Tag Archive für Europa

„Der Internetanschluss ist so wichtig wie die Straßenanbindung“ – Interview mit Michael Theurer

Für die meisten Unternehmen ist das Internet heute unentbehrlich. Innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit ist das Internet so zu einer entscheidenden Infrastruktur für das Funktionieren der Wirtschaft geworden. Dementsprechend wichtig ist der bedarfsgerechte Ausbau von schnellen Internetanschlüssen – per Festnetz wie Mobilfunk. Wie diese Aufgabe geschultert werden kann, wird aktuell sowohl auf europäischer wie nationaler Ebene diskutiert. Neben dem physischen Netz sind auch die darauf laufenden Dienste wie E-Mail oder soziale Medien ein immer wichtigerer Bestandteil des Alltags.

Darüber haben wir mit Michael Theurer gesprochen. Er ist Abgeordneter im Europaparlament und Mitglied in den Ausschüssen für Wirtschaft, Haushaltskontrolle und Industrie. Im Interview gibt er einen kurzen Einblick, wie die Politik den Breitbandausbau gestalten kann und wie er als Politiker das Internet als Kommunikationskanal nutzt.

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Kategorie: Netzkultur
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„Datenschutz muss unabhängig davon gelten, wo der Server steht” – Mechthild Heil im netzpolitischen Interview

Wir setzen unsere lose Folge von Interviews mit netzpolitisch Aktiven der verschiedenen Parteien heute mit verbraucherpolitischen Fragen an die Verbraucherschutzbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Mechthild Heil fort.

Mechthild_Heil

Mechthild Heil, MdB und Marcell D’Avis im 1&1-Logistikzentrum in Montabaur

Sie als Verbraucherschutzpolitikern beschäftigen sich schon länger mit der digitalen Welt. Wenn man manche Debatte über Verbraucher im Internet verfolgt, kann man den Eindruck gewinnen, dort gebe es keine mündigen und selbstbestimmten Verbraucher mehr. Müssen Nutzer im Internet mehr an die Hand genommen werden?

Die Möglichkeiten des Internets stellen viele Verbraucher vor große – und vor allem sich ständig ändernde – Herausforderungen. Es ist heute gar nicht mehr möglich, alle AGBen zu lesen, die einem im Alltag begegnen. Und manchmal hat man auch einfach keine andere Wahl, als den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zuzustimmen, wenn ein Unternehmen eine marktbeherrschende Stellung hat und alle anderen „dabei“ sind – denken Sie an Facebook oder WhatsApp.

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Kategorie: Netzkultur | Netzwelt
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"Ein Freihandelsabkommen mit den USA sehe ich mehr als skeptisch" – Johannes Fechner im netzpolitischen Interview

Auch in der neuen Legislaturperiode setzen wir im 1&1 Blog unsere lose Folge von Interviews mit netzpolitisch Aktiven der verschiedenen Parteien fort. Nach Manuel Höferlin, Lars Klingbeil, Michael Kretschmer, Dorothee Bär, Tabea Rößner und Andreas Nick sprechen wir heute mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Johannes Fechner.

Dr. Johannes Fechner, MdB, im 1&1-Rechenzentrum in Karlsruhe

Dr. Johannes Fechner, MdB, und Andreas Maurer, 1&1, im 1&1-Rechenzentrum in Karlsruhe

Herr Fechner, Sie sind seit September 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages – also eines der frischen Gesichter im Parlament. Was sind die prägendsten Eindrücke nach einem knappen halben Jahr Politikbetrieb in Berlin?

Ich hatte in Berlin einen sehr guten Start wobei das wichtigste war, engagierte Mitarbeiter zu finden, die sich insbesondere im Berliner Politikbetrieb schon auskennen. Ansonsten läuft der Politikbetrieb eigentlich wie erwartet. Meine Fraktion und die Bundestagsverwaltung haben mir den Start mit vielen Hilfestellungen und Informationsveranstaltungen sehr erleichtert.

