Tag Archive für Journalismus

Blogrundschau Netzwirtschaft – Erste Anlaufstellen

Die digitale Wirtschaft wächst beständig mit hohen Wachstumsraten und hat sich innerhalb von etwa 15 Jahren zu einem wichtigen Standbein aller großen Volkswirtschaften entwickelt. Die Informationstechnologie ist zwingende Voraussetzung für schnelle Vernetzung in Zeiten von globalen Märkten geworden und somit aus keinem Unternehmen und keiner Branche mehr wegzudenken. Durch die vorhandene Informationsfülle im Netz wird der Nutzer allerdings bei allgemeinen Suchanfragen zu Netzökonomie nahezu erschlagen und erläuternde Artikel gehen in der schieren Masse von Meldungen zu Unternehmen und Produkten oft unter. Hier soll eine Blogreihe ansetzen und ausgesuchte Blogs im Netz vorstellen, die sich mit der Aufbereitung und Einordnung von Neuigkeiten, Informationen und Hintergründen rund um Netzökonomie beschäftigen.

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Kategorie: Netzkultur | Netzwelt
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Deine tägliche Portion Netzpolitik – erste Anlaufstellen

Genau wie das Internet in der heutigen Gesellschaft allgegenwärtig ist, kann auch die Politik das Netz heute nicht mehr ausblenden. Die Bundesregierung hat sich eine Digitale Agenda gegeben und im Bundestag arbeiten Parlamentarier in einem gleichnamigen Ausschuss. Der Weg dahin war nicht kurz und auch nicht einfach. Die Bedeutung dieses neuen Politikfelds wurde vor allem in politischen Informations- und Meinungsportalen immer deutlicher. Vieler dieser Blogs und Internetseiten sind weiterhin erste Anlaufstellen, um sich über netzpolitische Debatten auf dem aktuellen Stand zu halten. In einer Blogreihe vor der anstehenden re:publica wollen wir einige vorstellen und Leseanregungen geben.

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Kategorie: Netzkultur | Netzwelt
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Wut-Aufstand gegen Holzmedien-Soli

Eine GEZ für den Holzmendiensoli?Niemand will sie zahlen: Eine neue Leistungsschutz-Milliardenabgabe auf Internet-Nutzung. Jetzt formiert sich eine bisher einmalige Allianz gegen eine Zwangsgebühr. Nach Verbrauchern und Internet-Unternehmen machen deutsche Unternehmen geschlossen Front gegen die Pläne. Droht eine Leistungsschutz-Wut zum nächsten Rohrkrepierer für Lobbyisten zu werden?

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Kategorie: Netzkultur
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Google gegen Presse-Soli

Google legt sich wieder mit allen an. Der Internet-Riese, der schon mal den Autokonzern BMW mit Suchergebnis-Entzug bestrafte und mit chinesischen Behörden wochenlang um einen Kompromiss zur Zensur der google.cn Ergebnisse pokerte, hat nun die mächtigen deutschen Zeitungsverleger im Fadenkreuz.

Diese nämlich möchten gerne von den sprudelnden Gewinnen der Suchmaschine etwas in den eigenen Teich umleiten. Als Umwälzpumpe soll das sogenannte „Leistungsschutzrecht” dienen (wir berichteten dazu im Dezember).

Ein Leistungsschutzrecht wäre ein äußerst interessantes Geschäftsmodell, glauben manche Verleger-Lobbyisten. Es soll die Marktstellung ihrer Printprodukte trotz der zwischenzeitlichen Erfindung des Internets langfristig sichern. Vorausgesetzt, das neue Recht wird gesetzlich verankert.

Zahlen sollen dann aber nicht nur Google, sondern vor allem die deutsche Wirtschaft. Für jeden Unternehmens-PC und jedes berufliche genutzte Handy könnte deshalb eine monatlichen Abgabe drohen.

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Kategorie: Netzkultur
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Noch alles im 'Grünen Bereich'?

Zahl des Tages: Zeitschriften und Zeitungen im Wert von rund 1 Mrd Euro wandern jedes Jahr ungelesen als Remittenden ins Altpapier-Recycling. Mit der bewussten Überproduktion wollen Verlage einen Ausverkauf ihrer Titel am Kiosk verhindern. Das meldete Turi2.de am 19 Mai als beeindruckende Zahl des Tages.

Nun aber einen Lobgesang auf das Internet als das Medium schlechthin anzustreben, liegt uns fern – und wäre angesichts des Strombedarfs – den 1&1 schon seit einigen Jahren ausschließlich mit Ökostrom deckt – auch eine recht billige Retourkutsche auf Artikel der Print-Branche, die den Energiebedarf des Internets verteufeln. Ganz abzusehen von der Kurzsichtigkeit, die den Trend zum Medienmix und dem (vorerst) gleichberechtigten Nebeneinander ignorieren würde.

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Kategorie: Netzkultur
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Die Vierte Gewalt wächst – Pulitzerpreis für Web-Publikation

Während die Bloggerwelt  auf der re:publica 2010 in Berlin über die Entwicklungen im Netz offenbar geteilter Ansicht ist, birgt die steigende Bedeutung der Onlinemedien sicherlich weniger Anlass für Kontroversen.

Bei der diesjährigen Verleihung des Pulitzerpreises an der Columbia University in New York wurde Sheri Fink in der Kategorie Investigativer Journalismus ausgezeichnet. Fink war bereits in vielen Krisengebieten der Welt im Einsatz und hat dazu bereits ein Buch verfasst. Ihre Berichterstattung rund die Arbeit in einem Krankenhaus von New Orleans während des Hurricanes Katrina wurde auf der Seite http://www.propublica.org/ veröffentlicht.

Damit wurde erstmals eine reine Onlinepublikation ausgezeichnet. Dass ein Webangebot ausgerechnet den weltweit renommiertesten Preis für investigativen Journalismus erhält, bringt eine Weltsicht ins Wanken. Bisher wurde von Kritikern stets behauptet, das Internet bedrohe die demokratische Kontrollfunktion der Presse in der Demokratie. Der investigative Journalismus von Print-Medien müsse mit einem Leistungsschutzrecht vor den Internet-Nutzern geschützt werden. Das kann jetzt als widerlegt gelten.

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Die Finanzkrise als Krise des Journalismus

Haben die besten Journalisten von ARD und dpa versagt und uns ungewarnt in den Abgrund der Finanzkrise stürzen lassen?

Hans-Jürgen Arlt und Wolfgang Storz haben den Qualitätsjournalismus in ihrer aktuellen Studie „Wirtschaftsjournalismus in der Krise: Zum massenmedialen Umgang mit Finanzmarktpolitik” analysiert. Die Autoren haben hunderte Berichte zur Finanzkrise und dem voran gegangenen Börsen-Hype gelesen und erheben schwere Vorwürfe. Die medialen Aushängeschilder sind ihrer gesellschaftlichen Rolle als kritischer Wächter nicht gerecht geworden:

„Das journalistische Versagen ist in einigen Fällen so eklatant, dass es uns ausgeschlossen erscheint, einfach zur Tagesordnung über zu gehen.”

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