Test: Sind Drohnen das neue Business-Modell?

Drohne

Im März wurden auf der CeBIT 2016, die weltweit größte Messe für Digitalisierung und Softwarelösungen, wieder einmal Technikinnovationen vorgestellt. Unter anderem auch die fortschreitende Entwicklung der Drohne. Doch was genau ist eine Drohne und hat sie das Potenzial schon bald als neues Business-Modell unseren Alltag zu bestimmen? Wir haben für euch eine Drohne getestet.

Was ist eine Drohne?

Das Wort „Drohne“ lässt sich aus dem Indogermanischem ableiten und bedeutet „brummen“. Und genau das macht eine Drohne: Diese „kleinen“ Helikopter werden nämlich durch Elektromotoren angetrieben und können mit Hilfe von mehreren Propellern autonom fliegen. Meist werden die Drohnen jedoch vom Boden aus per Fernbedienung gesteuert. Die typische Drohne besteht aus vier dominanten Propellern, einem sogenannten Quadrocopter. Es gibt jedoch verschiedene Modelle, beispielsweise Drohnen mit sechs (Hexacopter) oder mehreren Propellern. Im Gegensatz zu den Propellern ist der Rumpf der Drohne eher reduziert. Hier befindet dich die Computertechnik. Drohnen zeichnen sich durch ihre einfache Bauweise, Leichtigkeit und eine hohe Leistung aus. So können sie ihr Eigengewicht problemlos in die Luft heben.

Welche Funktionen gibt es?

Je nach Modell kann eine Drohne verschiedene Funktionen haben. Die klassischen Funktionen lassen sich unterteilen in Kamera, Video und GPS. Drohnenspezifische Funktionen können unter anderem die „Failsave“- oder die „Homelock“-Funktion sein. Unter „Failsave“ versteht man die Funktion, dass die Drohne selbstständig zum Startpunkt zurückfliegt, falls der Kontakt zur Fernbedienung abbricht. Falls nicht genug Akku vorhanden ist, landet sie selbstständig auf dem Boden. Die „Homelock“-Funktion ist dann sinnvoll, wenn die Drohne außer Sichtweite fliegt und die Ausrichtung nicht mehr erkennbar ist. Der Nutzer kann dann den Fernbedienungsschalter in seine Richtung drücken und die Drohne stellt sich automatisch so ein, dass sie zurück in die Startrichtung „nach Hause“ fliegen kann.

Sind Drohnen das Business-Modell der Zukunft?

Es gibt kaum Bereiche in denen Drohnen nicht genutzt werden können. Je nach Funktionsvielfalt können Drohnen in folgenden Gebieten in Form von Hilfsmitteln für Kontrollen, Überwachungen und Vermessungen eingesetzt werden:

  • Landwirtschaft, Naturschutz
  • Forschung
  • Vermessungstechnik und
  • Polizei/ Feuerwehr/ Militär

Mögliche Aufgaben in diesen Bereichen können sein: die ökologische Datenermittlung aus der Vogelperspektive, nach Sturmschäden oder Überschwemmungen. Oder auch die Fahndung nach Straftätern und die Suche nach Vermissten und Verschütteten.

Doch kann man Drohnen auch auf dem Internet-Provider-Markt einsetzen? Im Bereich Lager könnten Drohnen zum Beispiel den Wareneingang prüfen, Produkte zählen oder die Waren in die Hochregale einsortieren. Möglich ist die Drohne auch als Transportmittel für leichte Pakete. Die Anforderungen an den Zustellservice wachsen stetig. Sicherheit und Schnelligkeit sind die Ansprüche an Versandunternehmen. Drohnen können sich flexibel und individuell an die Kundenwünsche anpassen. Denkbar wäre ein „fliegender“ Transport von SIM Cards. Jedoch sind Drohnen noch nicht ausgereift genug, um für ausreichende Datensicherheit zu garantieren.

Was sind Chancen, was sind Risiken?

