Liebe 2.0 – Das Netz verbindet

Valentinstag

Happy Valentine’s Day! Heute erinnern sich gewiss viele Paare an den Moment zurück, als sie sich kennenlernten und ihre gemeinsame Geschichte begann. Doch wie lernt man sich heutzutage eigentlich am besten kennen – auf der Arbeit, in Bars und Clubs oder im Internet? Wie findet man seinen Traumpartner?

In Zeiten des Web 2.0 muss man nicht mehr zwangsläufig jedes Wochenende auf der Piste verbringen, um einen Partner zu finden. Viele empfinden es als einfacher, online nach dem richtigen Mann oder der richtigen Frau zu suchen: Laut einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom hat schon jeder sechste Internetnutzer versucht, über das World Wide Web die große Liebe zu finden.

Der Reiz des körperlosen Kennenlernens

Vielen Menschen scheint es schwerzufallen, im gewöhnlichen sozialen Umfeld den richtigen Partner zu finden – wenn das einmal abgegrast ist und auch bei Freizeitbeschäftigungen keine potenziellen Beziehungspartner gefunden werden können, steht man schnell allein da. Dann kommen Online-Partnervermittlungen ins Spiel, die zudem einige Vorteile bieten: Durch Angaben zur eigenen Person und zu wünschenswerten Eigenschaften des künftigen Partners können Interessen besser abgestimmt werden. Zudem ist es oftmals für schüchterne Personen einfacher, online über einen Chat mit jemandem in Kontakt zu treten, statt direkt face-to-face. Viele schätzen außerdem, dass es weniger um das Aussehen geht, als um das charakterliche Kennenlernen. Laut Bitkom-Umfrage hat jeder achte Deutsche schon Singlebörsen wie Parship, eDarling oder ElitePartner genutzt, bei Jüngeren sind die Portale noch beliebter. Auch den Erfolg der Online-Partnersuche belegt die Studie: Mehr als ein Drittel der Suchenden hat online seinen Traumpartner gefunden.

Es hat Klick gemacht: Dating-Apps auf dem Smartphone

Bei jungen Menschen sind aber vor allem zunehmend Flirt- und Dating-Apps wie Tinder, Lovoo, Zoosk, Badoo oder Grindr beliebt, die zwar nach einem ähnlichen Prinzip wie die Online-Portale funktionieren, aber dann doch etwas anders sind: Hier steht das Visuelle wieder mehr im Vordergrund – bei Tinder wischt man beispielsweise Fotos von Personen, die man nach Umkreis suchen kann, nach links oder rechts je nach Nicht-Gefallen oder Gefallen. Erst wenn zwei Personen sich beidseitig mit einem virtuellen Herz versehen haben, kann losgeflirtet werden: It’s a match!

Chancen und Risiken

Wer online auf die Suche geht, hat sicherlich gute Chancen, den Partner fürs Leben zu finden. Aber gerade bei Dating-Apps ist auch Vorsicht geboten: Manche Nutzer sind womöglich eher auf kurze Abenteuer, anstatt auf feste Beziehungen aus. Das kann schnell zu Enttäuschungen führen. Vorsicht ist auch vor sogenannten Love-Scammern angebracht, die einem nur etwas vorgaukeln und falsche Informationen von sich bewusst manipulativ einsetzen. Außerdem sollte man nach dem virtuellen Kennenlernen am besten versuchen, mit dem gefundenen Partner schnellstmöglich in die Realität zurückzukehren, und eine echte Liebe ganz klassisch und nicht nur über Chats und Messages aufzubauen.

Wo bleibt die Romantik?

Ist das Kennenlernen im Netz zu oberflächlich? Autor Christian Schuldt meint in seinem Buch „Romantik 2.0“ dazu Folgendes: „Nirgendwo geht es heute romantischer zu als im Netz. Es gibt keinen Ort, an dem die großen romantischen Gefühle so konzentriert auftreten und so gut gedeihen können wie im Internet. Und erstaunlicherweise ist das ausgerechnet der Online-Anonymität zu verdanken, die so gern im Zentrum der Kritik steht. Gerade weil wir online nämlich unerkannt bleiben können, sind wir viel offener für große Gefühle als im ‚echten‘ Leben. Im Netz lernen wir zuerst die inneren Werte kennen, bevor wir die äußere Verpackung zu sehen bekommen. Das macht das Online-Kennenlernen intimer, idealisierender, kurz: romantischer als herkömmliche Flirts“. Ob das in der Realität tatsächlich so ist, probiert am besten jeder für sich selbst aus.

Kategorie: Mobil Surfen | Netzkultur | Netzwelt
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