World IPv6 Day – Auch 1&1 blickt in die Zukunft
Seit vielen Jahren geistert das neue Internetprotokoll IPv6 nun durch die digitale Welt. Die endgültige Implementierung für die breite Masse lässt allerdings noch immer auf sich warten, obwohl durch die Adressenknappheit beim alten IPv4-Protokoll dringender Handlungsbedarf besteht. Einen Blick in die Zukunft des Internets erlaubt der World IPv6 Day am 8. Juni 2011. Viele namhafte Internet-Unternehmen wie Google und Facebook bieten an diesem Tag für 24 Stunden ihre Inhalte über IPv6 an. Zum einen lässt sich so aus Sicht des interessierten Internetnutzers IPv6 „live“ erleben, zum anderen können die teilnehmenden Anbieter eventuell vorhandene Fehler im praktischen Betrieb erkennen und für die später folgende, dauerhafte Nutzung beseitigen.
Auch die 1&1 Internet AG, die bereits seit 2002 in Teilbereichen IPv6 implementiert hat, gehört zu den teilnehmenden Unternehmen. Am 8. Juni 2011 wird unsere deutsche Produktseite www.1und1.de, das 1&1 Blog und das 1&1 Kundenforum für 24 Stunden über IPv6 erreichbar sein. Im weiteren Verlauf des Jahres 2011 sind noch einige Softwareanpassungen und Tests geplant, um unsere Produktpalette über IPv6 und IPv4 gleichermaßen ausgereift und zuverlässig anbieten zu können. Erste 1&1 Produkte mit IPv6-Unterstützung sind gegen Ende des Jahres geplant.

Der World IPv6 Launch Day naht — meint ihr, ihr kriegt das bis dahin auf die Reihe? Dass das ganze bei DSL-Kunden und ihren hunderten verschiedener Router und sonstiger Hardware z.T. aus dem letzten Jahrtausend ein größeres Unterfangen ist, kann ich ja verstehen. Aber noch nicht mal bei den Rootservern funktioniert es, wo das bei anderen Providern seit Jahren mit ein paar Klicks erledigt ist. Da wird’s jetzt langsam allerhöchste Eisenbahn!
Also Ende des Jahres *2011* sollte IPv6 Einzug halten. Jetzt beginnt der Mai 2012, also fast ein halbes Jahr später. Man hört nichts mehr, und mein 1&1 HomeServer erhält natürlich immer noch keine IPv6-Adresse, wenn er online geht. Viele Versprechen, nicht nur von Politikern, sondern auch von Firmen sind also nichts wert. Wenigstens funktioniert das Netz immer noch.
Hi!
Gibt es schon nähere Planungen, welche Optionen mir als Kunden dann zur Verfügung stehen?
- Werde ich wählen können zwischen statischem und dynamischen Prefix?
- Kann ich eventuell sogar zwei Prefixe (dann meinetwegen für kleinere Subnetze), einen statischen unter dem ich Ansprechbar sein kann und einen dynamischen für ausgehende Verbindungen?
- Ist eine Variante teurer als die andere?
- Wird die Hardware kostenlos ausgetauscht / was kostet der Austausch?
- Wie werden eventuelle neue Features durch die Firmware unterstützt?
Bin schon neugierig :-)
Zeit wirds…
Hoffentlich mit dynamischem prefix dann…
Das Jahr ist fast Vorbei, der Sommer ist auch schon lange im Urlaub, wie sieht es mit den Plänen um IPv6 aus?
Hallo,
wir planen gegen Jahresende sukzessive ersten Kunden IPv6 zum Internetzugang zur Verfügung zu Stellen.
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Thieme, 1&1
Wird es einfach so aktiviert, oder muss es im CC aktiviert werden?
Gibt es dann die Wahl zw. Festen und Variablen Präfix?
Hallo,
Sie brauchen sich dabei um nichts zu sorgen. Wir werden uns darum kümmern, dass die Umstellung bei den entsprechenden Kunden reibungslos verläuft.
Viele Grüße
Alexander Thieme, 1&1
Ist bei 1&1 das Jahr länger als im Kalender?
Nicht mal das CC beherscht IPv6 für die DNS Optionen für die Hostingprodukte. Gerade dort ist man ja nicht auf externe Dienstleister wie den Rosa Risen oder so angewiesen. Bei den V-Servern geht es auch noch nicht. Nur bei den Root Servern ist eine feste IPv6 Adresse möglich, und auch dieses nur auf Anfrage.
[...] 2. Das 1und1 Blog wird natürlich auch weiterhin von mir besucht. Interessant sind die Technik Themen wie z.B. der World IPv6 Day. [...]
[...] Laut einem Beitrag im 1und1 Blog kann man auf IPv6 Verfügbarkeit zum Ende dieses Jahres [...]
