Achiv für Oktober 2012

Angst vor einem Shitstorm?

Wer als Kleinunternehmer oder Mittelständler soziale Netze zur Produktpräsentation oder Kundenansprache nutzt, fürchtet sich vor Empörungswellen – besser unter dem englischen Begriff „Shitstorm“ bekannt. Wie sollte der Einzelne darauf reagieren?

„Shitstorms gehören zu unserem kommunikativen Alltag“, meint die Unternehmensberaterin Anne M. Schüller. Früher oder später könne es jeden treffen. „Meist bricht er urplötzlich über ein Unternehmen herein.“ Die Münchner Betriebswirtin gibt jedoch Entwarnung: Nicht jeder negativer Kommentar auf einer Social-Media-Plattform müsse zwangsläufig in eine digitale Empörungswelle münden. Auch die Sorge vor unmittelbaren Imageschäden für das Unternehmen – gefolgt von Umsatzeinbrüchen – sei meist unbegründet, beschwichtigt die Expertin.

„Entscheidend ist allerdings“, betont Schüller, „dass man sich von Anfang an richtig verhält.“ Die Wahrheit zu verdrehen, Salami-Taktik bei der Kundeninformation oder gar Drohungen helfen bei einem Shitstorm nicht weiter.

Anne M. Schüller hat dagegen fünf Tipps parat, damit die digitale Empörungswelle nicht zu hoch schwappt:

  • Seien Sie gut vorbereitet, denn bei einem Shitstorm geht alles meist sehr schnell. Als Kleinunternehmer oder Mittelständler verfügen Sie meist nicht über eine eigene Kommunikationsabteilung oder ein Social-Media-Team. Sie sollten daher einen externen Berater mit ins Boot holen und ihm – für den Fall der Fälle – Zeit und Gelegenheit geben, Ihren Betrieb kennenzulernen.
  • Ob andere Nachrichten oder Kommentare über Ihr Unternehmen oder Ihre Produkte im Web hinterlassen haben, sollten Sie täglich überprüfen. Das geht am einfachsten und schnellsten mit der Google-Blog-Suche, Facebook Search und anderen. Auch Push-Dienste (etwa Google Alerts oder Bing Alerts) sollten Sie dazu nutzen. Wenn Sie Tools wie addictomatic.com verwenden, können Sie schnell und einfach möglichst viele Webseiten im Auge behalten.
  • Ist ein Shitstorm bereits entfacht, sollten Sie über genügend Manpower verfügen, um ihn wirkungsvoll einzudämmen. Nehmen Sie zu Kundenbeschwerden zeitnah Stellung, zeigen Sie Verständnis und bitten Sie um Entschuldigung. Die Ansprache sollte immer sachlich, ehrlich und freundlich sein. Wichtig: Später müssen Sie den Vorfall analysieren, um aus eventuellen Fehlern zu lernen.
  • „Geben Sie Fehler zu – aber nur Fehler“, erklärt Expertin Schüller. „Falls Sie anderer Meinung als Ihre Angreifer sind, sagen Sie das auch.“ Aussagen müssen der Wahrheit entsprechen und sollten mit Zahlen und Fakten belegt werden. Schreiben Sie nicht zu ausführlich! Je mehr Text zu dem Fall im Netz steht, umso besser werden Suchmaschinen darauf aufmerksam. Damit würde das Problem dann auf der Trefferliste einer Internet-Suche immer weiter nach vorne rücken.

