Fragen zum Spiegeln von Wikileaks (Update)

Quelle: Wikileaks
Die Diskussion rund um die Website Wikileaks hat auch bei 1&1 zahlreiche Anfragen verursacht, wie der Aufruf von Wikileaks, die Inhalte der Seite zu spiegeln, zu bewerten ist. Wir haben dazu die juristischen Implikationen zum Hosting von Wikileaks-Mirror-Sites geprüft und möchten an dieser Stelle auf Fragen eingehen.
Generell machen wir bei unseren Hosting-Produkten keine Vorgaben über Verwendungszweck oder Inhalte. Unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen stellen klar, dass Internet-Präsenzen nicht gegen gesetzliche Verbote und Rechte Dritter verstoßen dürfen. In wiefern dies im Falle von Wikileaks vorliegt, müsste an jedem einzelnen konkreten Dokument überprüft werden.
1&1 prüft die von Kunden gespeicherten Inhalte nicht vorab. Sollten wir von offensichtlichen Rechtsverstößen beim Betrieb der Internet-Präsenz eines Kunden Kenntnis erlangen, sind wir gemäß unseren AGB berechtigt und in vielen Fällen nach deutschem Recht auch gesetzlich verpflichtet, die entsprechende Präsenz zu sperren. In einem solchen Fall informieren wir den Kunden umgehend.
Jeder Internet-Nutzer, der darüber nachdenkt, Wikileaks zu spiegeln, sollte sich über mögliche spezielle Haftungsrisiken im Klaren sein. Denn Wikileaks fordert in seiner Spezifikation umfassenden Zugriff auf fremde Server. Damit steht erst einmal der Kunde nach außen hin in der Verantwortung und gegebenenfalls in der Haftung für Wikileaks Inhalte, die er selbst nicht überprüft hat oder überprüfen konnte.

Fragen zum Spiegeln von Wikileaks (Update) http://p2.to/14LQ
[...] hat sich 1&1 als möglicher Webhoster von sog. “Wikileaks-Mirrorseiten” geäußert. Während DomainFactory keine rechtl. Bedenken hat, prüft 1&1 die nationale [...]
Hmm, nicht zu vergessen, dass sich @1und1 Haftungsfragen aussetzt, wenn es vorschnell Kundenpräsenzen abschaltet: http://bit.ly/gre0u5
[...] In der Zwischenzeit wurden die Paypal Konten von Wikileaks eingefroren und die Server bei Amazon geschlossen. Die Jagt hat begonnen. Wikileaks hat eine Anleitung veröffentlicht, wie man Ihnen helfen kann, um eigene Mirrors zu installieren. Bisher gibt es 748 Spiegelserver, welche man sicher nicht von heute auf morgen alle Gleichzeitig vom Netz nehmen kann. Gelungene Aktion. Gestern hat sich jedoch Hetzer (einer der großen Hoster in Deutschland) dagegen ausgesprochen, Mirros von WikiLeaks zuzulassen. Heute rudert man jedoch zurück und duldet Wikileaksspiegelungen bis deutsche Gerichtsurteile vorliegen . Ein weiterer Erfolg. Der Webhoster 1&1 geht da gleich andere Wege und veröffentlicht einen Blogeintrag: [...]
Das Risiko ist zu hoch, dass Wikileaks großen Schaden für die Welt anrichtet.
Denn Wikileaks hat vor geheime Informationen aufzudecken und vielleicht werden diese Informationen eines Tages unschuldige Menschenleben kosten. Und wenn das passiert (und das ist wohl nur eine Frage der Zeit), dann muss jeder, der sich bei Wikileaks auf irgendeiner Weise beteiligt, Verantwortung tragen. Es ist ja nicht so, dass Wikileaks eine Hilfsorganisation ist, die das Leben von kleinen Kindern retten will. Wikileaks wollen nur provozieren und Ausschnitte von Informationen veröffentlichen, aber Ausschnitte werden niemals die Wahrheit wiedergeben, im Gegenteil. Es wird zu Fehlinterpretationen kommen.
Wenn ihr das Geld nicht nötig habt, dann würde ich einfach die Finger davon lassen.
Es lohnt sich nicht.
Gerne nochmal mit der PR-Agentur auseinander setzen, die hier verwendeten Phrasen sind seit dem Apache-Leak von den führenden Spin-Doktoren schon mehrmals aktualisiert worden.
@Millus:
“und vielleicht werden diese Informationen eines Tages unschuldige Menschenleben kosten.”
Die vielen unschuldigen Menschenleben, die in Afghanistan und Irak gestorben sind (nicht: werden, sondern SIND) die zählst Du nicht? Die Zivilisten? Die Kinder?
Und die vielen unschuldigen Menschenleben, die noch sterben WERDEN, wenn Wikileaks dem amerikanischen Militarismus nicht die Maske herunterreisst? Was ist mit denen?
Die Fehlinterpretationen, die möglich werden, weil Wikileaks nur Ausschnitte zeigen kannst, die zählst Du auf. Was aber ist mit den Fehlinterpretationen, weil unsere Medien nicht nur keine Ausschnitte berichten, sondern GAR NICHT oder FALSCH berichten?
Und die Gefahr für die Demokratie als Institution, wenn das, was jetzt veranstaltet wird, einfach durch geht, ohne politische Konsequenzen für die Verantwortlichen?
Die USA dürfen ihre Diplomaten aufrufen, die Passwörter und biometrischen Merkmale des UN Botschafters auszuspionieren – das ist ganz ok. Und die Medien dürfen darüber berichten. Nur derjenige, dem diese Informationen von dritter Hand zugespielt werden, DEN läßt man über die Klinge springen und macht ihn Mund-tot und entzieht ihm jede Unterstützung, noch VOR irgendeiner gerichtlichen Verurteilung. DAS IST FINSTERSTES MITTELALTER !
