Webhosting: sieben Aspekte, wie es Ihr Online-Business beeinflusst

Webhosting

Viele Unternehmen sehen Webhosting lediglich als notwendige Voraussetzung für eine Internetseite und nicht als etwas, das weitreichende Konsequenzen für das eigene Geschäft hat. Sie zahlen den monatlichen Hosting-Tarif an einen Anbieter und halten sich nicht weiter mit den Details auf. Aber Webhosting ist mehr als das. So gibt es einen sehr starken Zusammenhang zwischen der Effizienz Ihres Hosting-Anbieters und der Rentabilität Ihres Unternehmens. Wenn Ihr Hosting-Anbieter keine zuverlässigen Dienste bereitstellt, kann Ihr Webprojekt von Performance-Schwankungen und ärgerlichen Ausfällen beeinträchtigt werden. Stellen Sie sich vor, Ihr Kunde möchte für eine Leistung bezahlen, ist aber nicht in der Lage die Transaktion abzuschließen, weil ein temporärer Fehler im Webserver vorliegt. Wenn Sie diesen Auftrag verlieren, ist das offensichtlich sehr schlecht fürs Geschäft.

Ob aus Sicht einer Einzelperson oder eines Unternehmens, das Hosting einer Webseite ist zu wichtig, als dass man es dem Zufall überlassen sollte. Die potenziellen Risiken eines unzuverlässigen Hosting-Dienstes können weitreichende Folgen haben. Daher ist es notwendig, das Angebot des Hosting-Anbieters gründlich zu prüfen, bevor Sie einen Vertrag abschließen. Im Folgenden erläutert Ihnen der Monitoring-Experte Monitis sieben Webhosting-Faktoren, die Ihren Unternehmenserfolg beeinflussen können.

1. Geschwindigkeit

Studien belegen einen deutlichen Zusammenhang von Ladezeit und Kunden-Konversion. Je schneller Ihre Seite lädt, desto eher werden Kunden sie besuchen und dort etwas kaufen. Geschwindigkeit ist extrem wichtig für das Betreiben etwa eines E-Shops – deshalb sollten Sie Ihr gebuchtes Hosting-Paket überprüfen und überlegen, ob ein Upgrade sinnvoll ist. Dabei können Sie zwischen verschiedenen Hosting-Möglichkeiten wählen.

Shared Hosting beispielsweise bedeutet, dass sich mehrere Webprojekte einen physikalischen Server teilen. Ein Virtual Private Server (VPS) ist eine andere Option. Hierzu eine Analogie: Stellen Sie sich Shared Hosting als ein Wohnen in einem Wohnungskomplex vor und im Gegensatz dazu einen VPS als eine Eigentumswohnung. Mit einem eigenen VPS haben Sie mehr Prozessorleistung, Arbeitsspeicher und Festplattenspeicher zur Verfügung. Daraus wiederum ergibt sich eine höhere Performance, Geschwindigkeit und Rentabilität.

2. Sicherheit

Hacker und Cyber-Kriminelle wählen manchmal den Weg über den Hosting-Provider, um auf Ihre Webseite zuzugreifen. Das kann negative Folgen für Ihr Geschäft haben. Deshalb ist entscheidend, einen Hosting-Provider mit umfassenden Sicherheitsvorkehrungen zu wählen. Das sind beispielsweise zuverlässige Viren- und Sicherheitslücken-Scanner, die Sie vor gefährlichem Schadcode schützen. Darüber hinaus sollte der Webhosting-Anbieter über einen starken Schutz gegen DDoS (Distributed Denial of Service)-Attacken bieten. Dies stellt sicher, dass die Systeme auch im Falle eines Cyber-Angriffs immer verfügbar sind.

Nichts ist schlimmer als wenn die eigene Webseite gehackt wurde und dabei Daten verloren gehen. Im äußersten Fall kann das ein Unternehmen sogar seine Existenz kosten. Daher sollten Sie sich bei Ihrem Anbieter erkundigen, wie oft ein Backup gemacht wird, welche Daten genau gesichert werden und wo die gesicherten Daten gespeichert werden.

