Michael Frenzel

Beiträge von Michael Frenzel

10 scharfe Webcams aus 20 heißen Jahren Internet

Die Webcam feiert Geburtstag: Vor 20 Jahren schickte die erste Live-Kamera ein Foto auf die Reise ins Netz der Universität Cambridge. Was sich Informatiker 1991 anschauten, wem das Web erstmals live beim Sex zuschauen durfte und welche Webcams echte Dauerbrenner wurden, verraten 10 Lieblings-Webcam-Geschichten im 1&1 Blog.

1. Am Anfang war eine Kaffeemaschine. Sie stand im Flur vor dem sogenannten Trojan-Room des Computerlabors der englischen Universität Cambridge. 15 Informatiker gehörten zum Kaffee-Club, der sich die kleine Maschine des deutschen Haushaltgeräteherstellers Krups teilte. Nach durcharbeiteter Nacht schlurften sie mit ihren Kaffeetassen durch weitläufige Flure und Treppenhäuser der Uni. Ihr Kaffeverbrauch war hoch, die Maschine langsam. Doch statt frisch gebrühtem Kaffee erwartete sie oft eine leere Kanne.

Das war der Moment, als die Geburtsstunde der Webcam schlug. Ein ungenutzter PC wurde mit einer Kamera verbunden, und in nur einem Tag schrieb Paul Jardetzky die Server-Anwendung und Quentin Stafford-Fraser die Client Software XCoffee.  1993 wurde die Kamera mit dem Internet verbunden, sodass sich nun Internetnutzer in aller Welt über den aktuellen Füllstatus informieren konnten. Am 22. August 2001 um 9:54 Uhr GMT wurde die Maschine ausgemustert. Sie fand danach übrigens ihren Weg zurück nach Deutschland: Der Spiegel-Verlag erwarb sie in einer Auktion für 10.452,72 Mark und ließ sie vom Hersteller Krups reparieren. Wer sich die Maschine anschauen möchte, findet sie heute auf Spiegel-Online.

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Kategorie: Netzkultur
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Betrug mit "Priority Expiration Notice"

Derzeit versuchen wieder Betrüger, mit einer ebenso hinterhältigen wie alten Masche an das Geld von Homepage-Betreibern zu kommen.

Eine Firma, die sich “Domain Registration Services” nennt, versendet dazu eine Rechnungsähnliche E-Mail in englischer Sprache. Der Firmenname soll offenbar dahingehend täuschen, die Mail komme von der für .com zuständigen Domain-Registry. Die Überschrift “Priority Expiration Notice” soll dann den irreführenden Eindruck erwecken, der Homepage-Betreiber müsse für die Erneuerung seiner Domain einen Betrag von 75 Dollar überweisen.

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Kategorie: Netzkultur | Server & Hosting
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Das Internet ist los

Der Löwe ist los“ hallt der Schreckensschrei im beliebten Buch von Max Kruse aus dem Jahr 1952. Im Zoo der kleinen Stadt hatte der Tierarzt vergessen, den Käfig abzuschließen. Die Einwohner haben Angst und verstecken sich in ihren Häusern, bis sich die Kinder mit dem Löwen anfreunden und das Abenteuer seinen Lauf nimmt.

Heute lautet der Schreckensruf „Das Internet ist los“, und wieder haben Einwohner Angst und verstecken sich in ihren Häusern. Was tun mit den neuen Medien? Genau damit beschäftigen  sich Politiker in Rheinland-Pfalz in der Enquete-Kommission „Verantwortung in der medialen Welt“. Sie nahm ein paar Monate vor der Bundestags-Enquete „Internet und digitale Gesellschaft“ die Arbeit auf (wir berichteten im 1&1 Blog) und geht jetzt nach rund einem Jahr auf die Zielgerade. Am heutigen Mittwoch wird der Entwurf des Abschlussberichtes im Mainzer Landtag diskutiert. Ein kurzer Blick hinter den Vorhang: Kommt niemand zu Schaden, und wird der Löwe am Ende gerettet? 