@name
Ok, schaffen wir das Militär ab, ziehen wir alle Truppen zurück, überlassen wir den Menschen selbst ihr Schicksal. Reißen wir Masken nieder…
Polizei? Kann auch weg.
Und nun, sieh dir die Welt genau an, was dann passieren wird.
Frieden? Nein.
Es wird ein unbeschreibliches Chaos stattfinden, die Hölle auf Erden.
Dann kannst du dich bei Wikileaks und Co. bedanken.
Die Menschen verteufeln zu sehr die Politiker und die Arbeit von Militär & Co.
Dabei explodieren hierzulande keine Atombomben, wir können in Ruhe in unseren Betten schlafen, unseren Hobbys nachgehen und Playstation in Ruhe spielen. Im Internet surfen,
zur Schule gehen etc.
Schon mal nachgedacht, wer das alles ermöglicht und beschützt? Wie schwer das ist?
Was man alles tun muss, um das am Laufen zu halten?
Und wie die Arbeit von Wikileaks den Erhalt unseres Wohlstands, Friedens etc. gefährdet?
[...] auf seinen Systemen. Der Anbieter Domain Factory duldet diese Vorhaben nach eigenen Angaben. Bei Marcell D’Avis im Blog von 1&1 ist man noch zu keinem Ergebnis gekommen und befragt aktuell noch die Rechtsabteilung. Richteten [...]
[...] einen Wikileaks Mirror aufzubauen, gibt es in der Zwischenzeit auch schon erste Reaktionen (hier und hier). Gut [...]
Go 1and1, show us that you’re on the right side! Let them in!
Die Kündigung der Verträge durch Amazon, Paypal und Mastercard sind rechtlich völliger Unsinn da wikileaks keines Verbrechen angezeigt, geschweige denn verurteilt wurde. Einzig und Allein die Vorwürfe gegen Assange verhindern im Moment dass sich wikileaks zivilrechtlich gegen diese Ungerechtigkeiten wehrt.
Hier wird ausschliesslich dem Druck der US-Regierung nachgegeben und damit massiv gegen das First Amendment verstoßen.
Sollte 1&1 im vorauseilendem Gehorsam das Spiegeln mitverbieten war es das mit meinem Vertrag. Denn das wäre nichts anderes als totalitäre, unrechtsstaatliche Unterdrückung der Meinungsfreiheit und solche Firmen gehören ausnahmslos boykottiert.
RT @andy_m81: RT @1und1 Wir haben Anfragen zum Hosting von #Wikileaks Mirror-Seiten bekommen. Eine erste Stellungnahme http://1u1s.de/rda
Hi Andreas. Das Problem für euch wird m.E. am Ende nicht unbedingt juristischer Natur sein und wie Du schon schriebst auch nicht technischer (DDoS-Angriffe auf Webserver sind ja so alt wie es Webserver gibt). Die Frage wird sein, was passiert, wenn ihr politischen Druck bekommt, eventuell über Bande durch schwergewichtige Kunden. Ich würde sagen, dass das das Szenario ist, für das ihr euch im Falle dessen, dass ihr WL-Mirrors zulasst, Argumente finden müsst. Wenn ihr klar zum Neutralitätsprinzip steht hat man eine starke Position, da das auch Sicherheit für jeden anderen Hostingkunden bedeutet, dass sein Content online bleibt, so lange keine Rechtsverletzung vorliegt. Ihr braucht im Zweifelsfall ein dickes Fell, aber eigentlich habt ihr das ja – ich fände es gut, wenn ihr da als erster Major-Player im Hostinggeschäft ein gutes Zeichen setzen würdet.
mal abwarten, aber vorauseilenden gehorsam kann man 1&1 schon mal nicht vorwerfen, gut so! http://bit.ly/dWEKp0
“Unsere Netzwerk-Spezialisten sehen keine grundsätzlichen Probleme mit dem Traffic, den ein Wikileaks-Mirror verursachen würde. Die Abwehr möglicher DDoS-Angriffe gehört zum Tagesgeschäft eines jeden größeren Webhosters.”
Eben – meine Meinung! -> http://redir.ec/WikileaksComment
Wenn sich ein Hosting- oder Website-Provider mit der Publikation der Wikileaks-Dokumente strafbar machen würde, dann würden sich auch Spiegel, Guardian und NYT strafbar machen. Diese werden aber nicht juristisch angegriffen. Komisch, oder? Ich gehe nicht von einer Strafbarkeit aus, aber IANAL, nur logisch denkend.
Gruß, Frosch
RT @1und1 Wir haben Anfragen zum Hosting von #Wikileaks Mirror-Seiten bekommen. Eine erste Stellungnahme http://1u1s.de/rda
Auf geht’s. Traut euch mal was. Leute mit Eiern sind rar heutzutage.
RT @iowaandy: RT @1und1 Wir haben Anfragen zum Hosting von #Wikileaks Mirror-Seiten bekommen. Eine erste Stellungnahme http://1u1s.de/rda
RT @iowaandy: RT @1und1 Wir haben Anfragen zum Hosting von #Wikileaks Mirror-Seiten bekommen. Eine erste Stellungnahme http://1u1s.de/rda
RT @iowaandy: RT @1und1 Wir haben Anfragen zum Hosting von #Wikileaks Mirror-Seiten bekommen. Eine erste Stellungnahme http://1u1s.de/rda
#1&1 beantwortet Fragen zum Spiegeln von #Wikileaks: User sollten sich "über mögliche Haftungsrisiken im Klaren sein" http://t.co/9ybPvY6