+ alternatives Transportmittel und Hilfsmittel
+ leichte Bedienung
+ langfristige Kostenersparnis
+ Wartungsfrei
+ Im hohen Flug geräuschlos

– Chaos und Naturstörung im Luftraum
– niedriger Entwicklungsstand
– Transportlimit
– Gefahr bei Absturz der Drohnen
– keine Datensicherheit

Der Chinakracher im Test

Drohne kleinDrohnen haben viele Einsatzmöglichkeiten, eine davon ist die Nutzung for fun. Wir haben online eine preisgünstige Drohne bestellt und getestet. Mit einer Abmessung von 70x70x20 mm und einem Fliegengewicht von nur 13,7 g ist diese Drohne wohl die kleinste und leichteste der Welt. Aber unterschätzt die Drohne nicht, denn sie bringt einige Funktionen für den Flug mit: vorwärts / rückwärts, nach oben / unten, links / rechts, seitwärts Flug, schweben und sogar 3D Flips, also automatische Überschläge, die leicht getätigt werden können. Dank des „headfree mode“ ist es möglich stets die Kontrolle über die Drohne zu halten, unabhängig davon in welchem Winkel sie zu einem steht. Das ist von Vorteil, vor allem für die nächste Funktion: die „Homelock“-Funktion. Indem ihr den rechten Stick nach unten drückt und die Frequenz beibehaltet, fliegt der Quadrocopter automatisch zur Startposition zurück.

Der QuadrocDrohne auf HandDrohne mit Fernsteuerung und USB Kabelopter ist mit einem Akku ausgestattet, der ca. 45 min aufladen muss, um 4 bis 6 Minuten fliegen zu können. Die Reichweite beträgt um die 30 Meter, also könnt ihr perfekt sowohl im Innenraum als auch im Freien fliegen. Die Drohne ist außerdem mit einem Schutzrahmen ausgestattet, den ihr auch abnehmen könnt. Damit schützt ihr Gegenstände und die Drohne selbst, falls sie einen Crash haben oder abstürzen sollte. Schäden sind somit weitestgehend ausgeschlossen. Durch kleine LEDs könnt ihr die Drohne auch in der Dämmerung erkennen. Der Quadrocopter ist mit einer Fernbedienung, einem USB Kabel für die Aufladung und einigen Ersatzpropellern ausgestattet. Zusammenfassend bringt die Drohne sehr viel Spaß, kann perfekt für die Freizeit genutzt werden und ist ein idealer Zeitvertreib bei jedem Wetter!

Kategorie: Unternehmen
4 Kommentare4
  1. 8. Juni 2016 um 09:57 |

    Ich glaube nicht, dass es in nächster Zeit dazu kommt, dass damit Waren geliefert werden. Würden DHL & Co die Drohnen manuell steuern, bräuchten sie viel mehr Mitarbeiter. Automatisiert ist unwahrscheinlich, schon beim Blick auf den Straßenverkehr und den Vorschriften dort (eine Hand immer am Steuer bei Autopilot).

    Was, wenn die Drohnen aus 100m Höhe abstürzen und jemanden verletzen oder töten? Wenn sie die Ware verlieren oder an einem falschen Ort ablegen, den sie aber für korrekt halten? Mit schlechtem Wetter will ich gar nicht erst anfangen. Und wenn ich sehe, wie oft mir meine DHL Packstation einen Bluescreen zeigt …

    Für die anderen Beispiele (Landwirtschaft, Naturschutz, Forschung, Vermessungstechnik und Polizei/Feuerwehr/Militär) ist es jedoch sehr wahrscheinlich, dass Drohnen als zusätzliches Werkzeug zum Einsatz kommen, da es hier um überschaubare Aktionen geht.

  2. 5. Juli 2016 um 18:12 |

    Ich bin mal gespannt in welche Richtung die Entwicklung der Drohnentechnologie gehen wird. Danke für den interessanten Bericht!

  3. 28. September 2016 um 12:14 |

    Meiner Meinung nach wird es noch lange dauern, bis Pakete über unsere Köpfe fliegen. Die Technik ist einfach noch nicht Reif genug um Pakete per Drohnen ausliefern zu lassen. Zwar testen viele wie Amazon, Blumen2000, DHL etc. Ihre Drohnen für den Versand von Waren aber zum echten Einsatz kommen die einfach nicht. Ich bin deshalb auch gespannt wie sich die Technik in den nächsten Jahren entwickelt.

  4. 27. Dezember 2016 um 11:01 |

    Prinzipiell gut, aber eine Drohne hat eben eine deutlich geringe Kapazität als andere Transportmittel. Klar für sehr dringende Sachen kann man sie verwenden, aber da gibt es noch zu viele ungewisse Sachen. Luftverkehrsüberwachung, Genehmigungen, Versicherung,… um nur ein paar zu nennen. Da sind solche „ferngesteuerten Autos” der schweizerischen Post noch realistischer wie ich finde.

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