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Kategorie: Netzkultur
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Horror: 2010 Internet so langsam wie 56k-Modem?

56K-Modem

Schon allzu bald geht wieder ein Jahr zu Ende, und die Nikolaus-Sonderverkaufsflächen in Supermärkten erinnern uns daran, dass nun die hohe Zeit der journalistischen Jahresrückblicke beginnt. Auch das 1&1 Blog möchte da nicht draußen im Wald stehen und deshalb hier in den allgemeinen Rückschau-Rausch einstimmen.

Als Mitarbeiter eines Unternehmens, das den Beginn des Internets in Deutschland begleitet hat und der dort schon mehr als 14 Bescherungen erlebt hat, möchte ich jedoch nicht einfach nur 2010 rückbetrachten, wie es viele jetzt tun, sondern den Blick etwas weiter schweifen lassen.

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Kategorie: Netzkultur
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Wut-Aufstand gegen Holzmedien-Soli

Eine GEZ für den Holzmendiensoli?Niemand will sie zahlen: Eine neue Leistungsschutz-Milliardenabgabe auf Internet-Nutzung. Jetzt formiert sich eine bisher einmalige Allianz gegen eine Zwangsgebühr. Nach Verbrauchern und Internet-Unternehmen machen deutsche Unternehmen geschlossen Front gegen die Pläne. Droht eine Leistungsschutz-Wut zum nächsten Rohrkrepierer für Lobbyisten zu werden?

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Google gegen Presse-Soli

Google legt sich wieder mit allen an. Der Internet-Riese, der schon mal den Autokonzern BMW mit Suchergebnis-Entzug bestrafte und mit chinesischen Behörden wochenlang um einen Kompromiss zur Zensur der google.cn Ergebnisse pokerte, hat nun die mächtigen deutschen Zeitungsverleger im Fadenkreuz.

Diese nämlich möchten gerne von den sprudelnden Gewinnen der Suchmaschine etwas in den eigenen Teich umleiten. Als Umwälzpumpe soll das sogenannte “Leistungsschutzrecht” dienen (wir berichteten dazu im Dezember).

Ein Leistungsschutzrecht wäre ein äußerst interessantes Geschäftsmodell, glauben manche Verleger-Lobbyisten. Es soll die Marktstellung ihrer Printprodukte trotz der zwischenzeitlichen Erfindung des Internets langfristig sichern. Vorausgesetzt, das neue Recht wird gesetzlich verankert.

Zahlen sollen dann aber nicht nur Google, sondern vor allem die deutsche Wirtschaft. Für jeden Unternehmens-PC und jedes berufliche genutzte Handy könnte deshalb eine monatlichen Abgabe drohen.

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Die Finanzkrise als Krise des Journalismus

Haben die besten Journalisten von ARD und dpa versagt und uns ungewarnt in den Abgrund der Finanzkrise stürzen lassen?

Hans-Jürgen Arlt und Wolfgang Storz haben den Qualitätsjournalismus in ihrer aktuellen Studie “Wirtschaftsjournalismus in der Krise: Zum massenmedialen Umgang mit Finanzmarktpolitik” analysiert. Die Autoren haben hunderte Berichte zur Finanzkrise und dem voran gegangenen Börsen-Hype gelesen und erheben schwere Vorwürfe. Die medialen Aushängeschilder sind ihrer gesellschaftlichen Rolle als kritischer Wächter nicht gerecht geworden:

“Das journalistische Versagen ist in einigen Fällen so eklatant, dass es uns ausgeschlossen erscheint, einfach zur Tagesordnung über zu gehen.”

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Die Macht, das Wissen und das Internet

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“Wissen ist Macht, nichts wissen macht auch nichts”, lautete ein Sponti-Spruch der 80er Jahre. Heute möchte mancher vielleicht sagen: “Nichts wissen macht nichts, wenn man weiß, wo man es im Internet findet.”

Ganz so einfach ist es natürlich nicht. Aber das Internet verändert Erwerb und Verbreitung von Wissen radikal, erschüttert Medienmächte und verändert die Kommunikation.

