Tag Archive für Internet-Governance

Das Internet Governance Forum: Die Zukunft des Internets gestalten

Rotes Rathaus ,Berlin

Seit fast zehn Jahren hat sich das Internet Governance Forum (IGF) als grenzüberschreitende Diskussionsplattform für netzpolitische Themen etabliert. Beim deutschen Ableger des IGF standen am 21. Mai im Roten Rathaus in Berlin Cybersicherheit, der IANA-Transitionsprozess, neue Domain-Endungen sowie der allgemeine Stand der Netzpolitik in Deutschland im Mittelpunkt.

Was steckt hinter dem Internet Governance Forum?

Hinter dem etwas sperrigen Begriff “Internet Governance” versteckt sich ein Prozess, der einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die zukünftige Ausgestaltung des Internet hat. Das Motto: Legitimität durch Beteiligung. Im Rahmen eines Multi-Stakeholder-Ansatzes diskutieren im IGF Vertreter von Staaten, internationalen Organisationen, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft über aktuelle Problemfelder des Internets.

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Kategorie: Netzkultur
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Wer regiert das Internet? Die IANA – Buchhalter des Internets

Mit mehr als 300 GBit/Sekunde fließen die Daten im 1&1 Rechenzentrum.

Wer sich mit Internet Governance beschäftigt, kommt rum in der Welt. Man trifft sich mehrmals im Jahr zu großen Konferenzen an verschiedenen Orten. In dieser Woche war ICANN der Gastgeber in Singapur. Die ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) ist ein privates, nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtetes US-Unternehmen mit einer Reihe von beratenden Gremien und Organen drumherum. Dort versammeln sich mehrere Tausend Vertreter von Regierungen, Unternehmen und Gesellschaft in einem sog. Multi-Stakeholder-Dialog. ICANN selbst verantwortet die Koordinierung und Vergabe kritischer Internetressourcen – zuletzt zum Beispiel die Vergabe neuer Domainendungen.

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Kategorie: Netzkultur | Netzwelt
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Diskussion zum "Pressesoli" in Berlin

Zu einer Diskussion über das Leistungsschutzrecht hatte der Verband der Deutschen Internetwirtschaft, eco e. V., gestern Vertreter aus der Medienindustrie, Internet-Branche und Politik nach Berlin geladen. Die von Verlagen geforderte Einführung eines gesetzlichen Leistungsschutzrechts soll die Finanzierung der Aktivitäten der Presse im Internet auf Kosten der Allgemeinheit sichern.

Heise.de hat heute über den Termin berichtet und zitiert Michael Frenzel, Leiter der Unternehmenskommunikation von 1&1, der an der Veranstaltung teilgenommen hat:

„Auch Michael Frenzel, Leiter Unternehmenskommunikation der 1&1 Internet AG, betrachtete das Vorhaben skeptisch. Online-Portale müssten sich zwar derzeit noch „strecken”, um Geld zu verdienen. Die Werbeeinnahmen dürften aber rapide zunehmen. Man plane auf jeden Fall nicht, nach Einführung eines Leistungsschutzrechts sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen durch einen ‘von Presseerzeugnissen befreiten Zugang’ für Firmen, die ihr Scherflein nicht an die angedachte Verwertungsgesellschaft zahlen wollten. Es sei aber denkbar, dass diese dann – ‘ähnlich wie beim Jugendschutz’ – nutzerautonome Filtermöglichkeiten verlangten.”

Wir hatten in diesem Blog bereits im Dezember zum Leistungsschutzrecht Stellung genommen.

Auf carta.info hat unser Justitiar Stefan Engeln ebenfalls im Dezember die Befürchtung geäußert, dass Provider zu Inkassounternehmen für Verleger umfunktioniert werden sollten.

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Kategorie: Netzkultur
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„Pressesoli“ für das Internet?

Die Einführung eines gesetzlichen Leistungsschutzrechts für Presseverleger soll die Finanzierung der Aktivitäten der Presse im Internet auf Kosten der Allgemeinheit sichern. Statt überholte Geschäftsmodelle an die digitale Wirklichkeit anzupassen, verlangen die Presseverlage einen staatlich garantierten Artenschutz unter dem Deckmantel der Bewahrung eines „Qualitäts-Journalismus“.

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Kategorie: Netzkultur
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