 

Weitere Informationen: Anne M. Schüller, „Touchpoints“, Gabal-Verlag, Offenbach 2012

 

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Kategorie: Tipps
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Mobiles Internet bereitet den Weg zur digitalen Gesellschaft

Die mobile Internetnutzung erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Aktuell greifen schon etwas mehr als ein Viertel (26,5 Prozent) der Bevölkerung von unterwegs auf das Internet zu. Knapp 40 Prozent davon würden deutlich häufiger mobil online gehen, wenn die Übertragungsgeschwindigkeiten höher wären als es aktuell der Fall ist. Hier besteht noch großes Potenzial, denn 43,4 Prozent der Befragten können sich schon heute vorstellen, das Internet ausschließlich über einen mobilen Zugang zu nutzen. Rein wirtschaftlich könnte dies auch umsetzbar sein, denn aktuell sind die Befragten bereit, durchschnittlich 22,30 Euro im Monat für ihren mobilen Internetanschluss zu bezahlen.

Dies sind die Ergebnisse der erstmals veröffentlichten Studie „Mobile Internetnutzung – Entwicklungsschub für die digitale Gesellschaft?“ der Initiative D21, für die TNS Infratest 1005 Telefoninterviews vorgenommen hat.

Smartphones und Tablet-Computer sind Treiber der Entwicklung

Die immer größere Verbreitung neuester mobiler Gerätegenerationen begünstigt die Entwicklung hin zur mobilen Internetnutzung. Inzwischen verfügen fast 24 Prozent der Bevölkerung über ein Smartphone und fünf Prozent einen Tablet-Computer, obwohl diese erst seit knapp zwei Jahren auf dem Markt sind. Die Experten sind überzeugt: Dieser Trend wird sich fortsetzen, denn in den nächsten zwölf Monaten wird sich die Zahl der Tablet-Besitzer voraussichtlich verdoppeln (4,4 Prozent planen eine Anschaffung).

Wer schon ein mobiles Gerät besitzt, setzt es auch häufiger fürs Surfen im Internet ein. Über 57 Prozent der Befragten verbringen dadurch mehr Zeit online als bisher. Gleichzeitig nutzen Besitzer mobiler Endgeräte bereits alle gängigen Anwendungen mobil, greifen dabei aber auf weniger datenintensive Anwendungen zurück. Dazu gehören vor allem E-Mails, Internetrecherche oder News.

Deutliche Unterschiede zwischen zwei Nutzer-Gruppen

Dies belegen auch die Ergebnisse der Studie, wenn auf die Unterschiede zwischen den Digital wenig Erreichten und denjenigen eingegangen wird, die bereits souverän und sicher mit den digitalen Medien umgehen. Als solche Digital Souveräne können laut der Studie „Digitale Gesellschaft 2011“ der Initiative D21 (www.digitale-gesellschaft.info) erst 38 Prozent der deutschen Bevölkerung bezeichnet werden. Vor dem Hintergrund, dass die Entwicklung der digitalen Gesellschaft in Deutschland aktuell stagniert, knüpft die vorliegende Studie an diese Ergebnisse an und zeigt auf, wie sich mobile Internetnutzung hier auswirkt.

Wenig überraschend ist, dass Digital Souveräne das mobile Internet deutlich häufiger nutzen als Digital wenig Erreichte (47 Prozent zu 14 Prozent). Doch auch bei den Digital wenig Erreichten hat der Besitz eines mobilen Endgerätes Effekte auf die mobile Internetnutzung.

Jeder Zweite in dieser Gruppe, der ein Notebook, Smartphone oder einen Tablet-Computer sein Eigen nennt, ist häufiger online als zuvor. Überraschend ist der Betrag, den die Digital wenig Erreichten für einen solchen mobilen Internetzugang bereit sind, durchschnittlich zu bezahlen: 23,70 Euro wäre den aktiven und potenziellen Nutzern dieser Gruppe dies monatlich wert. Das legt den Schluss nahe, dass bei entsprechenden Angeboten diese Gruppe sehr wohl näher an die souveränen Nutzer herangeführt werden kann. Die Digital Souveränen möchten hingegen 21,40 Euro monatlich für ihren mobilen Internetanschluss bezahlen.

