für Jugendschutz

„Ich sehe mich als Botschafterin für die Digitalisierung Deutschlands“ – Christina Schwarzer im Interview zu Medienkompetenz und Digitaler Agenda

Debatten über Medienkompetenz gibt es nicht erst seit dem Siegeszug des Internets. Die ständige Durchdringung des Alltags und die nahezu unbeschränkte Verfügbarkeit von Inhalten geben der Notwendigkeit eines bewussten und informierten Umgangs mit Medien aber nochmal eine völlig neue Dimension. Da viele Inhalte nicht kindgerecht sind, müssen Eltern sich Gedanken über den Konsum von Internet und anderen Medien durch ihre Kinder machen. Der Staat wiederum steht vor der Aufgabe zu entscheiden, welche Möglichkeiten für gesetzlichen Jugendschutz er in einem weltumspannenden Netz überhaupt hat und wie er bei der Vermittlung von Medienkompetenz unterstützen kann.

Darüber haben wir mit Christina Schwarzer, Mitglied des Deutschen Bundestages und Mitglied im Familienausschuss und Ausschuss Digitale Agenda gesprochen. Im Interview betont sie unter anderem die Notwendigkeit, alle Stakeholder zu Medienkompetenz und Jugendschutz an einen Tisch zu bringen, und die Rolle von Politikern als Botschafter des digitalen Wandels.

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Kategorie: Netzkultur
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"Der Europäische Gerichtshof muss sich mit den Snowden-Enthüllungen beschäftigen" – Tabea Rößner im netzpolitischen Interview

Bundestagswahl 2013Am 22. September 2013 wird der 18. Deutsche Bundestag gewählt. Das Internet als Wahlkampfthema hat dabei mehr Bedeutung als jemals zuvor. Netzpolitik mag zwar noch nicht wahlentscheidend sein, doch keine Partei kann es sich leisten, kein netzpolitisches Konzept zu haben. Und nicht zuletzt: Das Internet spielt als Kommunikationsplattform im Wahlkampf der Parteien und jedes einzelnen Bundestagskandidaten eine kaum zu überschätzende Rolle. Im 1&1 Blog setzen wir uns in loser Folge in Artikeln und Interviews mit der Bundestagswahl und den verschiedenen Facetten der Netzpolitik auseinander – wir schauen in die Wahlprogramme und sprechen mit den netzpolitischen Gesichtern der verschiedenen Parteien. Und wir freuen uns auf Ihr Feedback! Nach Manuel Höferlin, Lars Klingbeil, Michael Kretschmer und Dorothee Bär sprechen wir heute mit Tabea Rößner, medienpolitische Sprecherin der Grünen.

Frau Rößner, die Telekommunikations- und Internetüberwachung durch Geheimdienste ist das Thema der Stunde – im Moment bekommt die Öffentlichkeit das Gefühl einer Ratlosigkeit der Politik vermittelt. Was konkret würden die Grünen im Falle eines Regierungswechsels in Sachen PRISM & Tempora zur Eindämmung dieser Überwachung tun?

Tabea Rößner, MdB

Tabea Rößner, MdB

Längst ist klar, dass die Ausspähungen nichts mit gezielter Terrorismus- oder Verbrechensbekämpfung zu tun haben. Wie wir nun wissen, wurden massenhaft BürgerInnen ausgespäht, die UNO abgehört und in vielen Botschaften und Konsulaten soll ein Abhörprogramm der NSA laufen – ein Posten davon in Frankfurt! Die Rolle des BND bleibt unklar. Die Bundesregierung schweigt weiterhin oder versucht uns mit lächerlichen „No Spy-Verträgen“ ruhig zu stellen. Das ist ein unhaltbarer Zustand!

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Kategorie: Netzkultur
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"Bei Einschränkungen der Internetfreiheit bin ich sehr empfindlich" – Dorothee Bär im netzpolitischen Interview

Am 22. September 2013 wird der 18. Deutsche Bundestag gewählt. Das Internet als Wahlkampfthema hat dabei mehr Bedeutung als jemals zuvor. Netzpolitik mag zwar noch nicht wahlentscheidend sein, doch keine Partei kann es sich leisten, kein netzpolitisches Konzept zu haben. Und nicht zuletzt: Das Internet spielt als Kommunikationsplattform im Wahlkampf der Parteien und jedes einzelnen Bundestagskandidaten eine kaum zu überschätzende Rolle. Im 1&1 Blog setzen wir uns in loser Folge in Artikeln und Interviews mit der Bundestagswahl und den verschiedenen Facetten der Netzpolitik auseinander – wir schauen in die Wahlprogramme und sprechen mit den netzpolitischen Gesichtern der verschiedenen Parteien. Und wir freuen uns auf Ihr Feedback! Nach Manuel HöferlinLars Klingbeil und  Michael Kretschmer sprechen wir heute mit Dorothee Bär, der stellvertretenden Generalsekretärin der CSU und Vorsitzenden des CSU-Netzrates:

Frau Bär, Ihr Partei- und Bundestagskollege Norbert Geis hat kürzlich angeregt, dem britischen Vorbild zu folgen und Pornografie im Internet von Internetprovidern blockieren zu lassen und nur auf ausdrücklichen Wunsch freizuschalten. Ihre Ablehnung zu diesem Ansatz haben Sie auf Twitter umgehend kundgetan. Was stört Sie an den Überlegungen?

