Welche Schriftart passt zu Ihrem Webprojekt?

Welche Schriftart passt zu Ihrem Webprojekt? (c) 1&1 / Shutterstock

Schriftarten haben einen sehr hohen Einfluss darauf, wie wir Dinge interpretieren, die wir lesen. Denn Schriftschnitte haben verschiedene Charaktere. So wird Comic Sans als sehr freundliche, fast schon kindliche Schrift gesehen, wohingegen Times New Roman niveauvoll und vertrauenswürdig wirkt. Wenn Sie bei Google nach Schriftarten suchen, erhalten Sie tausende von Ergebnissen. Wie finden Sie also die perfekte Schrift für Ihre Projekte?

Schriftschnitte

Allgemein lassen sich Schriften in vier Schriftschnitte unterteilen:

  • Serifen: Schriftschnitte, die Details oder kleinen Dekorationen an den Enden von Buchstaben und Zahlen haben

  • Serifenlos: Schriftschnitte, die keine Verzierungen besitzen

  • Skript: diese Schriftarten haben eine persönliche Note, sie wirken beispielsweise wie von Hand geschrieben

  • Dekorativ: stark verzierte und künstlerische Schriften

Bevor Sie sich für eine Schriftart entscheiden, sollten Sie sich bewusst machen, welche Anforderungen Sie an diese Schrift haben. Wichtig ist dabei nicht primär die Optik, sondern vor allem ihr praktischer Nutzen. Sehen Sie sich zuerst die Lesbarkeit der Schriftart an. Achten Sie dabei auf Unterschneidungen oder auch den Platz zwischen einzelnen Buchstaben, besonders zwischen „AV“ oder auch „AT“. So können Sie sicherstellen, dass Ihr Text später gut lesbar ist und die Buchstaben nicht ineinander verschwimmen. Denken Sie außerdem an die Inhalte, die Sie mit dieser Schrift darstellen möchten. Ist Sie in Ihrer Sprache verfügbar und enthält, wenn nötig, alle sprachlichen Sonderzeichen?

Kombinieren oder nicht kombinieren?

Die einfachste Art, Ihr Webprojekt konsistent zu halten, ist es, innerhalb einer Schriftfamilie zu bleiben. Spielen Sie mit der Größe, der Dicke oder der Formatierung einer Schriftart, um unterschiedliche Abstufungen zu erhalten. Roboto oder Frutiger bieten hier zum Beispiel sehr viel Spielraum. Bedenken Sie dabei: Je dünner eine Schrift ist, desto größer muss sie sein, um lesbar zu bleiben.

Wenn Sie sich für einen Mix aus verschiedenen Schriftarten entscheiden, wählen Sie nicht mehr als drei. Zu viele Schriften lenken Leser ab und verhindern, dass der Sinn Ihrer Texte leicht erfasst werden kann. Außerdem wirken sich viele verschiedene Schriftarten negativ auf die Ladezeit Ihrer Seite aus.

Im Internet gibt es viele Seiten, die Ihnen bei der Wahl der richtigen Schrift helfen. So ist zum Beispiel Google Fonts ein guter Ausgangspunkt zum Stöbern und Vergleichen verschiedener, web-freundlicher Schriften. Unter http://chad.is/beautiful-web-type/ können Sie sich zur Kombination verschiedener Google Fonts inspirieren lassen. Wenn Sie keine Probleme im Umgang mit HTML haben, bietet Ihnen das Adobe Typekit eine noch größere Auswahl an Schriftarten, die gegen eine geringe Gebühr nutzbar sind.

Kategorie: Netzwelt | Tipps
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