Immer noch das Henne-Ei Problem…keiner will den wirklichen Anfang machen. Der ISP in diesem Fall 1und1 wartet bis die große Masse anfängt, und die großen Websites warten bis der Kunde IPv6 bekommt.Es ist zum kotzen. Ist ja nicht erst seid gestern so…Und ich gehe soweit und sage, wenn die Telekom nicht bis Ende des Jahres IPv6 einführt, wird es wieder nix*lach
Hängt damit zusammen, dass der DNS 217.237.148.22, der als primärer DNS angeboten wird, derzeit ausgefallen ist?
So habe nun Testweise IPv4 deaktiviert,
leider mußte ich Feststellen, das Controllcenter unter login.1und1.de ging nicht, auch 1und1.de ging nicht nur mit http://www.1und1.de, sobald ein der Bereich gewechselt wird und redirect.1und1.de verwendet wird dabei von der Webseite geht diese auch nicht,
Bei Facebook ging die Grafiken und CSS nicht, kam nur Text und Links ohne alles.
Google und Heise gingen ohne Probleme.
Hoffe hilft Ihnen etwas weiter, Ihre Prozesse bei 1und1 Anzupassen.
Ist bestens bekannt, Details per Mail :-)
Grüsse aus Karlsruhe,
Anders Henke (1&1 Internet AG)
Danke für Ihre Antwort,
bei ipconfig /all steht sowohl bei der IPv4 sowie der IPv6 Adresse in Klammern bevorzugt.
Leider finde ich gerade nicht den passenden netsh befehl um die priorität nur auf IPv6 zusetzten.
Aktuell wird sowohl von 1und1, Facebook und co nur die IPv4 Adresse genutzt.
Wann bekomme ich endlich mein IPv6 Range von 1&1 ?
Siehe letzter Satz des Blogartikels :-)
Erste 1&1 Produkte mit IPv6-Unterstützung sind gegen Ende des Jahres geplant.
Mit freundlichen Grüßen aus Karlsruhe,
Anders Henke (1&1 Internet AG)
Schön wenn man solch ein Test macht, ohne sein Kunden IPv6 aktiv anbietet für DSL Produkte, könnte man ja wenigstens auch Testweise anbieten, so kann man nur 6to4 Tunnel nutzen, wobei eh immer IPv4 genutzt wird, außer auf einer reinen IPv6 Webseite.
Bieten wir für den Tag, an dem “nur” Content-Anbieter IPv6 anbieten, unseren DSL-Kunden spontan IPv6-Access an, so können wir bei eventuellen Problemen nur mühsam herausfinden, ob das Problem letztlich bei uns, auf dem PC des Kunden, beim Content-Anbieter, bei einem Transitprovider oder Peering zwischen Kunde und Content-Anbieter liegt – oder, ob es überhaupt ein IPv6-spezifisches Problem ist. Anschliessend kommt die Frage, ob das Problem durch eine Konfigurationsänderung gelöst werden kann oder erst neue Firmware oder sonstige Softwares eingespielt, entwickelt oder angepasst werden müssen – die Problembehebung so eines “End-zu-Ende”-Tests kann also deutlich aufwändiger sein, und wenn an zwei Seiten gleichzeitig etwas verändert wurde, wird die Fehlersuche stark erschwert.
Dementsprechend muss man sich beim Testen darauf beschränken, nicht an allen Stellschrauben gleichzeitig zu drehen. Daher beschränkt sich der World IPv6 Day allgemein darauf, “nur” Inhalte ins Internet zu bringen und so das Trafficvolumen durch bestehende IPv6-Nutzer zu erhöhen sowie
Fehlkonfigurationen zu beheben.
Eine weitere Motivation zum World IPv6 Day ist nicht nur “Testen”, es geht auch darum, “Flagge zu zeigen” und zu zeigen, dass man IPv6 kann und will. Dies ist ein wichtiger Schritt, da es heute noch viel zu viele Hard- und Softwareanbieter gibt, deren Systeme heute nicht oder nicht “gut genug” IPv6 können.
Unter den DSL-Routern findet sich z.B. nur eine Handvoll IPv6-fähiger Geräte – und auch der “Einäugige unter den Blinden” rechnet damit, dass er getestete, volle IPv6-Unterstützung (inklusive z.B. Internet-Telefonie via IPv6) erst Ende des Jahres zur Verfügung stellen kann.
Ob IPv4, IPv6, 6to4 oder Teredo bevorzugt wird, ist übrigens seit RFC3484 einstellbar: auf Linux-Systemen per /etc/gai.conf, auf Windows-Systemen via netsh (netsh.exe interface ipv6 show prefix). Und die Entscheidung ist dabei nicht (nur) die eigene IPv6-Adresses, sondern vor allem die IPv6-Adresse des Zielsystems.