Genau damit beschäftigt sich morgen die Enquete-Kommission des Landtages Rheinland-Pfalz “Verantwortung in der medialen Welt”. Die Kommission soll die Auswirkungen einer medialen Welt und die Medienverantwortung gesellschaftlicher Akteure analysieren. Darüber hinaus soll sie Leitlinien und Handlungsempfehlungen entwickeln, wie”Akteure in einer medialen Welt, einer digitalen Lebenswirklichkeit, verantwortungsvoll mit den vielfältigen Möglichkeiten der Medien umgehen können.”

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Kategorie: Netzkultur
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DDoS-Angriff brachte Nameserver down

Gestern beobachtete einige Provider einen starken DDoS-Angriff gegen Nameserver eines deutschen Hosting-Resellers, die dadurch zeitweilig nicht erreichbar waren.

Einige Kunden haben uns gemeldet, dass sie vorübergehend auch Dienste wie 1&1 Webmail und Internet-Telefonie nicht aufrufen konnten. Obwohl die Dienste selbst störungsfrei liefen, waren sie über einige Nameserver – darunter ein Server von QSC in Frankfurt, den auch einige 1&1-Kunden nutzen – während des DDoS-Angriffs nicht erreichbar.

Grund war die gezielte Sperrung von Systemen, über welche – aus den USA-Kabelnetzen sowie über diverse Nameserver – der Angriff ausgetragen wurde. Zu den geblockten Systeme zählte auch der QSC DNS-Server in Frankfurt, der zur Schadensabwehr während des Angriffs, ebenso wie 1.800 weitere IP-Adressen, vorübergehend abgetrennt wurde.

 Aus diesem Grunde stand dieser DNS-Server für die Vermittlung von Telefonaten oder Seitenabrufe aus dem 1&1 Netz vorübergehend nicht mehr zur Verfügung. Der Nameserver selbst war nicht gehackt oder defekt noch eigentliches Ziel des Angriffs.

Für den betroffenen Internet-Nutzer kann bei einem Ausfall des Nameservers ein Workaround darin bestehen, vorübergehend einen anderen DNS einzutragen.  Für VoIP müsste dann allerdings Internet-Telefonie über den PC genutzt werden, da beispielsweise die AVM-Box nicht die DNS-Voreinstellung von Windows nutzt und die Umstellung des DNS-Servers in der Box sehr kompliziert ist.

Der Vorfall unterstreicht, wie wichtig für sicherere Internet-Infrastruktur Initiativen sind, wie sie beispielsweise von der Bundesregierung, dem Internetverband Eco sowie 1&1 ins Leben gerufen wurden (siehe dazu Bericht hier im Blog). Ein erster Schritt dazu wäre, alle PCs der Internet-Nutzer von Viren und Trojanern zu säubern, sodass sie nicht mehr als Teil eines Bot-Netzwerkes zum Zombie-Werkzeug für vergleichbare Angriffe genutzt werden können.

Wir bitten alle Kunden, die vorübergehend Beeinträchtigungen unserer Dienste erfahren haben, um Verständnis für diese Sicherheitsmaßnahmen.

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Kategorie: 1&1 Intern
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Community sorgt sich um MySQL

Rund drei Millionen kleine und mittelständische Unternehmen betreiben Homepages oder Webhosting in den 1&1 Hochleistungs-Rechenzentren. Viele von ihnen nutzen auf den Webservern auch die Datenbanklösung MySQL. Und selbst 1&1 setzt die Software in vielfältiger Weise ein. Das besondere an MySQL: Es gilt als die populärste Open-Source-Datenbank der Welt. Jetzt steht Datenbank-Gigant Oracle kurz davor, sich MySQL einzuverleiben. Die Community rebelliert, weil sie die kostengünstige und erprobte Alternative MySQL bedroht sieht: In kürzester Zeit haben 20.000 MySQL-Anwender aus aller Welt  – zuletzt ca. 4.000 am Tag – eine Petition des MySQL-Gründers Michael “Monty” Widenius unterzeichnet.

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Kategorie: Netzkultur
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