26. März 2010 | von
Michael Frenzel
Haben die besten Journalisten von ARD und dpa versagt und uns ungewarnt in den Abgrund der Finanzkrise stürzen lassen?
Hans-Jürgen Arlt und Wolfgang Storz haben den Qualitätsjournalismus in ihrer aktuellen Studie “Wirtschaftsjournalismus in der Krise: Zum massenmedialen Umgang mit Finanzmarktpolitik” analysiert. Die Autoren haben hunderte Berichte zur Finanzkrise und dem voran gegangenen Börsen-Hype gelesen und erheben schwere Vorwürfe. Die medialen Aushängeschilder sind ihrer gesellschaftlichen Rolle als kritischer Wächter nicht gerecht geworden:
“Das journalistische Versagen ist in einigen Fällen so eklatant, dass es uns ausgeschlossen erscheint, einfach zur Tagesordnung über zu gehen.” (Weiterlesen)
24. Februar 2010 | von
Michael Frenzel
5RMBMJE996HY
“Wissen ist Macht, nichts wissen macht auch nichts”, lautete ein Sponti-Spruch der 80er Jahre. Heute möchte mancher vielleicht sagen: “Nichts wissen macht nichts, wenn man weiß, wo man es im Internet findet.”
Ganz so einfach ist es natürlich nicht. Aber das Internet verändert Erwerb und Verbreitung von Wissen radikal, erschüttert Medienmächte und verändert die Kommunikation.
Genau damit beschäftigt sich morgen die Enquete-Kommission des Landtages Rheinland-Pfalz “Verantwortung in der medialen Welt”. Die Kommission soll die Auswirkungen einer medialen Welt und die Medienverantwortung gesellschaftlicher Akteure analysieren. Darüber hinaus soll sie Leitlinien und Handlungsempfehlungen entwickeln, wie”Akteure in einer medialen Welt, einer digitalen Lebenswirklichkeit, verantwortungsvoll mit den vielfältigen Möglichkeiten der Medien umgehen können.” (Weiterlesen)
7. Januar 2010 | von
Michael Frenzel
Gestern beobachtete einige Provider einen starken DDoS-Angriff gegen Nameserver eines deutschen Hosting-Resellers, die dadurch zeitweilig nicht erreichbar waren.
Einige Kunden haben uns gemeldet, dass sie vorübergehend auch Dienste wie 1&1 Webmail und Internet-Telefonie nicht aufrufen konnten. Obwohl die Dienste selbst störungsfrei liefen, waren sie über einige Nameserver – darunter ein Server von QSC in Frankfurt, den auch einige 1&1-Kunden nutzen – während des DDoS-Angriffs nicht erreichbar.
Grund war die gezielte Sperrung von Systemen, über welche – aus den USA-Kabelnetzen sowie über diverse Nameserver – der Angriff ausgetragen wurde. Zu den geblockten Systeme zählte auch der QSC DNS-Server in Frankfurt, der zur Schadensabwehr während des Angriffs, ebenso wie 1.800 weitere IP-Adressen, vorübergehend abgetrennt wurde.
Aus diesem Grunde stand dieser DNS-Server für die Vermittlung von Telefonaten oder Seitenabrufe aus dem 1&1 Netz vorübergehend nicht mehr zur Verfügung. Der Nameserver selbst war nicht gehackt oder defekt noch eigentliches Ziel des Angriffs.
Für den betroffenen Internet-Nutzer kann bei einem Ausfall des Nameservers ein Workaround darin bestehen, vorübergehend einen anderen DNS einzutragen. Für VoIP müsste dann allerdings Internet-Telefonie über den PC genutzt werden, da beispielsweise die AVM-Box nicht die DNS-Voreinstellung von Windows nutzt und die Umstellung des DNS-Servers in der Box sehr kompliziert ist.
Der Vorfall unterstreicht, wie wichtig für sicherere Internet-Infrastruktur Initiativen sind, wie sie beispielsweise von der Bundesregierung, dem Internetverband Eco sowie 1&1 ins Leben gerufen wurden (siehe dazu Bericht hier im Blog). Ein erster Schritt dazu wäre, alle PCs der Internet-Nutzer von Viren und Trojanern zu säubern, sodass sie nicht mehr als Teil eines Bot-Netzwerkes zum Zombie-Werkzeug für vergleichbare Angriffe genutzt werden können.
Wir bitten alle Kunden, die vorübergehend Beeinträchtigungen unserer Dienste erfahren haben, um Verständnis für diese Sicherheitsmaßnahmen.
6. Januar 2010 | von
Michael Frenzel
Rund drei Millionen kleine und mittelständische Unternehmen betreiben Homepages oder Webhosting in den 1&1 Hochleistungs-Rechenzentren. Viele von ihnen nutzen auf den Webservern auch die Datenbanklösung MySQL. Und selbst 1&1 setzt die Software in vielfältiger Weise ein. Das besondere an MySQL: Es gilt als die populärste Open-Source-Datenbank der Welt. Jetzt steht Datenbank-Gigant Oracle kurz davor, sich MySQL einzuverleiben. Die Community rebelliert, weil sie die kostengünstige und erprobte Alternative MySQL bedroht sieht: In kürzester Zeit haben 20.000 MySQL-Anwender aus aller Welt – zuletzt ca. 4.000 am Tag – eine Petition des MySQL-Gründers Michael “Monty” Widenius unterzeichnet.
(Weiterlesen)
28. Dezember 2009 | von
Michael Frenzel
Die Registrierungsstelle (“Registry”) für .info-Domains, Afilias, hat einen aktuellen Domain Report vorgelegt. Vor acht Jahren startete die erste neue gTLD nach Einführung von Dot-com. Interessant zu sehen, was es gebracht hat. Denn zunächst überwog Skepsis.
(Weiterlesen)
14. Dezember 2009 | von
Michael Frenzel
Während Teile von Politik und Wirtschaft noch versuchen, die entfesselten Kräfte des weltweiten Informationsnetzes an Landes- oder Bundesgrenzen zu zügeln, ist auf regionaler Ebene bereits ein Wettrennen um die besten Plätze entbrannt. Im Kern geht es um die Ansiedlung von Internet-Unternehmen, die nach Zahlen des Branchenverbandes eco bereits heute rund eine viertel Million Arbeitsplätze in Deutschland sichern.
(Weiterlesen)