„Die Zahlen zeigen es deutlich: Wer über entsprechendes Equipment verfügt, ist häufiger online und möchte auch die zahlreichen neuen Möglichkeiten des mobilen Internets nutzen, “ sagt Robert A. Wieland, Gesamtvorstandsmitglied der Initiative D21 und Geschäftsführer von TNS Infratest. Damit falle die Hemmschwelle für die Nutzung digitaler Medien. „Die persönliche Medienkompetenz wächst schon alleine durch das reine Ausprobieren.“

Wieland weiter: „Die Möglichkeiten durch Apps und weitere Dienste sind so reizvoll, dass wir hier deutlich sagen können: Die digitale Gesellschaft von morgen wird eine mobile digitale Gesellschaft sein.“ Je eher Politik und Wirtschaft die Bedingungen dafür schaffen würden, „umso besser für unsere Gesellschaft und auch den Standort Deutschland.“

Mehr Details zur aktuellen mobilen Internetnutzung, weitere Informationen sowie die Studie „Mobile Internetnutzung – Entwicklungsschub für die digitale Gesellschaft?“ finden Sie auf der Webseite der Initiative D21.

 

Weitere Infos:

 

Foto: pressmaster, Fotolia.com

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Kategorie: E-Business
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Vollbild-Smartphone mit Intel-Herz: Das Motorola RAZR i jetzt bei 1&1

Das Motorola Razr i bei 1&1Schlank, leicht und extrem leistungsstark – Das Motorola RAZR i ist pünktlich zum weltweiten Verkaufsstart auch bei 1&1 erhältlich. Das neue Aushängeschild von Motorola mit Android 4.0 überzeugt vor allem mit seinem bis zu 2 GHz schnellen Intel-Prozessor – der erste seiner Art in einem Motorola-Smartphone – der jede Menge Power für Surfen, Filme und Musik liefert. Der Wechsel zwischen verschiedenen Anwendungen läuft dank des schnellen Prozessors fließend und unterbrechungsfrei. Für genügend Ausdauer sorgt der 2.000 mAh Akku mit einer Laufzeit von bis zu 20 Stunden bei typischem Nutzerverhalten.

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Kategorie: Mobil Surfen | Produkte
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Auf der sicheren Seite: So erkennt ihr gefälschte E-Mails

Screenshot einer aktuellen Phishing-Mail

Screenshot einer aktuellen Mail der Internetkriminellen

Immer wieder versuchen Internetkriminelle, den Namen von großen Unternehmen auszunutzen. Sie verschicken dann E-Mails, die scheinbar von einem vertrauenswürdigen Absender kommen. Vertraut man diesen, landet man oft auf Seiten, die zur Eingabe privater Daten auffordern oder Schadsoftware verbreiten. Auch E-Mail-Anhänge sind eine Gefahrenquelle.

Aktuell gibt es eine Welle von gefälschten E-Mails, deren Absender sich fälschlicherweise als 1&1 ausgeben. Auch die Namen von andere Unternehmen und Institutionen wie Vodafone und dem Finanzamt werden ausgenutzt. Eine Übersicht über aktuelle Phishing-Warnungen findet ihr zum Beispiel bei den Verbraucherzentralen.

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Kategorie: Netzkultur
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Mitarbeiter-Suche per Smartphone-App: 1&1 startet CodeCaching-Aktion für IT-Profis

1&1 CodeCachingPer Smartphone-App geht 1&1 in den nächsten Wochen in Karlsruhe auf Mitarbeiter-Suche – als erstes Unternehmen in Deutschland. Über die App können Interessierte Fragen aus speziellen IT-Themengebieten beantworten, kleine Belohnungen gewinnen und mit etwas Glück an der großen CodeCaching-Nacht teilnehmen, die den Abschluss der Aktion bildet. Studenten, Absolventen und erfahrene IT-Profis können so mehr über den IT-Bereich erfahren. Nach Veranstaltungen wie „Catch the Job“, „Nerd-Night“ und „Root-Night“ ist dies die nächste spannende Gelegenheit, 1&1 als potenziellen Arbeitgeber kennenzulernen.

