Das ABC der Webhosting-Begriffe

Wer ein eigenes Unternehmen hat oder sich gerade selbstständig macht, braucht eine Website, um online präsent zu sein – und einen Hosting-Anbieter. Was einfach klingt, stellt viele bereits bei der Suche nach dem geeigneten Provider vor Herausforderungen: Wie lassen sich verschiedene Angebote vergleichen, wenn sich das eigene technische Know-how in Grenzen hält? Damit Sie sich besser zurechtfinden, stellen wir Ihnen die wichtigsten Webhosting-Begriffe vor.

CDN, Cloud Computing, SEM – könnten Sie diese Begriffe erklären? Während Technik-Begeisterte das sofort bejahen dürften, fällt es Laien deutlich schwerer einzuschätzen, was für ihren Bedarf relevant ist. Die folgenden Begriffe erleichtern den Einstieg ins ABC des Webhostings:

Bandbreite: Bezeichnet die Transfergeschwindigkeit von einem Ort zum anderen. Üblicherweise wird die Bandbreite vom Rechenzentrum bis zum Endverbraucher beziehungsweise Besucher einer Website gemessen.

Cloud Computing: Beschreibt eine Technologie, die es erlaubt, IT-Infrastrukturen über ein Netzwerk zugänglich zu machen und beispielsweise Daten an einem zentralen Ort zu speichern und zu sichern, ohne dass man die dafür nötigen Strukturen in-house implementieren  muss. Diese können je nach Bedarf in Anspruch genommen werden. Cloud Computing Dienste sind nicht auf eine lokale Ressource wie beispielsweise einen bestimmten Computer oder einen physikalischen Server beschränkt, sondern von überall aus zugänglich. Der Zugriff erfolgt über das Internet. Weitere Infos dazu finden Sie in unserem Digital Guide.

Content Delivery Network (CDN): Ein solches Netzwerk ist vor allem für diejenigen interessant, die ihre Website international anbieten. Denn ein CDN sorgt dafür, dass die Website – unabhängig vom Ausgangsserver – überall schnell lädt. Um die Ladezeiten zu beschleunigen, verbindet sich ihr Webserver mit verschiedenen Rechenzentren auf der ganzen Welt. Wenn nun Benutzer bestimmte Inhalte anfordern, sorgt das CDN dafür, dass diese von dem am besten geeigneten Server abgerufen werden. Weitergehende Infos dazu finden Sie hier.

Domain: Als „Internetadresse“ ist die Domain der grundlegende Name einer Website, über den der Zugriff auf eine Website erfolgt. Die Adresse einer Domain ist im Internet weltweit einmalig und wird meist an Stelle der aus Zahlen bestehenden IP-Adresse in das Browserfenster eingegeben. So genannte Nameserver übersetzen die Domains in IP-Adressen.

Infrastructure-as-a-Service (IaaS): Als wichtiger Bestandteil des Cloud Computings beschreibt IaaS den Zugang zu einer Server-Infrastruktur über die Cloud – der Nutzer mietet also eine IT-Infrastruktur. Diese Ressourcen kann der Kunde zur Datenspeicherung, als Software-Plattform oder für andere Anwendungen flexibel nutzen.

Search Engine Advertising (SEA): Suchmaschinenwerbung ist ein Teil des Suchmaschinenmarketings (SEM) und bezeichnet die Platzierung von kostenpflichtigen, optisch hervorgehobenen Anzeigen in den Sucherergebnissen, die auf die verwendeten Suchbegriffe zugeschnitten sind.

Search Engine Marketing (SEM): Ist ein Teilbereich des Online Marketings mit dem Ziel, eine Website prominenter in den Ergebnissen von Suchmaschinen wie Google zu platzieren und dadurch Besucher für eine Website zu generieren. SEM beinhaltet sowohl die Platzierung von Anzeigen in der Suchmaschine (SEA) als auch die Suchmaschinenoptimierung (SEO), deren Ziel ein besseres Ranking auf den Ergebnisseiten ist.

