Deine tägliche Portion Netzpolitik – erste Anlaufstellen

Genau wie das Internet in der heutigen Gesellschaft allgegenwärtig ist, kann auch die Politik das Netz heute nicht mehr ausblenden. Die Bundesregierung hat sich eine Digitale Agenda gegeben und im Bundestag arbeiten Parlamentarier in einem gleichnamigen Ausschuss. Der Weg dahin war nicht kurz und auch nicht einfach. Die Bedeutung dieses neuen Politikfelds wurde vor allem in politischen Informations- und Meinungsportalen immer deutlicher. Vieler dieser Blogs und Internetseiten sind weiterhin erste Anlaufstellen, um sich über netzpolitische Debatten auf dem aktuellen Stand zu halten. In einer Blogreihe vor der anstehenden re:publica wollen wir einige vorstellen und Leseanregungen geben.

netzpolitik.org zählt zu den alteingesessenen Netzpolitik-Blogs. Es setzt sich seit 2002 explizit für digitale Freiheitsrechte und ihre politische Umsetzung ein. Die Blogger wollen eine Brücke schlagen zwischen den „Nerds“ und Netznutzern. Dieser eigene Anspruch lässt sich mittlerweile auch an beeindruckenden Zahlen fest machen: Fast 15.000 Artikel von insgesamt 72 Autorinnen und Autoren sind erschienen und wurden 167.000-mal kommentiert. Diese Leistung wird gewürdigt. Netzpolitik.org wurde schon mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem mit Awards von Reportern ohne Grenzen oder dem Grimme Online Award.

Hinter mspr0.de steht Michael Seemann, der seit 2005 mit verschiedenen Projekten im Internet aktiv ist. Sein Themenspektrum ist weit gestreut. Whistleblowing, Datenschutz, Urheberrecht, Internetkultur und die Krise der Institutionen in Zeiten des digitalen Kontrollverlusts beschäftigen ihn. Eine Vielzahl an Inhalten wird aufgearbeitet. Die Breite der Themen ermöglicht jedem, ein für sich spannendes Thema zu finden.

Wie funktioniert etwas Neues? Weg vom klassischen Text und hin zu neuen Formaten? Logbuch:Netzpolitik.de versucht netzpolitische Themen in einem regelmäßig erscheinenden Podcast zu veröffentlichen. Linus Neumann und Tim Pritlove schaffen es, mit ihren Beiträgen netzpolitische Themen in einem „großen Ganzen“ zu vereinen und Hintergründe und Querbezüge aufzuzeigen. Reinhören lohnt – egal ob auf dem Weg in die Arbeit oder Zuhause auf der Couch.

Zuletzt auch eine Seite, die zeigt wie Grenzen zwischen klassischem Blog und Journalismus verschwinden und fließend sind. Die Blogger und Journalisten auf netzpiloten.de wollen Trends und Entwicklungen der digitalen Welt aufzeigen. Das Team berichtet tagesaktuell. Sie wollen Themen verständlich darstellen. Auch ihr Ziel ist, „ohne jegliche Tech-Arroganz“ Inhalte einem breiten Publikum verständlich zu machen.

Alle Empfehlungen verstehen sich als Anreiz, sich schnell mit netzpolitischen Themenfeldern auseinander zu setzen. Eine eigene Bewertung müssen die Leser schon selbst vornehmen. Diese Liste ist zudem sicher nicht abschließend. Nutzt gern die Kommentare für Anregungen und Empfehlungen!

Vor dem Start der re:publica Anfang Mai in Berlin werden wir noch weitere, speziellere Blogs und Internetseiten vorstellen. Ende dieser Woche: Blogs zu Medien & Urheberrecht.

Kategorie: Netzkultur | Netzwelt
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