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Kategorie: 1&1 Intern
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Der neue EU-Datenschutz: Wie sicher ist der „sichere Hafen“?

Datenübertragungen ins Ausland – „safe harbor“ & Co.

Angesichts der globalen Vernetzung sind Datenübertragungen ins Ausland eher die Regel, nicht die Ausnahme. Das gilt nicht nur innerhalb Europas, sondern natürlich auch darüber hinaus. Werden Daten aus der EU „exportiert“, stellt sich aus datenschutzrechtlicher Sicht die Frage der Zulässigkeit. Denn im „Importland“ mag ein niedrigeres Datenschutzniveau gelten, so dass aus Sicht des Betroffenen mit der Übertragung ins Ausland die Gefahr einhergeht, den Schutz des europäischen Datenschutzrechts zu verlieren.

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Kategorie: Netzkultur
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Aushängeschild Webseite

Wenn Sie die anderen Artikel im 1&1 Online-Erfolgs-Center gelesen haben, wissen Sie bereits, wie wichtig es für Ihr Unternehmen ist, im Internet präsent zu sein. Eine Sache, die Sie dabei auf jeden Fall bedenken sollten, ist die Einbindung Ihres Logo in diese Onlinepräsenz. Falls Sie etwa vorhaben, eine Serie von Printanzeigen zu erstellen, wollen Sie nicht den Eindruck erwecken, dass jedes Design von verschiedenen Firmen stammt. Beständigkeitsollte oberste Priorität haben, wenn es um das Logo Ihres Unternehmens geht. Besonders im Internet.

Bei der Erstellung Ihrer Webseite mag es verlockend scheinen, den Weg des geringsten Widerstandes zu wählen: lediglich das absolute Minimum tun, um online zu sein, ohne darüber nachzudenken, wie der Onlineauftritt die Marketing-Strategie ergänzt. Viele Unternehmer tappen in diese Falle, weil sie dem Irrglauben erliegen, dass die Erstellung einer maßgeschneiderten Webseite schwierig und teuer sei. Mittlerweile gibt es jedoch eine Vielzahl an günstigen Web-Baukästen und Online-Werkzeugen, mit denen sich eine individuelle Seite erstellen lässt. Diese Werkzeuge sind leicht zu verstehen und anzuwenden. Gewerbetreibende können so ihre Webseiten mit den gleichen Logos, Schriftarten, Farben und Styles gestalten und bearbeiten wie ihre anderen Marketingkanäle.

Wichtig ist auch der Tonfall Ihrer Inhalte. Wenn Sie innerhalb Ihrer anderen Werbekanäle einen bestimmten Ton anschlagen (formell, umgangssprachlich etc.), sollte der Inhalt Ihrer Webseite dies aufgreifen. Auch die Art und Weise, wie Sie Fotos Ihrer Produkte darstellen, sollte über sämtliche Werbeplattformen konsistent sein. Die Beständigkeit einer Marke erhöht das Kundenvertrauen gegenüber Ihrem Unternehmen und verbessert das „Gesamterlebnis Webseite“.

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Der neue EU-Datenschutz: Gleiches Recht für alle?

Geht es um einen modernen Datenschutz im Internet ist es gar nicht so leicht, Aspekte zu finden, bei denen sich praktisch alle einig sind. Eine Ausnahme ist der nahezu unisono ertönende Ruf nach einer internationalen Harmonisierung des Datenschutzrechts, also nach möglichst gleichen Regeln für alle. Unabhängig davon, wo ein Nutzer am Rechner sitzt oder von wo ein Internet-Unternehmen seine Dienste anbietet. Wirtschaft, Verbraucherschützer, Politik – alle scheinen sich im Grunde einig. Ein leichtes Spiel also? Längst nicht so leicht, wie es auf den ersten Blick scheint, denn der Teufel steckt auch hier im Detail.

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Kategorie: Netzkultur
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