3. SEO

Seit April 2010 ist die Ladegeschwindigkeit einer Webseite ein Rankingfaktor bei Google. Demnach platziert Google schnell ladende Webseiten prominenter in den Suchergebnissen (SEO-Ranking) als langsam landende. Erst kürzlich verkündete Google, dass es bei Webseiten auf mobilen Endgeräten dieselbe Richtung einschlagen möchte. Was das mit Webhosting zu tun hat? Ganz einfach: Je schneller Ihre Webseite lädt, desto höher Ihr SEO-Ranking und die Wahrscheinlichkeit, dass Leute mit Ihnen ins Geschäft kommen möchten. Wie bereits erwähnt, hängt die Ladegeschwindigkeit einer Webseite stark von Ihrem Hosting-Anbieter ab. Eine schelle Webseite, solides SEO und angemessene Performance sind Aspekte, die mit einem leistungsstarken Webhosting einhergehen.

4. Verfügbarkeit

Auch auf die Gefahr hin sich zu wiederholen: Die Nichterreichbarkeit Ihrer Website resultiert in Umsatzeinbußen für Ihr Online-Business und negativen Auswirkungen auf Ihr SEO. Alle Aspekte, die eine Nichterreichbarkeit Ihrer Website verhindern, helfen dabei die Performance Ihres Webprojekts zu verbessern. Das Beste, was Sie gegen solche Probleme tun können, ist einen Hosting-Anbieter mit garantierter Verfügbarkeit zu wählen.

5. DNS

Ein weiterer Faktor bei der Wahl eines passenden Hosting-Providers ist das Domain Name System oder auch DNS. Darunter versteht man die „Internetversion eines Telefonbuchs“, ein Verzeichnis zur Übersetzung von Domainnamen in IP-Adressen. Das DNS wird oft übersehen, da es eine Komponente Ihres Website-Anbieters ist. Dies sollten Sie unbedingt beachten. Denn wenn das DNS nicht erreichbar ist, funktioniert Ihre Webseite nicht. Hier lohnt es sich zu überprüfen, ob Ihr Webhosting-Anbieter ein Upgrade von Standard auf Premium DNS-Dienste zulässt. Premium DNS-Dienste bieten oft eine Ausfallsicherung, durch die bei Ausfall des nahesten Servers die Dienste automatisch auf andere Server im Netzwerk umgeleitet werden. Einige Anbieter wie 1&1 bieten solche DNS-Dienste bereits als Standard-Feature an.

6. CDN

Ein Content Delivery Network (CDN) kann ebenfalls maßgeblich zur Geschwindigkeit Ihrer Webseite und dem Erfolg Ihres Unternehmens beitragen. Es ist ein Netzwerk verteilter Server, das Webseiten und andere Inhalte an einen Nutzer ausliefert. Das erfolgt auf Basis des geografischen Standorts des Nutzers, des Ursprungs der Webseite und auf einem Content Delivery Server. Sprich, eine kürzere geografische Distanz zum Server führt zu schnelleren Ladezeiten. Darüber hinaus hat ein CDN wie Cloudflare den Vorteil, dass man Bandbreite von extern bezieht. Dadurch wird das Risiko durch die Nichtverfügbarkeit von Diensten infolge hohen Datentraffics verringert.

7. Monitoring

Zur zusätzlichen Gewährleistung der Sicherheit und Performance Ihrer Webseite empfehlen wir eine zuverlässige Monitoring-Lösung einzusetzen. Diese ist eine große Hilfe, da Sie Ihr Netzwerk damit zu jeder Zeit und überall kontrollieren können. So sind Sie über geschäftskritische Vorfälle auf Ihrer Webseite im Bilde, bevor sie sich negativ auf Ihre Kunden auswirken können. Cloud-basiertes Monitoring ist daher ein nicht zu vernachlässigender Faktor in der schnelllebigen Online-Welt.

 

Fazit

Webhosting hat weitaus größeren Einfluss auf das Geschäft als angenommen. Dieser Beitrag zeigte anhand von zentralen Aspekten, wie wichtig Hosting für den Fortbestand eines Unternehmens ist und wie ein schlechter Hosting-Anbieter den Unternehmenserfolg beeinträchtigen kann. Die Nichtverfügbarkeit von Diensten frustriert Ihre Webseitenbesucher, schmälert den Gewinn und zermürbt letzten Endes Ihr Geschäft. Suchen Sie sich deshalb in Ruhe einen Hosting-Anbieter aus – einen, der schnell, zuverlässig und sicher ist.

 

Bild: 1&1

Kategorie: Netzwelt
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