Search Engine Optimisation (SEO): Ziel von Suchmaschinenoptimierung – ebenfalls Teil des Suchmaschinenmarketings (SEM) – ist es, das organische Ranking einer Website in den nicht bezahlten Suchergebnissen zu verbessern. Dazu gehören Maßnahmen wie die Optimierung des Seiteninhalts (z. B. Verwendung geeigneter Keywords) sowie eine suchmaschinenfreundliche Seitenstruktur.

Secure Socket Layer (SSL): SSL beschreibt ein Netzwerkprotokoll zur sicheren Übertragung von Daten. Mithilfe eines SSL-Zertifikats werden die Daten verschlüsselt, die zwischen einer Website und deren Besuchern ausgetauscht werden. Das ist insbesondere für sensible Daten wie Passwörter oder Kontoinformationen ratsam. Neben dem zusätzlichen „s“ in der Internetadresse (https:// statt http://) sind gesicherte Seiten am Schlosssymbol im Browser erkennbar. Bei 1&1 ist SSL in allen Hosting-Paketen inklusive.

Server: Ein Server ist ein Computer, „Host“ genannt, der Daten, aber auch Dienstprogramme oder Ressourcen für andere Computer zur Verfügung stellt. Es gibt viele Arten von Servern, darunter virtuelle Server, dedizierte Sever oder Cloud Server, die jeweils unterschiedliche Ansprüche erfüllen.

Shared Hosting: Shared Hosting bedeutet, dass mehrere Webprojekte von verschiedenen Kunden denselben Server nutzen und sich die Ressourcen wie Speicherkapazität, Prozessoren und Arbeitsspeicher teilen. Daher ist Shared Hosting die günstigste Variante des Hostings.

Software-as-a-Service (SaaS): Gehört ebenfalls zum Cloud Computing und bezeichnet vom Anbieter bereit gestellte Cloud Software, die flexibel über das Internet genutzt werden kann. Vergleichbar mit IaaS mietet der Kunde hier die Software. Der Nutzer braucht die Software also nicht selbst installieren und muss sich nicht um Aktualisierung etc. kümmern.

Top-Level-Domain: Domainnamen sind nach einem hierarchischen System organisiert. Die Domains auf der höchsten Ebene, gemeint ist damit der kurze Teil einer Webadresse nach dem „Punkt“ wie z. B. „.de“ oder „.com“, nennt man Top Level-Domain. Dieser Teil des Domain-Namens kann für die Länderkennzeichnung stehen oder aber auch für die Art der Website, z. B. „.org“ für Organisationen. Seit ein paar Jahren werden immer mehr neue TLDs (nTLDs) eingeführt, darunter auch so genannte „sprechende“ Domainendungen wie beispielsweise .shop, .GmbH, .cloud oder .berlin.

Traffic: Das Datenaufkommen einer Website, also wie oft und wie intensiv sie genutzt wird.

Uptime: Bezeichnet die Erreichbarkeit einer Website und ist beispielsweise für Online Shops neben der Ladezeit ein wichtiger Erfolgsfaktor.

Webhosting: Wer eine Website oder ein anderes Webprojekt einrichtet, benötigt Speicherplatz, der permanent online erreichbar ist. Auf diesem so genannten Webspace kann man zum Beispiel seinen Internetauftritt oder Onlineshop für Interessenten und Kunden bereitstellen. Technische Grundlage ist in der Regel ein Server, den der Hosting-Anbieter bereitstellt und pflegt. Man mietet quasi Speicherplatz und die nötige Rechenkapazität, um die Zugriffanfragen seiner Website gewappnet zu sein.

Natürlich gibt es unzählige weitere technische Finessen und dazugehörige Fachbegriffe, mit denen Sie Ihr Webhosting professionalisieren können – mit oben stehenden Begriffen kennen Sie jedoch nun die wichtigsten Grundlagen. Wer tiefer einsteigen möchten, findet im Digital Guide zahlreiche weiterführende Infos.

Bild: 1&1/Shutterstock

Kategorie: Netzwelt | Tipps
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