re:publica 2017 – LOVE OUT LOUD

re:publica 2017

In dieser Woche fand in Berlin mit der re:publica 2017 eine der weltweit größten Konferenzen zum Thema digitale Gesellschaft statt. Gleichzeitig ergänzte die MEDIA CONVENTION Berlin das Programm mit aktuellen medienrelevanten Themen. Fast 10.000 Besucher waren auch dieses Jahr wieder mit dabei und diskutierten unter dem Motto „LOVE OUT LOUD” zum einen über Fakenews, Bots und Hass, forderten zum anderen aber parallel dazu mehr Liebe und Menschlichkeit im Netz. Auch wir waren in diesem Jahr auf der re:publica und möchten Ihnen in diesem Beitrag unsere Highlight-Vorträge zeigen.

Flachsinn – über gute und schlechte Aufmerksamkeit

Mathematiker, Internetphilosoph und Autor – so wird Gunter Dueck von verschiedenen Medien umschrieben. Sein Vortrag „Flachsinn – über gute und schlechte Aufmerksamkeit” beschäftigt sich mit der These, dass im Internet sehr oft diejenigen Aufmerksamkeit erlangen, die am lautesten schreien und nicht diejenigen, die wirklich Wertvolles zu sagen haben. Das sei wie damals mit dem Klassenclown – der lenkte auch immer alle Aufmerksamkeit auf sich und störte trotzdem die Klasse. Aufmerksamkeit kann sich also positiv oder negativ auswirken.  Dennoch kann schlechte Aufmerksamkeit genauso wie gute Aufmerksamkeit zum Erfolg führen.

Zukunftsvisionen in der Gegenwart: Brain-Hacking und Selbstoptimierung

Werden wir in naher Zukunft in der Lage sein, unsere Gehirnleistung durch Technik zu verbessern? Werden wir telepathisch mit anderen Menschen und Maschinen kommunizieren können und was macht das mit uns? Interessante Fragen, für die Miriam Meckel, Dozentin der Universität St. Gallen und Herausgeberin der WirtschaftsWoche, bei ihrem Vortrag „Mein Kopf gehört nicht mehr mir – Brain-Hacking und Selbstoptimierung“ spannende Antworten lieferte. Besonders interessant ist, wie weit die Forschung in diesem Bereich bereits fortgeschritten ist und welche vermeintlichen Zukunftsvisionen bereits in der Gegenwart angekommen sind.

Marken produzieren Shows und Formate im Social Web

Edeka zeigt eine Kochshow auf YouTube, Daimler-Mercedes sponsort ein Steillagen-Fußballspiel und auch wir präsentieren eigene Shows auf YouTube. So entstehen neue Genres fernab vom linearen TV, die durchaus eine Bereicherung für die Zuschauer sein, aber auch als Manipulation wahrgenommen werden können, wenn der Bezug zur Marke nicht eindeutig dargestellt ist. Wir finden: Solche Formate leisten einen Beitrag zur Medienvielfalt in Deutschland und können einen Mehrwert für unsere Kunden bieten. Solange die Transparenz stimmt, kann und muss jeder für sich selbst entscheiden, was er sich anschaut und ob er sich davon inspirieren oder beeinflussen lässt. Wer mehr über dieses Spannungsverhältnis erfahren möchte, sollte sich diese Diskussion ansehen:

Die Macht der Sprachbilder

Das bewusste Verbreiten von falschen Nachrichten mit dem Ziel, die Meinung und das Verhalten anderer Menschen zu beeinflussen, war ein weiteres Thema, das auf der re:publica in mehr als 35 Vorträgen und Sessions diskutiert wurde. Unser Highlight zu dieser Diskussion ist Elisabeth Wehling’s Vortrag „Die Macht der Sprachbilder“, der diese Thematik aus einer interessanten Perspektive beleuchtet.

Beitragsfoto: von re:publica/Jan Michalko (CC BY-SA 2.0)

Kategorie: Netzkultur
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