Was ist eine „Private Domain Registrierung“ und warum ist sie nützlich?

Was ist eine „Private Domain Registrierung“ und warum ist sie nützlich?

Sie haben sich gerade eine Domain gekauft und schon Minuten später befinden sich die ersten Spam-Mails im Posteingang. Dieses Szenario mussten schon viele Domaininhaber erleben. Sofort stellt sich einem natürlich die Frage, ob die eigenen Daten verkauft wurden und was der Registrar des Vertrauens, die akkreditierte Firma, bei der die Registrierung der Domain beauftragt wurde, damit zu tun hat?

Die Erklärung ist viel einfacher: Bei vielen Domainregistrierungen, insbesondere von generischen Top Level Domains (gTLD) wie zum Beispiel .com, .berlin oder .online, sind der Betreiber der Domainendung, die sogenannte Registry, sowie der Registrar vertraglich dazu verpflichtet, die Registrierungsdaten über einen technischen Service, den Whois, zu veröffentlichen. Dieser beinhaltet auch die E-Mail-Adresse des Domaineigners.

whois Datenbankeintrag

Die Veröffentlichungspflicht ist schon seit Jahren Gegenstand anhaltender Diskussionen in der „Netzgemeinde”. Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass einige unseriöse Datensammler die Whois-Datenbanken nutzen, um mit geringem Aufwand vertrauliche Daten abzugreifen.

In den frühen Jahren des Internets war die Veröffentlichungspflicht eigentlich dazu gedacht, Transparenz über die Domaineignerschaft zu schaffen. Sie sollte eine eine Kontaktmöglichkeit für Fragestellungen aller Art und seien sie nur technischer Natur anbieten, sowie den Schutz von Markenrechten bis hin zur Strafverfolgung ermöglichen. Nun wird  diese Offenlegung von Inhaberdaten für dubiose Geschäftsinteressen zweckentfremdet.

Eine einfache Abschaffung der Veröffentlichungspflicht kommt dennoch nicht in Frage, da der Whois-Service und die dort hinterlegten Daten auch oftmals Teil administrativer Prozesse wie beispielsweise  Domain-Transfers sind.

Schutz der Privatsphäre durch „Private Domain Registrierung“

Um den Domaininhaber trotz allem vor Missbrauch der persönlichen Daten durch Dritte zu beschützen, bieten mittlerweile viele Registrare den Service einer sogenannten „Private Domain Registrierung” an. Bei der Nutzung dieses Dienstes werden nicht die vertraulichen Daten des Domaineigentümers, sondern die eines Treuhänders veröffentlicht. Auch wenn nun andere Eignerdaten veröffentlicht werden, behält der Domaininhaber natürlich alle Rechte an seiner Domain.

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Diesen Dienst bietet 1&1 mit jeder Domainregistrierung kostenfrei an. Die private Domain Registrierung kann natürlich direkt beim Kauf einer Domain, aber auch zu einem späteren Zeitpunkt über das Control Panel aktiviert werden.

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Die private Domain Registrierung kann direkt während des Bestellvorgang ausgewählt werden.

 

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Wer die private Domain Registrierung erst zu einem späteren Zeitpunkt aktivieren möchte, kann dies ganz einfach in den Domain-Einstellungen des Control Panels.

 

Diese Vorsichtsmaßnahme ist allerdings nicht bei allen Top Level Domains von Nöten.Viele länderspezifische Domainendungen wie .de, .fr oder .co.uk die im Gegensatz zu den generischen Domainbetreibern nicht den gleichen vertraglichen Verpflichtungen unterliegen, veröffentlichen nur einen eingeschränkten Datensatz . Hier sind private Domaininhaber auch ohne besonderen Schutz vor unerwünschten Werbemails oder -anrufen sicher.

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Viele länderspezifischen Domainendungen müssen nur einen eingeschränkten Datensatz freigeben, daher benötigen sie keine private Domain Registrierung.

 

Welche Daten derzeit für die eigene Domain veröffentlicht sind, ist unter dem 1&1 Whois Service sowie unter dem Whois Service der jeweiligen TLD einsehbar.

 

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