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Kategorie: Netzkultur
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Online-Shopping in Deutschland besonders beliebt

Online-Shopping ist in Deutschland viel beliebter als in den meisten anderen europäischen Ländern. Zwei Drittel (65 Prozent) der Bundesbürger kaufen im Internet ein, europaweit sind es lediglich 45 Prozent. Insgesamt ist Online-Shopping in den vergangenen Jahren deutlich populärer geworden: 2008 kauften hierzulande erst 53 Prozent der Bürger im Internet ein, der EU-Schnitt lag damals bei 32 Prozent. Das teilte der Hightech-Verband BITKOM mit Basis der Zahlen sind aktuelle Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat.

„Online-Shopping steht in Deutschland in der Tradition des erfolgreichen Versandhandels mit seiner international herausragenden Logistik, kurzen Lieferzeiten und einem hohen Verbraucherschutz”, sagte der Präsident des Verbandes, Professor Dieter Kempf. Die Internet-Shops haben rund um die Uhr geöffnet, die Preise und Leistungen können mit wenig Aufwand verglichen werden. Außerdem gelten in Deutschland sehr verbraucherfreundliche Gesetze für den Umtausch der bestellten Waren. Sie können innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zurückgegeben werden.

Einkauf der Mausklick, Grafik: BITKOM

Einkauf der Mausklick, Grafik: BITKOM

Regionale Unterschiede im EU-Vergleich

Im EU-Vergleich fallen starke regionale Unterschiede auf. Der Einkauf im Internet ist vor allem in Nord- und Westeuropa populär: Am größten ist der Anteil der Online-Shopper mit 76 Prozent in Norwegen. Es folgen Schweden (74 Prozent), Dänemark und Großbritannien (je 73 Prozent) sowie Luxemburg (68 Prozent). Deutschland teilt sich mit den Niederlanden und Finnland Rang 6. Eine weit geringere Rolle spielt der private E-Commerce hingegen in den Ländern Süd- und Osteuropas. So lag der Anteil der Online-Shopper in Spanien (31 Prozent), Italien (17 Prozent) oder Rumänien (fünf Prozent) deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Ein Grund: Die Internet-Nutzung ist in südeuropäischen Ländern generell niedriger.

Einfache und sichere Bezahlmethoden

Internet-Shopping ist in Deutschland auch dank seiner einfachen und sicheren Bezahlmethoden beliebt. Laut einer repräsentativen Umfrage unter rund 1000 Internet-Nutzern im vergangenen Jahr zahlen die meisten Online-Shopper (58 Prozent) per Rechnung, gut jeder zweite nutzt Online-Bezahldienste (52 Prozent), 46 Prozent zahlen per Lastschrift. Die Bezahlung von Online-Käufen per Lastschrift bleibt trotz des Gesetzes zum einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA) möglich.

Zur Methodik der Studie: Die Angaben zur Verbreitung des Online-Shoppings in den einzelnen EU-Staaten (Ranking) basieren auf Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat für das Jahr 2012 (Stand September 2013). Als Online-Shopper gelten Personen, die in den vergangenen zwölf Monaten vor dem Erhebungszeitpunkt Waren oder Dienstleistungen über das Internet bestellt haben. Berücksichtigt sind Personen zwischen 16 und 74 Jahren.

 

Foto: bloomua – Fotolia.com

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Kategorie: E-Business
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Warum Warnhinweise nicht das Urheberrecht stärken

Die 8. CDU-Medianight öffnete am 24. Mai ihre Türen und im Nachgang gab es nicht nur interessante Interviews sondern auch ein Grußwort von Bernd Neumann, Staatsminister und Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien.

In seiner kurzen Rede ging Bernd Neumann u.a. auf das Thema Urheberrecht ein. Enthalten sind einige durchaus wichtige Positionen, wie u.a.: „Der Urheber bleibt Ausgangspunkt aller rechtlicher Überlegungen.” Absolut richtig und das muss weiterhin unterstützt werden.

Doch sagt er auch, dass es „…zu den Risiken der digitalen Entwicklung gehört, dass der Schutz des geistigen Eigentums nicht gesichert ist.” Um diesen Schutz dennoch restlos zu gewährleisten, will man ein sogenanntes „Warnhinweismodell“ einführen. Es soll Internetuser verwarnen, sobald sie illegale Inhalte aus dem Netz ziehen. Es soll keine sofortige Bestrafung erfolgen; erst nachdem der User wiederholt illegale Inhalte aus dem Netz zieht, soll es eine „kostenträchtige Abmahnung” geben.

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Kategorie: Netzkultur
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