Solche Vorschläge klingen immer ein bisschen nach „Wenn mir was nicht gefällt, verbiete ich es einfach und dann verschwindet es von alleine“. Das ist aber unsinnig. Erstens können solche Sperren immer relativ leicht umgangen werden, auch wenn das manche nicht wahrhaben wollen und zum anderen mache ich Verbotenes gerade für Jugendliche ja erst recht interessant.

Ich bin, was die Einschränkung der Freiheit des Internets angeht, sehr empfindlich und finde eine solche Sperrung nicht nur absolut unverhältnismäßig, sondern befürchte, dass, wenn wir mit der Pornografie anfangen, in ein paar Monaten dann vielleicht schon die nächsten Vorschläge kommen, was wir denn noch alles sperren könnten. Ich möchte diese Büchse der Pandora nicht öffnen.

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Kategorie: Netzkultur
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Kein Kinderspiel: Cybermobbing ist digitale Gewalt

Mobbing – das bedeutet andere Menschen absichtlich regelmäßig zu quälen und seelisch zu verletzen. Die Ursachen für Mobbing sind vielfältig, aber häufig banal. Es genügt meist, dass ein späteres Opfer in irgendeiner Art anders ist. Es kann überall dort entstehen, wo Menschen zusammen treffen – egal ob in der realen Welt oder im Internet.

Im Zeitalter des Internets ist eine neue Form von Mobbing entstanden – das sogenannte Cybermobbing. Cybermobbing ist digitale Gewalt, und die Opfer sind dieser Gewalt oftmals rund um die Uhr, sieben Tage die Woche ausgesetzt. Anlässlich des heutigen Kindersicherheitstages möchten wir über diese neue Gefahr aufklären.

Cybermobbing bedient sich neuer Tatwerkzeuge. Die Täter nutzen hauptsächlich das Internet und verbreiten  beispielsweise Lügen und Gerüchte in den beliebten sozialen Netzwerken oder veröffentlichen Bilder und Videos des Opfers auf diesen Plattformen. So finden sie ein großes Publikum für ihre Schikanen: Freunde und Bekannte können die Taten verfolgen, kommentieren und weiterverbreiten. Umfang und Ausbreitung sind so weder zu kontrollieren noch sind sie überschaubar. Das Internet vergisst nichts – und das Opfer wird immer wieder aufs Neue mit den Attacken konfrontiert.

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Kategorie: Netzkultur
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JMStV auf der Zielgeraden – oder zurück auf "Los"?

Derzeit ist im Netz ein überarbeiteter Stand des Jugendmedienschutzstaatsvertrages (JMStV) vom 18.02.2010  verfügbar. Wir hatten den Ausgangsentwurf bereits kommentiert, und die Einschätzung aus der Anhörung zum Entwurf scheint sich zu bestätigen, dass eine weitere Beteiligung der breiten Öffentlichkeit nicht mehr vorgesehen  ist. Wir kommentieren daher hier den letzten Stand des Entwurfes.

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Kategorie: 1&1 Intern
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Quo vadis Jugendschutz?

Wir haben in diesem Blog über die geplanten Änderungen des Jugendmedienschutzstaatvertrages (JMStV-E) berichtet und unsere kritische Stellungnahme veröffentlicht. 1&1 hat an der Anhörung zu diesem Entwurf teilgenommen. Das Ergebnis der Anhörung wirft allerdings mehr Fragen auf, als beantwortet wurden.

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Kategorie: Netzkultur
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Das Ende der freien Kommunikation im Internet?

Am 15. Dezember 2009 hat die Rundfunkkommission der Länder einen ersten Entwurf zur Novellierung des Jugendmedienschutzstaatsvertrages (JMStV-E) vorgelegt.

In Gesprächsrunden beim Bundesbeauftragten für Kultur und Medien wurde zunächst gegenüber den Internet Service Providern immer von freiwilligen Lösungen gesprochen. Der Entwurf gibt nun aber zu der begründeten Sorge Anlass, dass Host- und Access-Provider zur Überwachung und Filterung der Daten verpflichtet werden sollen, die sie für Dritte speichern bzw. zu denen sie lediglich den Zugang zur Nutzung vermitteln. Dies spiegelt sich in diversen Vorschriften des Änderungsvorhabens wieder.

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Kategorie: Netzkultur
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